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Louise Bryant

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Datei:Louise Bryant.jpg
John Trullinger: Porträt von Louise Bryant, Öl auf Leinwand, 1913

Louise Bryant (* 5. Dezember 1885 in San Francisco, Kalifornien; † 6. Januar 1936 in Sèvres) war eine US-amerikanische Journalistin und Autorin, die vor allem durch marxistisch und anarchistisch inspirierte Vorstellungen und Essays über radikale Politik und feministische Fragestellungen bekannt wurde.<ref name="obit">New York Times (Hrsg.): Louise Bryant, 41, Journalist; Widow of John Reed, Ex-Wife of Ambassador Bullitt, Stricken in Paris. Was a Communist Leader. Reported Early Days of Russian Revolution. Interviewed all the Soviet Leaders. 10. Januar 1936.</ref>

Leben

Als Anna Louisa Mohan wurde Louise Bryant 1885 in San Francisco als Tochter von Hugh Mohan und Louisa Flick geboren. Kurz darauf zog die Familie nach Reno im Bundesstaat Nevada. Als sie drei Jahre alt war, ließen sich ihre Eltern scheiden. In der Folgezeit wurde sie von ihrem Stiefvater Sheridan Bryant erzogen. Sie studierte an der University of Nevada und der University of Oregon, wo sie für ihre starke Freiheitsliebe und ihren rebellischen Charakter bekannt war. 1909 heiratete sie heimlich den Zahnarzt Paul Trullinger, von dem sie sich später scheiden ließ. Zu dieser Zeit plante sie bereits ihre Karriere als Schriftstellerin.

Nach einer langen Liebesbeziehung heiratete Bryant den Journalisten und Schriftsteller John Reed, mit dem sie zusammen 1917 und 1918 Russland bereiste. Während ihres Aufenthaltes dort nahm sie an der Oktoberrevolution teil und schrieb Artikel über die Zeit. Reed starb 1920 in Moskau an Typhus.

Vier Jahre nach Reeds Tod heiratete sie, als Reporterin für die Hearst Newspaper, William C. Bullitt. Sie bekam eine Tochter (Anna). Die Ehe wurde 1930 nach einer Liebesbeziehung von Bryant geschieden. Nach der Trennung nahm Bullitt die Tochter zu sich und verwehrte Bryant den Kontakt zu ihrer Tochter.<ref>Brad Pitt, 43, laments growing old and ugly</ref>

Nachdem bei Bryant 1928 die Stoffwechselkrankheit Lipomatosis dolorosa diagnostiziert worden war, gestaltete sich ihr Tod 1936 in Sèvres als Ergebnis eines langwierigen geistigen und körperlichen Verfalls.

Verfilmung

Datei:Tombe Louise BRUYANT.jpg
Grab

1981 erschien der Film Reds. Der Film basiert auf der Beziehung zwischen Bryant und Reed. Darin spielt Diane Keaton Louise Bryant, Warren Beatty John Reed und Jack Nicholson Eugene O’Neill.

Publikationen (Auswahl)

  • Six Red Months in Russia. George H. Doran Company, New York 1918 (upenn.edu).
    • deutsch: Eine Amerikanerin in Russland. Reportagen aus dem Roten Oktober. Prometh-Verlag, Köln 1982, ISBN 3-922009-49-2 (übersetzt von Peter Brollik).
  • Mirrors of Moscow. Thomas Seltzer, New York 1923 (handle.net).

Literatur

  • Vorlage:AmNatBio
  • Mary V. Dearborn: Queen of Bohemia. Houghton Mifflin, Boston 1996, ISBN 0-395-68396-3.
  • Virginia Gardner: Friend and a Lover: The Life of Louise Bryant. Horizon Press, New York 1982.
  • Eric Homberger: John Reed. Manchester University Press, Manchester 1990.

Weblinks

Commons: Louise Bryant – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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