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Westlicher Langschnabeligel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Westlicher Langschnabeligel
Datei:Long-beakedEchidna.jpg

Westlicher Langschnabeligel (Zaglossus bruijni)

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Ursäuger (Protheria)
Ordnung: Kloakentiere (Monotremata)
Familie: Ameisenigel (Tachyglossidae)
Gattung: Langschnabeligel (Zaglossus)
Art: Westlicher Langschnabeligel
Wissenschaftlicher Name
Zaglossus bruijni
(Peters & Doria, 1876)
Datei:Western Long-beaked Echidna area.png
Verbreitungsgebiet des westlichen Langschnabeligels
Rot = Ausgestorben
Grün = Beheimatet

Der Westliche Langschnabeligel (Zaglossus bruijni) ist die Typusart der Gattung Zaglossus, und eine der drei Arten, die auf der Insel Neuguinea vorkommt. Möglicherweise ist sie auch in der nordwestaustralischen Kimberleyregion verbreitet.<ref>Helgen KM et al. 2012. Twentieth century occurrence of the Long-Beaked Echidna Zaglossus bruijnii in the Kimberley region of Australia. ZooKeys 255: 103–132; doi:10.3897/zookeys.255.3774</ref> Auch fossil ist diese Art aus Australien bekannt.

Der Artzusatz im wissenschaftlichen Namen ehrt den niederländischen Tiersammler Anton August Bruijn.<ref name="Beolens"/>

Merkmale

Der Westliche Langschnabeligel lebt auf Neuguinea in Höhen zwischen 1300 und 4000 Metern, in den südlichen Tieflanden und an der Nordküste Neuguineas kommt diese Art nicht vor. Die bevorzugten Lebensräume dieser Art sind alpine Wiesen und feuchte Bergwälder. Im Gegensatz zum Kurzschnabeligel frisst diese Art Erdwürmer. Der Westliche Langschnabeligel erreicht ein Gewicht von bis zu 16,5 kg. Die Schnauze ist länger als die eines Kurzschnabeligels und ist nach unten gebogen, die Dornen sind von dem langen Fell nicht zu unterscheiden. Er lässt sich von den anderen Arten durch die Anzahl der Klauen an Vorder- und Hinterpfoten unterscheiden; er hat je drei (selten vier) Klauen an jeder Pfote.

Bedrohung

Die Anzahl der Westlichen Langschnabeligel hat aufgrund von Lebensraumzerstörung und Jagd durch den Menschen stark abgenommen. Der Westliche Langschnabeligel ist eine Delikatesse, und obwohl die Jagd auf diese Art durch die Regierungen Indonesiens und Papua-Neuguineas verboten wurde, ist die traditionelle Jagd immer noch erlaubt.

Der Westliche Langschnabeligel wird von der IUCN als stark gefährdet (endangered) aufgelistet.

Im Dezember 2005 konnte eine Expedition, geleitet von Conservation International, in den Fojabergen der Provinz Papua in Indonesien mehrere Exemplare dieser Population der Säugetiere aufsammeln.<ref>MSNBC: ‘Lost World’ of wildlife found in Indonesia</ref>

2013 verstarb der letzte europäische Westliche Langschnabeligel. In Deutschland hielt lediglich der Zoo Berlin diese Langschnabeligelart.<ref>Westlicher Langschnabeligel auf Zootierliste.de; abgerufen am 8. Juni 2015</ref>

Weblinks

  • [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2012.2. Eingestellt von: Leary, T., Seri, L., Flannery, T., Wright, D., Hamilton, S., Helgen, K., Singadan, R., Menzies, J., Allison, A., James, R., Aplin, K., Salas, L. & Dickman, C, 2008. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.

Literatur

  • Tim F. Flannery, Colin P. Groves: A revision of the genus Zaglossus (Monotremata, Tachyglossidae), with description of new species and subspecies. Mammalia 62 (3): 367–396, 1998, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Online-Version (Memento vom 15. Mai 2013 im Internet Archive) (PDF, engl.; 1,8 MB).
  • Colin P. Groves: Zaglossus bruijni. In: D. E. Wilson und D. M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. 3. Auflage, Band 1, Johns Hopkins University Press, Baltimore 2005, ISBN 0-8018-8221-4.
  • Michael L. Augee, Brett Gooden: Echidnas of Australia and New Guinea. New South Wales University Press, Kensington, N.S.W., 1993, ISBN 978-0-86840-046-4.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Beolens">Beolens, Watkins & Grayson: The Eponym Dictionary of Mammals. Johns Hopkins University Press, Baltimore 2009, ISBN 978-0-8018-9304-9, S. 60 (Bruijn).</ref> </references>