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Vockerode-Dinkelberg

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Vockerode-Dinkelberg
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(123)&title=Vockerode-Dinkelberg 51° 8′ N, 9° 43′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(123) 51° 8′ 17″ N, 9° 43′ 3″ O
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Höhe: 305 m ü. NHN
Fläche: 5,29 km²<ref name="DF" />
Einwohner: 123 (2019)<ref name="DF">Vockerode-Dinkelberg. In: Webauftritt. Stadt Spangenberg, abgerufen im Oktober 2020.</ref>
Bevölkerungsdichte: 23 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Februar 1971
Postleitzahl: 34286
Vorwahl: 05663

Vockerode-Dinkelberg ist ein Stadtteil von Spangenberg im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis.

Geographische Lage

Vockerode-Dinkelberg liegt etwa 4,2 km (Luftlinie) nordöstlich des Zentrums der Kernstadt von Spangenberg. Es ist von Wald umgeben und wird, nach Einmünden des kleinen Weidelbachs, vom Vockebach durchflossen. Durch das Dorf verläuft die Landesstraße 3249. Westlich der Ortschaft liegt das 1992 gegründete und 15,03 ha große Naturschutzgebiet Wacholderheide bei Vockerode-Dinkelberg (NSG-Nr. 166111)<ref name="DE_BFN-Karten">Karten und Daten des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)</ref>.

Geschichte

Datei:Spangenberg-Vockerode-Dinkelberg, ev. Kirche 04.JPG
Ev. Kirche in Vockerode-Dinkelberg

Die älteste bekannte Erwähnung von Vockerode erfolgte im Jahr 1266 unter dem Namen „Vockenrode“ in einer Urkunde des Klosters Haydau. Die von Dinkelberg im Jahr 1371 unter dem Namen „Tinckelberger“.<ref name="lagis" /> Beide Dörfer kam 1530, zusammen mit Schnellrode und Weidelbach, im Tausch gegen Quentel vom Amt Lichtenau zum Amt Spangenberg. Ab 1821 wurden Vockerode und Dinkelberg unter der Bezeichnung Vockerode-Dinkelberg als Einheit verwaltet.

Die bis dahin selbständige Gemeinde Vockerode-Dinkelberg wurde zum 1. Februar 1971 im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis als Stadtteil in die Stadt Spangenberg eingemeindet.<ref>Gemeindegebietsreform: Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 20. Januar 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 6, S. 248, Punkt 328, Abs. 42 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,2 MB]).</ref><ref></ref> Für Vockerode-Dinkelberg wurde ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref name="OBR">Ortsbeirat Vockerode-Dinkelberg. In: Webauftritt. Stadt Spangenberg, abgerufen im März 2022.</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Vockerode-Dinkelberg 126 Einwohner. Darunter waren keine Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 9 Einwohner unter 18 Jahren, 51 zwischen 18 und 49, 27 zwischen 50 und 64 und 36 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 54 Haushalten. Davon waren 9 Singlehaushalte, 18 Paare ohne Kinder und 21 Paare mit Kindern, sowie 3 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 15 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 30 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

Vockerode
  • 1585: 15 Haushaltungen<ref name="lagis" />
  • 1747: 30 Haushaltungen<ref name="lagis" />
Dinkelberg
  • 1585: 11 Haushaltungen
  • 1885: 5 Häuser mit 34 Bewohnern<ref name="lagis" />
  • 1895: 9 Häuser mit 55 Bewohnern<ref name="lagis" />
Vockerode-Dinkelberg: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2019
Jahr  Einwohner
1834
  
252
1840
  
269
1846
  
266
1852
  
239
1858
  
216
1864
  
206
1871
  
180
1875
  
187
1885
  
163
1895
  
163
1905
  
151
1910
  
146
1925
  
158
1939
  
148
1946
  
286
1950
  
246
1956
  
193
1961
  
162
1967
  
178
1971
  
152
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
126
2019
  
123
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Stadt Spangenberg:<ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

• 1885: 163 evangelische (= 100 %) Einwohner<ref name="lagis" />
• 1961: 157 evangelische (= 96,91 %), 5 katholische (= 3,09 %) Einwohner<ref name="lagis" />

Politik

Dem Ortsbeirat gehören 5 Personen an, alle standen auf der Liste der Gemeinschaftsliste Vockerode-Dinkelberg. Bei der Kommunalwahl 2021 lag die Wahlbeteiligung bei 71,70 %.<ref name="KW" /> Ortsvorsteher ist Jens Schiller.<ref name="OBR" />

Brauchtum

Die Einwohner Vockerode-Dinkelbergs haben zwei Spitznamen:

  • Dinkelberg: Die Dinkelberger werden „Tintensäcke“ gerufen, da sie früher der Heidelbeere auf „Die Hute“ gingen.
  • Vockerode: Die Vockeröder werden „Kloppestöcke“ gerufen, da die Kirche auf dem Kirchberg wieder aufgebaut werden sollte und dies die Vockeröder verhindern wollten, da der Kirchberg zu Dinkelberg gehörte, stahl man nachts das Bauholz. Die Dinkelberger wiederum versuchten in der darauffolgenden Nacht, sich dieses Holz wiederzuholen, was die Vockeröder mit Dreschflegeln u. ä. zu verhindern wussten.

Einzelnachweise

<references> <ref name="lagis">Vockerode-Dinkelberg, Schwalm-Eder-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 27. Mai 2020). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,0 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 40 und 96, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> <ref name="KW">Ortsbeiratswahl 2021. Stadt Spangenberg, abgerufen im März 2022. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Vockerode-Dinkelberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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