Linda Heitmann
Linda Heitmann (* 2. August 1982 in Hamburg) ist eine deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen). Seit 2021 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages. Zuvor gehörte sie von 2008 bis 2011 der Hamburgischen Bürgerschaft an.
Leben
Heitmann besuchte von 1994 bis 2002 das Gymnasium in Schenefeld und studierte von 2003 bis 2008 Politikwissenschaft und Geographie an der Universität Hamburg sowie in Cork (Irland). Im Oktober 2008 schloss sie ihr Studium in Hamburg als Diplom-Politologin ab.<ref name="gal"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Linda Heitmann ( des Vorlage:IconExternal vom 10. September 2008 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Website der GAL-Bürgerschaftsfraktion (11. Mai 2008); Seite inzw. nicht mehr vorhanden</ref> Sie ist verheiratet und hat eine Tochter.<ref name=":0">Heitmann, Linda: Mit Kindern in Hamburg [mit Ausflügen in die Umgebung; viele tolle Tipps für Familien]. via reise-Verl, 2015, ISBN 978-3-935029-92-6.</ref> Nach verschiedenen beruflichen Funktionen für Bündnis 90/Die Grünen leitete sie von 2016 bis 2021 die „Hamburgische Landesstelle für Suchtfragen“.<ref>Presse: Linda Heitmann übernimmt Geschäftsführung der Hamburgischen Landesstelle. Hamburgische Landesstelle für Suchtfragen e. V., 22. April 2016, abgerufen am 10. Mai 2020.</ref>
Politischer Werdegang
Bündnis 90 / Die Grünen
Heitmann ist seit 2003 Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen. Von 2005 bis 2008 gehörte sie dem Landesvorstand der Grünen Jugend Hamburg an und war von 2006 bis Mai 2008 deren Vorsitzende. Von 2006 bis 2008 war sie Deputierte in der Behörde für Inneres.<ref name="gal"/> Von 2015 bis 2020 übte sie diese Funktion erneut aus.<ref>Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg, 21. Wahlperiode, Plenarprotokoll 21/10, 8. Juli 2015, S. 616</ref>
Hamburger Bürgerschaft
Zur Bürgerschaftswahl in Hamburg 2008 kandidierte sie im Wahlkreis Altona auf Platz 5 der Wahlkreisliste sowie auf Platz 13 der Landesliste.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Linda Heitmann ( des Vorlage:IconExternal vom 16. April 2008 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Profil auf Kandidatenwatch (11. Mai 2008); Seite inzw. nicht mehr vorhanden</ref> Sie rückte am 7. Mai 2008 für Christa Goetsch, die Senatorin für Schule, Berufs- & Weiterbildung wurde, in die Hamburgische Bürgerschaft nach.<ref>Und das sind die Nachrücker, Hamburger Abendblatt, 8. Mai 2008 (11. Mai 2008)</ref> Da Goetsch über Persönlichkeitsstimmen im Wahlkreis Altona direkt gewählt worden war, war Heitmann als Wahlkreiskandidatin mit den zweitmeisten Persönlichkeitsstimmen trotz des Listenplatzes 5 die erste Nachrückerin. Heitmann war für ihre Fraktion Sprecherin für Gesundheit, Drogenpolitik und Jugendpartizipation. Nach dem Scheitern der Koalition musste sie wieder für Christa Goetsch weichen. Bei der anschließenden Bürgerschaftswahl in Hamburg 2011 sowie bei den Wahlen 2015 und 2020 gelang ihr der erneute Einzug ins Parlament nicht.
Von Oktober 2009 bis 2010 war Linda Heitmann Vorsitzende des GAL-Kreisverbandes Hamburg-Altona.<ref>GAL Altona: GAL Altona wählt Linda Heitmann zur neuen Kreisvorsitzenden (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, Pressemitteilung vom 7. Oktober 2009; Seite inzw. nicht mehr vorhanden</ref> Nach einem Aufenthalt in Baden-Württemberg, während dem sie im dortigen Landesverband u. a. als stellvertretende Pressesprecherin<ref>Linda Heitmann verstärkt Pressestelle der baden-württembergischen Grünen | gruene-bw.de. In: gruene-bw.de. 26. Juli 2011 (gruene-bw.de [abgerufen am 11. Mai 2017]).</ref> arbeitete, war sie von 2015 bis 2017 Mitglied im Landesvorstand der Hamburger Grünen und dort frauenpolitische Sprecherin.<ref>Linda Heitmann | Grüne Hamburg. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. August 2016; abgerufen am 11. Mai 2017. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Bei der Neuwahl des Landesvorstands am 24. Juni 2017 kandidierte Heitmann für den stellvertretenden Landesvorsitz, unterlag jedoch mit 36,23 % der abgegebenen Stimmen gegenüber Martin Bill.<ref>Anna Gallina im Amt bestätigt | Grüne Hamburg. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 25. Juni 2017. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>
Deutscher Bundestag
Bei der Bundestagswahl 2021 wurde Heitmann im Bundestagswahlkreis Hamburg-Altona für Bündnis 90/Die Grünen direkt als Abgeordnete in den Deutschen Bundestag gewählt.<ref>Ann-Christin Busch: Nach 20 Jahren SPD: Sie ist die grüne Wahl-Überraschung in Altona, Hamburger Morgenpost vom 27. September 2021</ref> Sie setzte sich dabei mit 29,6 % der Erststimmen gegen den bisherigen direkt gewählten Abgeordneten Matthias Bartke durch, der ihr mit 28,6 % der Erststimmen unterlag.<ref>Ergebnisse Hamburg-Altona - Der Bundeswahlleiter. Abgerufen am 2. Oktober 2021.</ref> Zuvor hatte sie sich im parteiinternen Nominierungsverfahren für die Direktkandidatur gegen Adrian Hector durchgesetzt.
Im 20. Deutschen Bundestag vertrat Linda Heitmann die grüne Fraktion als Vollmitglied im Ausschuss für Gesundheit sowie im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und ist zudem stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales sowie im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.<ref>Linda Heitmann, Bündnis 90/Die Grünen. Abgerufen am 18. Dezember 2021.</ref>
Am 2. März 2023 sprach sie in der Bundestagsdebatte zum 25. Jahrestag der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen auf Niederdeutsch. Sie kritisierte: „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)“ (<templatestyles src="Person/styles.css" />Linda Heitmann: Debatte zum 25. Jahrestag des Inkrafttretens der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen im Deutschen Bundestag, deutsch: „Unsere gerade geführte Debatte hat zunächst ein Thema: die Sprache selbst. Wenn hier einmal eine Aussprache auf Platt wäre zur Innenpolitik oder zu sozialen Themen oder Klimapolitik, dann hätten wir einen guten Anstoß für die plattdeutsche Sprache im Alltag in Deutschland gegeben.“)Vorlage:": Ungültiger Wert: ref=
Bei der Bundestagswahl 2025 errang sie das Wahlkreismandat im Wahlkreis 019 Hamburg-Altona. Im 21. Deutschen Bundestag ist sie ordentliches Mitglied im Gesundheitsausschuss. Außerdem ist sie Schriftführerin sowie stellvertretendes Mitglied in der Enquete-Kommission „Aufarbeitung der Corona-Pandemie und Lehren für zukünftige pandemische Ereignisse“, im Ausschuss für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung und im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.<ref>Deutscher Bundestag - Linda Heitmann. Abgerufen am 8. September 2025.</ref>
Autorin
Im Jahr 2015 veröffentlichte Linda Heitmann einen Reiseführer zum Thema „Mit Kindern in Hamburg“.<ref name=":0" /> Dieser erschien zuletzt 2019 in der dritten überarbeiteten Auflage.<ref name=":3">Heitmann, Linda: Mit Kindern in Hamburg [mit Ausflügen in die Umgebung; viele tolle Tipps für Familien]. 3. Auflage. via reise Verlag, 2019, ISBN 978-3-945983-72-0.</ref>
Ehrenamt
Seit April 2018 ist Heitmann Vorständin der Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg.<ref>Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg: Presse: Linda Heitmann. Abgerufen am 10. Mai 2020.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references responsive />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Heitmann, Linda |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen), MdHB, MdB |
| GEBURTSDATUM | 2. August 1982 |
| GEBURTSORT | Hamburg |
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