Methomyl
| Strukturformel | ||||||||||||||||
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| Struktur von Methomyl | ||||||||||||||||
| Gemisch aus (E)-Isomer (oben) und (Z)-Isomer (unten) | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Methomyl | |||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C5H10N2O2S | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose Kristalle mit schwefelartigem Geruch<ref name="NIOSH">Vorlage:PGCH</ref> | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 162,21 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest<ref name="NIOSH" /> | |||||||||||||||
| Dichte |
1,29 g·cm−3<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
78–79 °C<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||
| Siedepunkt |
Zersetzung bei Temperaturen über 140 °C<ref name="inchem">Environmental Health Criteria (EHC) für Vorlage:Linktext-CheckVorlage:Abrufdatum</ref> | |||||||||||||||
| Dampfdruck |
6,5 mPa bei 25 °C<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||
| Löslichkeit |
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| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| MAK |
Schweiz: 2,5 mg·m−3 (gemessen als einatembarer Staub)<ref>Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva): Grenzwerte – Aktuelle MAK- und BAT-Werte (Suche nach 16752-77-5 bzw. Methomyl)Vorlage:Abrufdatum</ref> | |||||||||||||||
| Toxikologische Daten |
17–24 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)<ref>Datenblatt bei EXTOXNET (englisch).</ref> | |||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Methomyl ist ein Pflanzenschutzmittel aus der chemischen Gruppe der Carbamate, Thioether und Imine. Es wird als Insektizid und Nematizid eingesetzt. Das technische Produkt ist eine Mischung von (Z)- und (E)-Isomer und wird auch unter den Handelsnamen Lannate (DuPont) und Nudrin (Shell) vertrieben.
Geschichte
Methomyl wurde 1966 von DuPont als systemisches und Kontaktinsektizid auf den Markt gebracht.<ref name="RÖMPP">Eintrag zu Methomyl. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>
Gewinnung und Darstellung
Der Thioester wird durch die Reaktion von Methanthiol mit Essigsäure unter Wasserabspaltung gewonnen:
Die anschließende Umsetzung mit Hydroxylamin liefert das Thio-Imidat:<ref name="inchem" />
Methomyl kann durch Reaktion von S-Methyl-N-hydroxythioacetimidat (MHTA)<ref>Externe Identifikatoren von bzw. Datenbank-Links zu S-Methyl-N-hydroxythioacetimidat: CAS-Nr.: Vorlage:CASRN, EG-Nr.: 234-096-2, ECHA-InfoCard: Vorlage:ECHA, GESTIS: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), PubChem: 93064, ChemSpider: 21865789, DrugBank: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), Wikidata: Q27122204.</ref> in Methylenchlorid mit gasförmigen Methylisocyanat bei 30–50 °C gewonnen werden:
Verwendung
Methomyl wird als Insektizid und Nematizid eingesetzt und wirkt durch Hemmung der Cholinesterase.<ref name="inchem2" />
Zulassungsstatus
Gemäß europäischer Gesetzgebung (Richtlinie 98/8/EG vom 16. Februar 1998 über das Inverkehrbringen von Biozid-Produkten)<ref>EU: Richtlinie 98/8/EG vom 16. Februar 1998 über das Inverkehrbringen von Biozid-Produkten (PDF)Vorlage:Abrufdatum Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften - L 123/1 – 24. April 1998.</ref> und mit Entscheid vom 14. August 2007<ref>EU: Entscheid 2007/565 über die Nichtaufnahme bestimmter Wirkstoffe in Anhang I der Richtlinie 98/8/EG (PDF)Vorlage:Abrufdatum Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften - L 216/17 – 21. August 2004.</ref> liegt ein Entscheid vor, den Wirkstoff Methomyl nicht in die entsprechende Liste (Anhang I/IA der Richtlinie 98/8/EG) für Biozidprodukte aufzunehmen. Die Abgabe von Biozidprodukten, die den Wirkstoff Methomyl enthalten, ist somit in der EU für Insektizide (Produktart 18) nicht mehr erlaubt. Die Schweiz hat diese Bestimmung übernommen.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mehr zugelassen, die diesen Wirkstoff enthalten.<ref name="PSM">Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und DeutschlandsVorlage:Abrufdatum</ref>
Obwohl der Einsatz in Deutschland verboten war, wurden 2005 Rückstände davon in deutschem Gemüse nachgewiesen.<ref>Greenpeace: Gemüse aus Deutschland: gespritzt mit illegalen Pestiziden, 2005.</ref>
Nachweis
Methomyl kann durch verschiedene chromatographische Verfahren (HPLC und GC) nachgewiesen werden.
Weblinks
- Registration Sheet der UNITED STATES ENVIRONMENTAL PROTECTION AGENCY (englisch, PDF, 55 kB)
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:EG-Nummer abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Gefährlicher Stoff mit harmonisierter Einstufung (CLP-Verordnung)
- Giftiger Stoff bei Verschlucken
- Giftiger Stoff bei Einatmen
- Betäubender Stoff
- Umweltgefährlicher Stoff (chronisch wassergefährdend)
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:Substanzinfo mit abweichendem Wert
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Substanzinfo
- Carbamat
- Thiolester
- Insektizid
- Oximester
- Pflanzenschutzmittel (Wirkstoff)
- Nematizid
- Carbonsäuremethylester
- N-Alkylamid
- Methylester