Zum Inhalt springen

BM-Reaktor

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 24. Juni 2025 um 20:52 Uhr durch imported>Aka (Verbleib: Dateigröße angepasst).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Der BM ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) war ein Kernreaktor, der in sowjetischen U-Booten des Projekts 705 eingesetzt wurde. Der Reaktor wurde mit Blei-Bismut-Eutektikum gekühlt (liquid metal cooled reactor).

Die thermische Leistung des Reaktors betrug 155 MWth. Als Kernbrennstoff wurde 200 kg Hochangereichertes Uran (Anreicherung 90 %) verwendet.<ref name="lobner">Peter Lobner: Marine Nuclear Power 1939–2018. Lyncean Group, 2018. S. 91–92.</ref> Der Schmelzpunkt der für die Kühlung verwendeten Legierung lag bei 124 °C, der Siedepunkt bei 1679 °C.<ref name="legion"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />legion.wplus.net, gesichtet am 5. Juni 2001 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 8. Oktober 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/legion.wplus.net</ref>

Die Kühlkreisläufe der Reaktoren mussten deshalb mit Hilfe von Dampfgeneratoren ständig auf über 124 °C erwärmt werden, um die Verfestigung des Kühlmittels zu verhindern. Wenn durch Fehlfunktionen diese Wärmezufuhr ausfiel, verfestigte sich das Kühlmittel und machte den Reaktor unbrauchbar. Eine nachträgliche Verflüssigung von verfestigtem Kühlmittel war nicht möglich, so dass in zwei Fällen Reaktoren auf die beschriebene Weise „einfroren“ und dadurch unbrauchbar wurden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Alfa class Attack Submarine (Nuclear Powered) (Memento des Vorlage:IconExternal vom 6. April 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.fas.org (englisch)</ref>

Der Reaktorkern mit den Brennelementen war mit einer Beryllium-Schicht umschlossen, um die Neutronen zu verlangsamen. Die Steuerstäbe enthielten Bor und Europium.<ref>Povl L. Ølgaard: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The Potential Risks from Russian Nuclear Ships. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 26. April 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nks.org (PDF; 951 kB) Risø National Laboratory, Denmark 2001, S. 15 und S. 17.</ref>

Der BM-40A Reaktor hatte insgesamt zwei Kühlkreisläufe.<ref>Technical and Proliferation-Related Aspects of the Dismantlemant of Russian Alfa-Class Submarines. (englisch; PDF; 195 kB) S. 164.</ref> Beim modifizierten OK-550 waren es dagegen drei Kreisläufe.

Der Reaktor wurde von OKB Gidropress in Kooperation mit IPPE entwickelt.

Verbleib

Die Reaktoren wurden zwischen 1968 und 1997 auf U-Booten eingesetzt. Die Brennelemente wurden zwischen 1997 und 2007 auf der 574. Technischen Marinebasis aus den Reaktoren entladen und in die Langzeitlagereinrichtung in der Sajda-Bucht überführt.<ref>Nonproliferation.org: Technical and Proliferation-Related Aspects of the Dismantlement of Russian Alfa-Class Nuclear Submarines (PDF; 0,2 MB)</ref><ref>Iaea.org: Discharging of fuel from the reactor of "Alpha" Class submarine and dismantling of the active zone.</ref><ref>Viktor Akhunov: Major achievements and current state of activities under the Russian Programme for Comprehensive NPS Dismantlement and Remediation of Radioactively Contaminated Sites. (PDF; 449 kB) iaea.org, 2007, gesichtet am 6. Juni 2011.</ref>

Einzelnachweise

<references />