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Smells Like Teen Spirit

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Smells Like Teen Spirit
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Nirvana
Veröffentlichung 10. September 1991<ref>Release date Smells Like Teen Spirit</ref>
Länge 5:01 (Album)
4:30 (Single)
Genre(s) Grunge
Autor(en) Kurt Cobain, Dave Grohl, Krist Novoselić
Produktion Butch Vig
Auszeichnung(en) MTV Video Music Award
Album Nevermind

Smells Like Teen Spirit ist ein Song der US-amerikanischen Rockband Nirvana, der im September 1991 veröffentlicht wurde. Er ist die erste Singleauskopplung ihres Albums Nevermind und gilt als der Titel, der Grunge im Allgemeinen und Nirvana im Speziellen zum Durchbruch verhalf.<ref name="welt" />

Titel

Kurt Cobain hatte die Idee zum Titel des Songs, nachdem die befreundete Bikini-Kill-Sängerin Kathleen Hanna mit einer Spraydose „Kurt smells like teen spirit“ an die Wand von Cobains Schlafzimmer geschrieben hatte. Während Cobain zunächst eine tiefere Bedeutung in dem Geschriebenen vermutete, bezog sich Hanna auf das Deodorant Teen Spirit (von Colgate-Palmolive), das Cobains damalige Freundin Tobi Vail, Schlagzeugerin von Bikini Kill, benutzte.

Von der Existenz des Deodorants erfuhr Cobain nach eigenen Angaben erst Monate nach der Veröffentlichung des Songs.<ref>Michael Azerrad (1993): 'Come as You Are: The Story of Nirvana' (211 f.). Doubleday, New York City.</ref><ref>Songfacts: Smells Like Teen Spirit by Nirvana - Songfacts. Abgerufen am 29. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Struktur

Der Song beginnt mit dem unverzerrt gespielten, in F-Moll gehaltenen Hauptriff,<ref name="haz">Smells like Nirvana ZiSH Nachrichten / HAZ - Hannoversche Allgemeine. 24. September 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. September 2011; abgerufen am 29. Oktober 2022.</ref> in dem sich Powerchords in der Folge F5, B5, A♭5 und D♭5 mit Dead Notes abwechseln. Dasselbe Riff wird anschließend verzerrt wiederholt, bevor es in die erste Strophe geht. Dort spielt Cobain parallel zu seinem Gesang unverzerrt, wobei er lediglich zwei Töne spielt, alle zwei Zeilen wiederholt. Parallel spielt Novoselić auf dem E-Bass die Grundtöne der Akkordfolge des Hauptriffes weiter. Gegen Ende der Strophe wiederholt Cobain viermal die Zeile Hello, hello, hello, how low, während die beiden Cleantöne häufiger gespielt werden. Anschließend folgt der verzerrte Refrain, in dem das Hauptriff wiederholt wird.

Am Ende des zweiten Refrains folgt ein einfach gehaltenes, mit Verzerrung und Choruseffekt gespieltes 16-taktiges Solo, das die Gesangslinie der Strophe imitiert und mit einem gehaltenen F endet, das in die letzte Strophe übergeht und in einen Feedbackton umschlägt. Im letzten Refrain wiederholt Cobain insgesamt 8-mal die Worte A denial, bevor das Lied mit einem gehaltenen F5 und einem 9. „denial“ endet.

Musikvideo

Das Musikvideo wurde unter der Regie Samuel Bayers gedreht.<ref>Bayer/Motion. Abgerufen am 29. Oktober 2022.</ref> Als Inspirationsquelle diente der Coming-of-Age-Film Over The Edge von Regisseur Jonathan Kaplan aus dem Jahre 1979, der sich mit dem Thema Jugendrebellion beschäftigt.<ref>Dave Grohl: Der Storyteller – Geschichten aus dem Leben und der Musik. Autobiographie von Rockmusiker Dave Grohl, aus dem Amerikanischen übersetzt von Dieter Fuchs, Ullstein Verlag, Berlin, Erstauflage 2021, S. 188</ref> Das Musikvideo zeigt die Gruppe in einer Schulturnhalle musizierend, während tätowierte Cheerleader in schwarzen Kleidern mit aufgedrucktem „Anarchismus-A“ tanzen.<ref>Nirvana -- Smells Like Teen Spirit - MyVideo. 17. Oktober 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. Oktober 2008; abgerufen am 29. Oktober 2022.</ref> Cobain hatte sich zum Teil selbst ausgedacht, was in dem Video vorkommen sollte. Er hatte viele eigene Vorstellungen dazu, die auch verwirklicht wurden (z. B. die Cheerleader mit Anarchiezeichen), wie in seinem Tagebuch nachgelesen werden kann.

Das Video war sehr erfolgreich und ist das meistgespielte Musikvideo auf MTV.<ref name="welt">Michael Pilz: Smells Like Teen Spirit: Wie konnte Kurt Cobain bloß diesen Hit schreiben? In: Die Welt. 10. September 2011 (welt.de [abgerufen am 29. Oktober 2022]).</ref> Die Gitarre, die Kurt Cobain im Musikvideo spielt (eine 1969er Fender Mustang Competition Lake Placid), wurde 2022 für 4,5 Millionen US-Dollar versteigert.<ref>Und Sonst So. In: Ox-Fanzine. Nr. 163, August 2022, S. 5.</ref>

Rezeption

Das Musikvideo wurde 1992 mit zwei MTV Video Music Awards ausgezeichnet („Best Alternative Music Video“ und „Best New Artist Video“),<ref name="vma">Gewinner und Nominierte des MTV Video Music Award 1992. Auf: mtv.com (englisch). Abgerufen am 7. September 2012</ref> wobei auf dem Award „Smells Like Team Spirit“ anstelle von „Smells Like Teen Spirit“ eingraviert wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Smells Like Team Spirit (Memento vom 27. März 2014 im Internet Archive). Festivalrocker.net. Abgerufen am 15. September 2011.</ref> Außerdem wurde das Lied bei den Grammy Awards 1993 in den Kategorien „Best Rock Song (Songwriter)“ und „Best Hard Rock Performance“ nominiert, unterlag jedoch Layla von Eric Clapton bzw. Give It Away von den Red Hot Chili Peppers.<ref>Grammy Awards 1993. Auf: rockonthenet.com (englisch). Abgerufen am 7. September 2012</ref>

Das Musikmagazin Rolling Stone wählte das Lied 2004 zum neuntbesten „aller Zeiten“,<ref>Rolling Stone’s 500 Greatest Songs of All Time (1–50), Metrolyrics.com</ref> dazu wurde das Gitarrensolo vom Magazin Guitar World auf Platz 26 der besten Soli gewählt.<ref>100 Greatest Guitar Solos: 26 "Smells Like Teen Spirit" (Kurt Cobain). Auf: guitarworld.com (englisch), 28. Oktober 2010. Abgerufen am 7. September 2012</ref> Das Video ist das meistgespielte auf MTV Europe.<ref name="welt" /> Vom Q Magazine wurde Smells Like Teen Spirit zum drittbesten Lied „aller Zeiten“ gewählt.<ref>Q Special Edition - 1001 Best Songs Ever.. Auf: rocklistmusic.co.uk (englisch). Abgerufen am 7. September 2012</ref> 2009 wurde der Song in Australien zum besten Nummer-1-Hit „aller Zeiten“ gewählt.<ref>Hottest 100 Of All Time 2009. Auf: abc.net.au (englisch). Abgerufen am 7. September 2012</ref>

Kommerzieller Erfolg

Chartplatzierungen

Smells Like Teen Spirit stieg am 6. Januar 1992 auf Platz 97 in die deutschen Charts ein und erreichte vier Wochen später mit Rang 2 die Höchstposition, auf der es sich vier Wochen lang hielt. Insgesamt konnte sich der Song 28 Wochen in den Top 100 halten.<ref name="Charts_DE" /> In anderen Ländern erreichte es den ersten Platz der Hitparade, darunter Frankreich, Neuseeland und Belgien.<ref name="Charts_CH" />

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Auszeichnungen für Musikverkäufe

Smells Like Teen Spirit wurde im Jahr 1992 für über eine Million verkaufte Einheiten in den Vereinigten Staaten mit einer Platin-Schallplatte ausgezeichnet. Die Downloadversion erhielt zudem für mehr als zehn Millionen Verkäufe eine Diamant-Schallplatte im Jahr 2024.<ref>US: Platin + Diamant</ref> Im Vereinigten Königreich bekam das Lied im Jahr 2025 für mehr als drei Millionen verkaufte Exemplare eine fünffache Platin-Schallplatte.<ref>UK: 5x Platin</ref> In Deutschland erreichte Smells Like Teen Spirit im Januar 2025 Doppelplatin-Status für mehr als 1,2 Millionen verkaufte Einheiten. Es zählt damit nicht nur zu den meistverkauften Rocksongs, sondern im Allgemeinen zu den meistverkauften Singles des Landes.<ref>DE: 2x Platin</ref>

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Coverversionen (Auswahl)

Verwendung in Filmen

  • Im Musikfilm Moulin Rouge von Regisseur Baz Luhrmann von 2001 singt und tanzt das gesamte Theater-Personal zum Song Smells like teen spirit.
  • Wenn in dem Fantasy-Film Pan von Regisseur Joe Wright von 2015 das fliegende Piratenschiff im Steinbruch von Neverland ankommt, singt eine riesige Menschenmenge im Chor den Song Smells like teen spirit. In diesen euphorischen Chor stimmt der böse Pirat Blackbeard ein.

Parodien

Die bekannteste Parodie ist der Titel „Smells Like Nirvana“ des Komikers Weird Al Yankovic. Yankovic, der u. a. schon erfolgreich Michael-Jackson-Hits wie Beat It und Bad (wurden zu „Eat It“ und „Fat“) veralbert hatte, fragte bei Nirvana an, ob er sich an ihrem Hit ausprobieren dürfe.<ref>Dave Grohl: Der Storyteller – Geschichten aus dem Leben und der Musik. Autobiographie von Rockmusiker Dave Grohl, aus dem Amerikanischen übersetzt von Dieter Fuchs, Ullstein Verlag, Berlin, Erstauflage 2021, S. 203</ref> Nachdem er grünes Licht bekommen hatte, schrieb er einen Text, in dem er den Nihilismus und den kaum verständlichen Text des Originals auf die Schippe nahm.<ref name="haz" /> Das Video ist eine frame-by-frame-Parodie, in der u. a. die Achselhaare der Cheerleader gezeigt werden, das Publikum beim Moshing slapstickartig Gliedmaßen einbüßt und in der Turnhalle tatsächlich Basketball gespielt wird.<ref>Musikvideo zu Smells Like Nirvana. Auf: myvideo.de. Abgerufen am 7. September 2012</ref>

Yankovics Parodie erreichte Platz 35 der US-Charts.<ref>Weird Al Yankovic in den US-amerikanischen Single-Charts. Auf: billboard.com (englisch). Abgerufen am 7. September 2012</ref> Die Reaktion der Band war sehr positiv. Kurt Cobain bezeichnete das Werk als „eines der witzigsten Dinge, die er jemals sah“ („I laughed my butt off. I thought it was one of the funniest things I ever saw“. Übersetzung: „Ich habe mir den Arsch abgelacht. Das gehört zu den komischsten Sachen, die ich je gesehen habe.“)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nevermind! (Memento vom 7. Juni 2012 im Internet Archive) Auf: nulleffekt.net. Abgerufen am 7. September 2012</ref> Krist Novoselić sah den Erfolg der Parodie als Beweis, dass sich die Band etabliert hatte.

Im deutschsprachigen Raum gibt es noch eine Parodie von J.B.O. mit dem Titel Ejaculatio Praecox.<ref name="JBO">Ejaculatio Praecox auf jbo.de. Abgerufen am 7. September 2012</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

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