Matthias Schraudolph
Matthias Schraudolph, auch Frater Lucas OSB, (* 24. Februar 1812<ref>Margit Ksoll-Marcon: Matthias Schraudolph. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 9, Bautz, Herzberg 1995, ISBN 3-88309-058-1, Sp. 919.</ref> oder 1817<ref name="ADB">Hyacinth Holland: Matthias Schraudolph. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 32, Duncker & Humblot, Leipzig 1891, S. 461.</ref><ref>Hellmut Kretschmar: Schraudolph, Johann v. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 23. Duncker & Humblot, Berlin 2007, ISBN 978-3-428-11204-3, S. Vorlage:VonBis (deutsche-biographie.de).</ref><ref>Matthias Schraudolph in der Matrikeldatenbank der Akademie der Bildenden Künste München</ref> in Oberstdorf; † 6. Februar 1863 in Metten) war ein Kirchenmaler und Benediktiner im bayerischen Kloster Metten bei Deggendorf.
Biographie
Schraudolph, dessen Vorname auch Mathias<ref>Scan des Matrikeleintrags der Akademie der Bildenden Künste München</ref> geschrieben wurde, war ein Bruder und Schüler der berühmteren Historienmaler Johann von Schraudolph und Claudius Schraudolph (d. Ä.), „ohne seine Vorbilder zu erreichen“<ref name="ADB" />. Bei seinem Eintritt in das Benediktinerkloster Metten erhielt er den Ordensnamen Lucas. Sein Werk umfasst vor allem Altarbilder und andere religiöse Gemälde für das Kloster Metten und umliegende Landkirchen. Im Zuge der allgemeinen Geringschätzung gegenüber der Kunst des 19. Jahrhunderts wurden viele seiner Werke in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wieder aus den Kirchen entfernt.
Werke (Auswahl)
- Altarbilder für die Seitenaltäre der Klosterkirche Metten (bei der Renovierung in den 1960er Jahren wieder durch die Barockbilder ersetzt)
- Hochaltarbild Hl. Nikolaus (heute links im Presbyterium), Hl. Gottesmutter Maria mit Elisabeth von Reute und Dominikus, Hl. Johannes der Täufer (über dem linken Seitenaltar), Hl. Benedikt, Hl. Agnes (über dem rechten Seitenaltar) für die Pfarrkirche St. Nikolaus in Edenstetten
- Bilder auf den Seitenaltären in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Treis (Treis-Karden); Bild der Gottesmutter und Bild Johannes des Täufers; auch die Predella-Bilder darunter.
Literatur
- Hyacinth Holland: Matthias Schraudolph. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 32, Duncker & Humblot, Leipzig 1891, S. 461.
- Michael Kaufmann, Memento Mori. Zum Gedenken an die verstorbenen Konventualen der Benediktinerabtei Metten seit der Wiedererrichtung 1830 (Entwicklungsgeschichte der Benediktinerabtei Metten, Bd. 5), Metten 2008, 60f.
- Margit Ksoll-Marcon: Matthias Schraudolph. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 9, Bautz, Herzberg 1995, ISBN 3-88309-058-1, Sp. 919.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schraudolph, Matthias |
| ALTERNATIVNAMEN | Schraudolph, Lucas (Ordensname); Frater Lucas (Ordensname); Schraudolph, Mathias |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler und Benediktiner |
| GEBURTSDATUM | 24. Februar 1812 oder 1817 |
| GEBURTSORT | Oberstdorf |
| STERBEDATUM | 6. Februar 1863 |
| STERBEORT | Metten |