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Fleischrosa Gladiole

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Fleischrosa Gladiole
Datei:Gladiolus carneus (2).jpg

Fleischrosa Gladiole (Gladiolus carneus)

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Schwertliliengewächse (Iridaceae)
Gattung: Gladiolen (Gladiolus)
Art: Fleischrosa Gladiole
Wissenschaftlicher Name
Gladiolus carneus
D.Delaroche

Die Fleischrosa Gladiole (Gladiolus carneus) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Gladiolen (Gladiolus) in der Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae). Dieser Endemit kommt nur in der südafrikanischen Provinz Westkap vor.

Beschreibung

Datei:Gladiolus carneus Kleinmond Oct 2013 (2).jpg
Zygomorphe Blüte, gut zu erkennen sind die drei Narbenäste
Datei:Gladiolus carneus KirstenboshBotGard09292010B.jpg
Habitus und Blüten der Wildform

Vegetative Merkmale

Die Fleischrote Gladiole ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 100 Zentimetern erreicht. Als Überdauerungsorgane bildet dieser Geophyt Knollen. Der Stängel ist unverzweigt.

Die meist fünf wechselständig und zweizeilig am Stängel verteilten Laubblätter sind parallelnervig. Die einfache Blattspreite ist bei einer Breite von 0,5 bis 1, selten bis 2 Zentimetern sowie einer Länge von meist 30, selten bis zu 60 Zentimetern relativ lang und schwertförmig. Der Blattrand ist glatt.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht in Mitteleuropa meist von Juni bis Juli. Der endständige, unverzweigte, locker zweireihige, ährige Blütenstand enthält zwei bis zu 6 Zentimeter lange Tragblätter und meist acht bis elf, selten bis zu zwölf Blüten.

Die ungestielte, nachts nach Nelken duftende, zwittrige Blüte ist dreizählig und stark zygomorph. Die Blütenröhre ist etwa 8 Zentimeter lang. Es sind zwei mal drei verschiedengestaltige Blütenhüllblätter vorhanden, sie sind weiß, cremefarben, blass rosafarben oder bis blass rosa-violett. Die Blütenhüllblattzipfel sind eiförmig und plötzlich ausgebreitet; die drei oberen sind größer. Es ist nur der innere Kreis mit drei freien, fertilen Staubblättern vorhanden, denn sie stehen dem äußeren Blütenhüllblättern gegenüber und ragen nicht aus der Blütenröhre heraus, mit der sie an der Basis verwachsen sind. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen. Der Griffel endet in drei Narben.

Die dreifächerige Kapselfrucht weist eine Länge von etwa 20 Millimetern auf und enthält viele Samen.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 30.<ref name="IPCN" />

Vorkommen

Gladiolus carneus ist ein Endemit und kommt nur in der südafrikanischen Provinz Westkap vor.<ref name="RedListSA" /> Sie gedeiht auf reichen Sand- und Sumpfböden in Höhenlagen von 0 bis 1200 Metern vor.

Sie wird in der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten Südafrikas als Least Concern = nicht gefährdet bewertet.<ref name="RedListSA" />

Taxonomie

Die Erstveröffentlichung von Gladiolus carneus erfolgte 1766 durch Daniel Delaroche in Descriptiones plantarum aliquot novarum, S. 30.<ref name="Tropicos" /> Das Artepitheton carneus bedeutet fleischfarben.<ref name="Dictionary" /> Synonyme für Gladiolus carneus <templatestyles src="Person/styles.css" />D.Delaroche sind: Gladiolus albidus <templatestyles src="Person/styles.css" />Jacq., Gladiolus blandus <templatestyles src="Person/styles.css" />Aiton, Gladiolus callistus <templatestyles src="Person/styles.css" />F.Bolus, Gladiolus campanulatus <templatestyles src="Person/styles.css" />Andrews, Gladiolus cordatus <templatestyles src="Person/styles.css" />Thunb., Gladiolus cuspidatus var. ensifolius <templatestyles src="Person/styles.css" />Baker, Gladiolus cuspidatus var. ventricosus <templatestyles src="Person/styles.css" />(Lam.) Baker, Gladiolus excelsus <templatestyles src="Person/styles.css" />(Ker Gawl.) Sweet, Gladiolus eximius <templatestyles src="Person/styles.css" />Ingram, Gladiolus expallescens <templatestyles src="Person/styles.css" />Schrank, Gladiolus lunulatus <templatestyles src="Person/styles.css" />Klatt, Gladiolus macowanianus <templatestyles src="Person/styles.css" />Klatt, Gladiolus pictus <templatestyles src="Person/styles.css" />Sweet, Gladiolus prismatosiphon <templatestyles src="Person/styles.css" />Schltr., Gladiolus trimaculatus <templatestyles src="Person/styles.css" />Lam., Gladiolus ventricosus <templatestyles src="Person/styles.css" />Lam., Gladiolus vinulus <templatestyles src="Person/styles.css" />Klatt.<ref name="RedListSA" />

Nutzung

Die Fleischrosa Gladiole wird selten als Zierpflanze genutzt.

Gladiolus carneus ist eine der Elternarten der Garten-Gladiole (Gladiolus ×hortulanus).

Belege

Einzelnachweise

<references> <ref name="RedListSA"> Gladiolus carneus in der Red List of South African Plants </ref> <ref name="IPCN"> Gladiolus carneus bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Tropicos"> Gladiolus carneus bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Dictionary"> Dictionary of Botanical Epithets. </ref> </references>

Literatur

  • Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.

Weblinks

Commons: Fleischrosa Gladiole (Gladiolus carneus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien