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William Allen White

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William Allen White
Signatur
Signatur

William Allen White (* 10. Februar 1868 in Emporia, Kansas; † 31. Januar 1944 ebenda) war ein US-amerikanischer Journalist, Politiker und Schriftsteller. Er wurde 1923 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet.<ref>William Allen White in der Notable Names Database (englisch)</ref>

Leben

Nach einem Umzug in seiner frühen Kindheit wuchs White in El Dorado, Kansas, auf. Er besuchte das „College of Emporia“ und immatrikulierte sich anschließend an der University of Kansas. Im Jahr 1892 trat er seine erste Anstellung bei der Tageszeitung „Kansas City Star“ an.<ref name ="KUschool"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />William Allen White Biography (Memento vom 14. März 2012 im Internet Archive), Kansas University School of Journalism</ref>

Mit seiner Frau Sallie Lindsay, die er am 27. April 1893 heiratete, hatte er zwei Kinder; William Lindsay White (1900–1973) und Mary White (1904–1921). Nach dem Tod von Mary, die bei einem Reitunfall verunglückte, veröffentlichte ihr Vater am 17. August 1921 zu ihrem Gedenken den Leitartikel „Mary White“.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Mary White“ (Memento vom 20. November 2008 im Internet Archive), Emporia Gazette</ref>

Im Jahr 1895 kaufte er die „Emporia Gazette“ für 3.000 US-Dollar<ref name="KUschool"/> und veröffentlichte in dieser Zeitung am 16. August 1896 den Leitartikel „What's the Matter With Kansas?“<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />What's the Matter with Kansas? (Memento vom 27. Mai 2011 im Internet Archive), Emporia Gazette</ref>. Mit diesem Artikel stieg sowohl sein öffentliches als auch sein Ansehen in der Republikanischen Partei.

Politisches Engagement

In den 1890er Jahren entwickelte sich zwischen dem späteren US-Präsidenten Theodore Roosevelt und White eine enge Freundschaft, die bis zum Tod von Roosevelt im Jahre 1919 Bestand hatte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Roosevelt bit me and I went mad. (Memento vom 27. August 2008 im Internet Archive), Emporia Gazette</ref> Die beiden waren 1912 für die Gründung der Progressiven Partei verantwortlich, die sich als Opposition zu den etablierten Kräften des republikanischen Präsidenten William Howard Taft verstand.<ref>Walter F. Johnson, William Allen White’s America, Henry Holt and Company, 1947, Kapitel 10</ref> White kandidierte 1924 als Unabhängiger für das Amt des Gouverneurs von Kansas und belegte mit 22,7 Prozent der Stimmen hinter dem siegreichen Republikaner Ben Paulen (49 Prozent) sowie dem demokratischen Amtsinhaber Jonathan M. Davis (27,7 Prozent) den dritten Platz.<ref>KS Governor, www.ourcampaigns.com</ref> Danach schloss er sich wieder den Republikanern an und unterstützte Präsident Herbert Hoover im Jahr 1932 bei dessen erfolglosem Wiederwahlversuch gegen Franklin D. Roosevelt.

Mit dem parteiübergreifenden Committe for Peace through Revision of the Neutrality Law setzte er sich erfolgreich für eine Lockerung des Neutralitätsgesetzes ein, so dass der Kongress 1939 die Cash-and-carry-Klausel verabschiedete. White war 1940 Mitbegründer und der erste Vorsitzende des überparteilichen Ausschusses zur Verteidigung Amerikas durch die Unterstützung der Alliierten („Committee to Defend America by Aiding the Allies - CDAAA“) auch White Committee genannt.<ref>Lise Namikas: The Committee to Defend America and the Debate between Internationalists and Interventionists, 1939-1941. The Historian, Vol. 61, Nr. 4, S. 844.</ref> Ziel seines Engagements war es, Amerika durch die Unterstützung des Vereinigten Königreichs aus dem Krieg herauszuhalten (short of war). Er trat am 1. Januar 1941 als Vorsitzender zurück.<ref>William W. Tuttle: Aid-to-the-Allies Short-of-War versus American Intervention, 1940: A Reappraisal of William Allen White’s Leadership. The Journal of American History, Vol. 56, Nr. 4, 1970, S. 857.</ref>

Werke

Datei:WilliamAllenWhite-1948.jpg
Briefmarke von 1948

Poesie

  • Rhymes by Two Friends, zusammen mit „Albert Bigelow Paine“ (1893)

Biografien

  • Woodrow Wilson, the Man, His Times, and His Tasks (1924)
  • Calvin Coolidge, The Man Who Is President (1925)
  • Masks in a Pagaent (1928)
  • A Puritan in Babylon: The Story of Calvin Coolidge (1938)
  • The Autobiography of William Allen White (1946)

Fiktion

  • The Real Issue: A Book of Kansas Stories (1896)
  • The Court of Boyville (1899)
  • Stratagems and Spoils: Stories of Love and Politics (1901)
  • In Our Town (1906)
  • A Certain Rich Man (1909)
  • God’s Puppets (1916)
  • The Martial Adventures of Henry & Me (1918)
  • In the Heart of a Fool (1918)

Kommentare

  • The Old Order Changeth: A View of American Democracy (1910)
  • Politics: The Citizen’s Business (1924)
  • Some Cycles of Cathay (1925)
  • Boys-Then and Now (1926)
  • What It’s All About: Being a Reporter’s Story of the Early Campaign of 1936 (1936)
  • The Changing West: An Economic Theory About Our Golden Age (1939)

Auszeichnungen

Heute

In den 1980ern hat die Rockgruppe They Might Be Giants im Musikvideo Put Your Hand Inside the Puppet Head, auf CDs und für Konzerte seine Fotos verwendet.<ref>Whose face is in the video for „Put Your Hand Inside the Puppet Head“?, This Might Be A Wiki</ref>

1944 wurde die University of Kansas Journalism School nach ihm benannt.<ref>William Allen White School of Journalism and Mass Communications, University of Kansas</ref>

Die William Allen White Foundation, die 1945 gegründet wurde, hat ihm zu Ehren zwei Preise geschaffen. 1952 den William Allen White Children’s Book Award<ref>William Allen White Children’s Book Award</ref> und 1970 den William Allen White National Citation Award.<ref>William Allen White National Citation Award, journalism.ku.edu </ref>

Literatur

Weblinks

Commons: William Allen White – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

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