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Agave tequilana

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Agave tequilana
Datei:Agave tequilana 1.jpg

Agave tequilana am Fundort in Jalisco in Mexiko

Systematik
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
Unterfamilie: Agavengewächse (Agavoideae)
Gattung: Agaven (Agave)
Untergattung: Agave
Art: Agave tequilana
Wissenschaftlicher Name
Agave tequilana
F.A.C.Weber

Agave tequilana ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Agaven (Agave).

Beschreibung

Agave tequilana besitzt einen kurzen dicken Stamm und erreicht eine Wuchshöhe von 30 bis 50 Zentimetern. Ihre strahlenförmig ausgebreitete Rosette, an der sich Absenker bilden, hat einen Durchmesser von 1,2 bis 1,8 Metern. Die meist starr ausgebreiteten, spitz zulaufenden Laubblätter sind aufsteigend bis horizontal und fest faserig. Sie verschmälern und verdicken sich zur Basis hin und sind in der Mitte am breitesten. Die glauk-bläulich grüne bis graugrüne, manchmal quer gebänderte Blattspreite ist 90 bis 120 Zentimeter lang und 8 bis 12 Zentimeter breit. Der Blattrand ist gerade bis wellig oder ausgeschweift. Die hell- bis dunkelbraunen Randzähne stehen in der Spreitenmitte meist 3 bis 6 Millimeter, sonst 1 bis 2 Zentimeter voneinander entfernt. Der Enddorn ist oberseits abgeflacht oder offen gefurcht und 1 bis 2 Zentimeter lang.

Der „rispige“, dicht verzweigte Blütenstand wird zwischen 5 und 6 Meter lang. Die mehrfach diffus zusammengesetzten Teilblütenstände bestehen aus 20 bis 25 Blüten von 68 bis 75 Millimeter Länge mit grünen Tepalen. Die trichterförmige Blütenröhre ist 10 Millimeter lang. Der Fruchtknoten ist zwischen 28 und 32 Millimeter lang.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 60, 90, 120 oder 150.<ref>Agave tequilana bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref>

Systematik und Verbreitung

Agave tequilana wächst in den mexikanischen Bundesstaaten Sonora, Sinaloa, Jalisco, Michoacán und Oaxaca.

Die Erstbeschreibung wurde 1902 von Frédéric Albert Constantin Weber veröffentlicht.<ref>A. Weber: Notes sur quelques Agaves du Mexique occidental et de la Basse-Californie. In: Bulletin du Muséum d’Histoire Naturelle. Band 8, Paris 1902, S. 220 (online).</ref> Synonyme sind Agave palmeris <templatestyles src="Person/styles.css" />Trel., Agave pesmulae <templatestyles src="Person/styles.css" />Trel. und Agave subtilis <templatestyles src="Person/styles.css" />Trel..

Agave tequiliana ist ein Vertreter der Gruppe Rigidae.<ref>Howard Scott Gentry: Agaves of Continental North America. 1982, S. 551.</ref> Sie ist nahe verwandt mit Agave vivipara, jedoch sind Unterschiede in Form, Größe, Blatt- und Blütenstruktur erkennbar.<ref>Howard Scott Gentry: Agaves of Continental North America. 1982, S. 583.</ref> Agave tequiliana wird im Arizona Sonora Desert Museum in Tucson kultiviert

Verwendung

Aus Agave tequiliana wird Tequila hergestellt.

Nachweise

Literatur

  • August J. Breitung: Agave tequilana. In: The Agaves. The Cactus & Succulent Journal Yearbook. 1968, S. 45, 48.
  • Howard Scott Gentry: Agaves of Continental North America. University of Arizona Press, 1982, ISBN 0-8165-0775-9, S. 582–585.
  • Mary Irish, Gary Irish: Agaves, yuccas, and related plants. A Gardener’s Guide. Timber Press, 2000, ISBN 0-88192-442-3, S. 171–172, Pl. 43.
  • J. Thiede: Agavaceae. In: Urs Eggli (Hrsg.): Sukkulenten-Lexikon. Einkeimblättrige Pflanzen (Monocotyledonen). Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3662-7, S. 67.
  • Thomas Heller: Agaven. Ntv, Münster 2006, ISBN 3-937285-59-8, S. 29–34.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Agave tequilana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien