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Davalliaceae

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Davalliaceae
Datei:Davallia canariensis (Los Tilos) 01.jpg

Kanarischer Hasenpfotenfarn (Davallia canariensis) mit den lang kriechenden Rhizomen

Systematik
Reich: Pflanzen (Plantae)
Abteilung: Gefäßpflanzen (Tracheophyta)
Farne
Klasse: Echte Farne (Polypodiopsida)
Ordnung: Tüpfelfarnartige (Polypodiales)
Familie: Davalliaceae
Wissenschaftlicher Name
Davalliaceae
M.R.Schomb.

Die Davalliaceae sind eine Pflanzenfamilie innerhalb der Klasse Echten Farne (Polypodiopsida).Die vier oder fünf Gattungen mit 35 bis 65 Arten gedeihen in der Paläotropis.

Merkmale

Es handelt sich um ausdauernde krautige Pflanzen. Die Rhizome sind lang kriechend. Sie haben eine Dictyostele, sind dorsiventral und tragen Schuppen. Alte Blätter fallen mitsamt ihren Blattbasen ab. Die Blattspreiten sind meist ein- bis vierfach gefiedert, selten ungeteilt. Sterile und fertile Blätter sind gleich gestaltet (monomorph). Die Nerven enden frei, verzweigen sich gabelig oder fiedrig.

Die Sori stehen an den Blattunterseiten, nahe dem Blattrand (inframarginal) oder deutlich vom Rand abgesetzt. Sie sind rund mit becher-, nieren- oder mondförmigen Indusien. Die Sporangien haben einen dreireihigen, langen Stiel. Der Anulus steht vertikal. Die Sporen sind ellipsoidisch, monolet (einfache Narbe), gelb bis braun.

Der Gametophyt ist grün und herzförmig.

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 40.

Ökologie

Die meisten Arten der Familie Davalliaceae wachsen epiphytisch, seltener lithophytisch.

Datei:Davallia canariensis 001.JPG
Kanarischer Hasenpfotenfarn (Davallia canariensis)
Datei:Scyphularia pentaphylla kz6.jpg
Davallia pentaphylla

Systematik und Verbreitung

Die Familie Davalliaceae wurde durch Moritz Richard Schomburgk aufgestellt.

Die Familie Davalliaceae ist im hier angegebenen Umfang wahrscheinlich monophyletisch. Ihr Schwestertaxon sind die Polypodiaceae. Die Gattungsgrenzen von Araiostegia, Davallia und Pachypleuria gegeneinander sind schlecht definiert, alle dürften im jetzigen Umfang para- oder polyphyletisch sein.

Die Arten der Familie Davalliaceae sind hauptsächlich vom subtropischen bis tropischen Asien verbreitet. Wenige Arten reichen bis Afrika, eine Art kommt im nordwestlichen Afrika, in Südwesteuropa sowie Makaronesien vor. In China gibt es vier Gattungen mit etwa 17 Arten, drei davon nur dort.<ref name="FoC2013" />

Die Familie Davalliaceae umfasst vier oder fünf Gattungen mit insgesamt 35<ref name="FoC2013" /> bis 65<ref name="Smith2006" /> Arten. Nach neueren Erkenntnissen werden alle besser in eine einzige Gattung Davallia gestellt.<ref name="Hassler2020" />

  • Araiostegia <templatestyles src="Person/styles.css" />Copel. (Syn.: Araiostegiella <templatestyles src="Person/styles.css" />M.Kato & Tsutsumi): Die etwa zehn Arten sind von Indien über Myanmar bis China verbreitet. Das südwestliche China ist das Zentrum der Artenvielfalt. In gibt es etwa vier Arten, eine davon nur dort.<ref name="FoC2013" />
  • Hasenpfotenfarne (Davallia <templatestyles src="Person/styles.css" />Sm., Syn.: Humata <templatestyles src="Person/styles.css" />Cav., Parasorus <templatestyles src="Person/styles.css" />Alderw., Scyphularia <templatestyles src="Person/styles.css" />Fée): Die etwa 40 Arten sind von Inseln im Atlantischen Ozeans über Afrika und Südasien bis Malaysia, Japan, nordöstlichen Australien und Pazifischen Inseln weitverbreitet. In China gibt es sechs Arten, eine davon nur dort.<ref name="FoC2013" /> Zu dieser Gattung gehört auch:
  • Davallodes <templatestyles src="Person/styles.css" />(Copel.) Copel.: Die etwa zwei Arten kommen in Malesien vor.
  • Humata <templatestyles src="Person/styles.css" />Cav. (Pachypleuria <templatestyles src="Person/styles.css" />(C.Presl) C.Presl): Die etwa 50 Arten sind hauptsächlich von Südostasien bis Polynesien verbreitet. In China gibt es vier Arten.<ref name="FoC2013" />
  • Paradavallodes <templatestyles src="Person/styles.css" />Ching: Die etwa drei Arten kommen im westlichen bis südwestlichen China, im nördlichen Indien, in Nepal, Myanmar sowie im nördlichen Vietnam vor. Alle drei Arten gibt es in China, eine davon nur dort.<ref name="FoC2013" />

Quellen

Literatur

  • Alan R. Smith, Kathleen M. Pryer, Eric Schuettpelz, Petra Korall, Harald Schneider, Paul G. Wolf: A classification for extant ferns. In: Taxon. Volume 55, Issue 3, 2006, S. 705–731. doi:10.2307/25065646
  • A. Lawalrée: Davallia Sm. In: Thomas Gaskell Tutin et al.: Flora Europaea. 2. Auflage, Band 1, Seite 31. Cambridge University Press 1993, ISBN 0-521-41007-X.
  • Fuwu Xing, Wang Faguo, Hans P. Nooteboom: In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 2–3: Lycopodiaceae through Polypodiaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2013, ISBN 978-1-935641-11-7. Davalliaceae, S. 749-756 – textgleich online wie gedrucktes Werk.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Smith2006"> Alan R. Smith, Kathleen M. Pryer, Eric Schuettpelz, Petra Korall, Harald Schneider, Paul G. Wolf: A classification for extant ferns. In: Taxon. Volume 55, Issue 3, 2006, S. 705–731. doi:10.2307/25065646 </ref> <ref name="FoC2013"> Fuwu Xing, Wang Faguo, Hans P. Nooteboom: Davalliaceae, S. 749-756 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 2–3: Lycopodiaceae through Polypodiaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2013, ISBN 978-1-935641-11-7. </ref> <ref name="Hassler2020">Michael Hassler: Taxon in Suchmaske eintragen bei World Ferns. - Synonymic Checklist and Distribution of Ferns and Lycophytes of the World. Version 12.10 vom Februar 2022.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Davalliaceae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien