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Sanspareil

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Sanspareil
Markt Wonsees
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(82)&title=Sanspareil 49° 59′ N, 11° 19′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(82) 49° 59′ 4″ N, 11° 18′ 55″ O
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Höhe: 484 (470–500) m ü. NHN
Einwohner: 82 (25. Mai 1987)<ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 317 (Digitalisat).</ref>
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 96197
Vorwahl: 09274
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Datei:Sanspareil Luftbild.jpg
Sanspareil und die Burg Zwernitz von Süden
Datei:Sanspareil Luftbild West.jpg
Luftbild von Westen
Datei:Sanspareil - Morgenländischer Bau.jpg
Morgenländischer Bau

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Hühnerloch im Felsengarten
Eiskeller im Felsengarten
Datei:Sanspareil Park.png
Blick vom Morgenländischen Bau auf den Küchentrakt
Datei:Wonsees Sanspareil Ruinentheater.jpg
Ruinentheater

Sanspareil ([<templatestyles src="IPA/styles.css" />sɑ̃paˈʀɛj], oberfränkisch: Sambarell)<ref>E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 201. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „sambarell“.</ref> ist ein Dorf in der Marktgemeinde Wonsees im oberfränkischen Landkreis Kulmbach in Bayern.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Sanspareil hat eine Fläche von 16,240 km². Sie ist in 1945 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 8349,52 m² haben.<ref>Gemarkung Sanspareil (091789). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 14. Dezember 2024.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Gelbsreuth, Großenhül und Kleinhül.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Dezember 2024.</ref> Bekannt ist der Ort durch den Felsengarten Sanspareil unterhalb der mittelalterlichen Hohenzollernburg Zwernitz.

Geographische Lage

Das Dorf Sanspareil mit der Burg Zwernitz liegt im Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura und ist etwa 20 km von Bayreuth im Osten und 16 km von Kulmbach im Nordosten entfernt. Im Nordteil der Fränkischen Alb schmiegt es sich an einen schmalen Dolomitfelsen (ca. 470 bis 500 m ü. NN<ref name="BfN-Karten"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kartendienste (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. Dezember 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bfn.de des BfN</ref>). Das Dorf ist von der nördlich gelegenen Anschlussstelle Schirradorf (Nr. 21) der Bundesautobahn 70 zu erreichen. Durch den Ort verläuft der Fränkische Marienweg.

Geschichte

Anlegen ließ diesen Garten Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth, die Schwester Friedrichs des Großen, im Jahre 1744. Als Architekten des Felsengartens werden Joseph Saint-Pierre und Giovanni Battista Pedrozzi genannt. Der Name des Parks geht auf den Ausruf einer Hofdame des Bayreuther Markgrafen zurück: „C’est sans pareil!“ (Dies ist ohnegleichen!). Markgräfin Wilhelmine beabsichtigte, dort damals übliche Wasserspiele anlegen zu lassen. Dies war jedoch angesichts der Lage mit damaligen Mitteln nicht machbar, so dass sich die Gesamtanlage nicht weiter ausbauen ließ. Das Interesse der Markgräfin ließ daher wesentlich nach. Ergänzt wurde der Garten von Markgraf Carl Alexander. Das Felsentheater wurde als römische Ruine gestaltet, eine natürliche Felsgrotte dient als Zuschauerraum.

In den nachfolgenden Jahrhunderten verfiel die Anlage. Die vielen Bauten verschwanden, da sie – vor allem im Park – nur aus Holz gefertigt waren, oder wurden auf Abbruch verkauft, um für eine Straße Platz zu schaffen. Gegenwärtig sind nur noch der Morgenländische Bau, das Felsentheater und der Küchenbau vorhanden. 1984 wurde das abgesenkte Parterre zwischen dem Morgenländischen Bau und dem Küchenbau nach einer Stichvorlage von 1748 rekonstruiert.

Mit dem Gemeindeedikt wurde Sanspareil dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Wonsees zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Sanspareil, zu der Gelbsreuth, Großenhül und Kleinhül gehörten.<ref name="B771">R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 771f.</ref> Am 1. Juli 1972 wurde Sanspareil im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Markt Wonsees eingegliedert.<ref></ref><ref>Wonsees > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 14. Dezember 2024.</ref>

Anlage

Im Garten befinden sich eine große Anzahl bizarrer Felsgruppen, eine Grottenanlage, Architekturelemente und Skulpturen aus der griechischen Mythologie. Das markanteste Beispiel ist das Felsentheater in Form einer künstlichen Ruine, das noch bespielt wird, unter anderem von der Studiobühne Bayreuth. Das gesamte Ensemble sollte die Kulisse zu Szenen aus dem Roman Les Aventures de Télémaque, fils d’Ulysse (deutsch 1733 mit dem Titel: Die seltsamen Begebenheiten des Telemach) des Erzbischofs François Fénelon bilden. Ein ähnlicher Felsengarten ist die Eremitage (Arlesheim) in der Schweiz.

Im kleinen Innenhof des Morgenländischen Baus wächst ein Baum.

Sonstiges

1808 und 1809 verübte Anna Margaretha Zwanziger in Sanspareil zwei Giftmorde.

Das Ensemble aus Park, Morgenländischem Bau und der mittelalterlichen Burg Zwernitz wurde von dem Unternehmen Briggs & Stratton im Sommer 2002 zum schönsten Park in Deutschland gekürt.

Literatur

nach Autoren / Herausgebern alphabetisch geordnet

Weblinks

Fußnoten

<references />

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Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein