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Skagi

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Skagi
Datei:Hofsós (1).JPG
Blick von Hofsós nach Skagi
Geographische Lage
Koordinaten 66° 1′ N, 20° 12′ WKoordinaten: 66° 1′ N, 20° 12′ W
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Gewässer 1 Skagafjörður (Grönlandsee)
Gewässer 2 Húnaflói
Länge 50 km
Breite 30 km
Datei:Blick von Vatnsnes nach Skagi.JPG
Blick von Vatnsnes nach Skagi
Datei:Blonduos4.jpg
Blönduós, im Hintergrund die Berge der Halbinsel Skagi
Datei:Bólstaðahlið.jpg
Pass bei Bolstaðahlíð auf Skagi

Die Halbinsel Skagi liegt im Norden Islands.

Name

Im Isländischen beschreibt der Begriff skagi eine Halbinsel.<ref>H.U. Schmid: Wörterbuch Isländisch-Deutsch. Buske, Hamburg 2001, S. 215.</ref>

Lage

Sie liegt westlich des Skagafjörður und östlich der Bucht Húnaflói.

Beschreibung

Die Spitze der Halbinsel, Skagaheiði, ist eher flach. Dagegen steigen Richtung Süden die Berge bis ca. 750 m an.

Die Küsten der Halbinsel sind meist flach und weisen keine Buchten auf.<ref name="nat"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />nat.is (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nat.is abgerufen am 11. Mai 2011</ref>

Geologie

Bis vor etwa 7 Millionen Jahren verlief die damals aktive Riftzone von Snæfellsnes ausgehend über die Halbinsel Skagi und von dort ins Nordpolarmeer. Damals gab es auf Skagi aktiven Vulkanismus. Anschließend verlagerte sich die Riftzone nach Osten.<ref>Lebn Schuyler: Volcanic strategraphy and petrology of the Northern Snaefellsnes Rift, Southern Laxárdalsfjöll, Iceland. Whitman College, o. J. (englisch). <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />keckgeology.org (Memento des Vorlage:IconExternal vom 18. Januar 2022 im Internet Archive; PDF; 1,1 MB)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/keckgeology.org abgerufen am 14. Mai 2011.</ref>

Besiedelung und Landwirtschaft

Der Großteil der äußeren Halbinsel ist nicht (mehr) bewohnt. Jedoch nutzt man die Strände für die Eiderentenaufzucht. Die Bauern, denen der entsprechende Grund gehört, profitieren von den Daunen, aber auch vom angeschwemmten Treibholz. Die Weiden werden für die Schafzucht und Pferdezucht genutzt.

Auf der Westseite der Halbinsel befinden sich noch einige bewirtschaftete Höfe.<ref name="nat" />

Die kleinen Orte Sauðárkrókur und Blönduós begrenzen die Halbinsel im Südwesten bzw. Südosten.

Im Westen von Skagi liegt zudem das Dorf Skagaströnd.

Verkehrsanbindung

Der Skagastrandarvegur, die Straße 74, verbindet auf 22 km Länge Blönduós an der Ringstraße mit dem Ort Skagaströnd. Weiter im Norden führt der 83 km lange Skagavegur, die Straße 745, weiter nach Sauðárkrókur und umrundet dabei die Spitze der Halbinsel, wohingegen die Straße 744 die Halbinsel etwas nördlich von Blönduós quert und ebenfalls nach Sauðárkrókur im Skagafjörður führt.

Die Ringstraße stellt die Hauptverbindung zwischen Húnavatnssýsla (Blönduós) und Skagafjörður (Varmahlíð) über den Pass Bolstaðahlið bzw. Vatnsskarð her.<ref> Karte des Vegag vegagerdin.is, isländische Straßenwacht, zu den Straßenverbindungen und zur aktuellen Straßenlage (englisch).</ref><ref>Webcam Vatnsskarð. isländische Straßenwacht.</ref>

Es führen keine anderen Straßen durch die Halbinsel, auf der es viele Seen gibt.

Südlich von Blönduós hat man einen Flugplatz eingerichtet, der seit 1973 in Betrieb ist.

Eisbären

Im Jahr 2008 wurden 2 Eisbären auf Skagi gesichtet und erschossen. Sie waren wohl mit Treibeis von Grönland aus dorthin gelangt. Im einen Fall versuchte man das Tier zu retten und ließ für teures Geld einen Spezialisten aus Dänemark einfliegen, aber bevor er in Aktion treten konnte, wurde der Eisbär erschossen.<ref name="nat" />

Siehe auch

Literatur

  • Peter Everts: Die Geologie von Skagi und der Ostseite des Skagafjords (Nord-Island) unter besonderer Berücksichtigung der Petrographie und Geochemie der Basalte. Stollfuss, Bonn 1975; openlibrary.org
  • Jón Torfason: Húnaþing eystra frá jöklum til ystu stranda. Ferðafélag Íslands, árbók 2007. Reykjavík 2007.

Weblinks

Zur Geologie der Halbinsel

Andere

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein