Amazon Web Services
| Amazon Web Services, Inc.
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Amazon Web Services 2025.svg | |
| Rechtsform | Corporation |
| Gründung | 2006<ref>Informationen zu AWS. In: aws.amazon.com. Amazon Web Services, Inc., abgerufen am 19. März 2017.</ref> |
| Sitz | Seattle, Washington, Datei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten |
| Leitung | Matt Garman (CEO)<ref>Andy Jassy makes AWS leadership announcement. In: aboutamazon.com. 14. Mai 2024, abgerufen am 27. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> |
| Umsatz | 107,6 Mrd. US-Dollar (2024)<ref>Amazon.com, Inc. - Amazon.com Announces Fourth Quarter Results. 9. April 2025, abgerufen am 16. April 2025.</ref> |
| Branche | Cloud Computing |
| Website | aws.amazon.com |
Amazon Web Services (AWS) ist ein US-amerikanischer Cloud-Computing-Anbieter, der 2006 als Tochterunternehmen des Online-Versandhändlers Amazon.com gegründet wurde. Zahlreiche populäre Dienste wie beispielsweise Dropbox, Netflix, Foursquare oder Reddit greifen auf die Dienste von Amazon Web Services zurück. 2017 stufte Gartner AWS als führenden internationalen Anbieter im Cloud Computing ein.<ref>Helene Laube: Kampf um die Cloud: So balgen sich die Tech-Riesen. In: handelszeitung.ch. 1. Dezember 2018, abgerufen am 1. Dezember 2018.</ref>
Geschichte
AWS wurde 2006 gestartet, um Entwicklern eine IT-Infrastruktur auf Abruf anbieten zu können; im Fokus standen von Beginn an vornehmlich Unternehmen und weniger Endanwender.<ref>Katrin Hofmann: Amazon zielt mit Amazon Web Services verstärkt auf Unternehmen ab. In: IT Business. 1. August 2011, abgerufen am 31. August 2013.</ref> Das Unternehmen benötigte für den Betrieb seiner E-Commerce-Plattform selbst global verteilte Rechenzentren und hochverfügbare Dienste sowie Schnittstellen zu anderen Anwendungen, die mit Amazon Web Services auch Dritten bereitgestellt werden sollten.<ref>Philipp Strube: Amazons Web Services im Überblick: Das Cloud-Computing-Universum. In: t3n Magazin. 4. März 2010, abgerufen am 31. August 2013.</ref> Amazon ging diesen Schritt aber nicht, um seine Kapazitäten besser auszulasten.<ref>How and why did Amazon get into the cloud computing business? Rumor has it that they wanted to 'lease' out their excess capacity outside of the holiday season (November–January). Is that true? - Updated – Quora. Abgerufen am 30. November 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der erste AWS-Dienst für virtuelle Server wurde an einem Standort des Unternehmens in Südafrika konzipiert.<ref>Jack Clark: How Amazon exposed its guts: The History of AWS's EC2. In: ZDNet. 7. Juni 2012, abgerufen am 31. August 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Amazon Web Services werden teilweise kostenlos angeboten. Im November 2010 wurde ein Programm namens {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) gestartet, das Rechenleistung (750 Stunden) und andere beliebte AWS-Dienste in begrenztem Ausmaß beinhaltet. Nach Ablauf des ersten Jahres müssen Kunden auf einen kommerziellen Tarif wechseln und die üblichen Gebühren entrichten. Die Einführung eines kostenlosen Kontingents wurde allgemein als Reaktion auf OpenStack gesehen, das insbesondere vom konkurrierenden Unternehmen Rackspace forciert wird.<ref>Falk Hedemann: Amazon AWS: Ein Jahr Amazon Cloud Hosting ab 01.11. kostenfrei! In: t3n Magazin. 22. Oktober 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. August 2013; abgerufen am 26. August 2013.</ref>
Amazon betreibt zudem in Deutschland, Rumänien und den Niederlanden Entwicklungszentren, in denen an künftigen Technologien für AWS gearbeitet wird.<ref>Golem.de: IT-News für Profis. Abgerufen am 28. Juni 2021.</ref> In Frankfurt am Main betreibt der Konzern drei Rechenzentren.<ref>Third AZ in EU (Frankfurt) Region. Amazon, abgerufen am 24. September 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In der Schweiz hat sich AWS in Zürich (seit 2016), Genf (seit 2017) und Bern (seit 2022) niedergelassen.
Im Oktober 2021 erhielt AWS den Großauftrag der britischen Geheimdienste (MI5, MI6 und GCHQ), ein Cloud-System für geheime Daten in Großbritannien aufzubauen.<ref>Amazon und britischer Geheimdienst schließen laut Financial Times Deal. In: Der Spiegel. 26. Oktober 2021, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 26. Oktober 2021]).</ref>
Bestandteile
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Server
Bei der EC2 ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) handelt es sich um virtuelle Server, die entweder mit einer Linux-Distribution oder Microsoft Windows Server laufen. Sie besitzen keine feste Vertragslaufzeit und werden stundenweise oder sogar sekundenweise abgerechnet.<ref>Preise für Amazon EC2 – AWS. In: amazon.com. Abgerufen am 5. Dezember 2017.</ref> Es stehen mehrere Tarife zur Auswahl, die sich anhand des verfügbaren Arbeitsspeichers und der {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), die virtuellen Prozessoren entsprechen, unterscheiden. Im Vergleich zu anderen Anbietern sind Instanzen virtueller Maschinen nicht persistent. Das heißt, der Inhalt des Arbeitsspeichers wird beim Stoppen der Instanz gelöscht.<ref>Amazon Elastic Compute Cloud. In: amazon.com. Amazon, abgerufen am 29. August 2013.</ref>
Speicher
S3 ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist ein Filehosting-Dienst, der theoretisch beliebig große Datenmengen speichern kann und nach Verbrauch abgerechnet wird. Der Zugriff erfolgt über HTTP/HTTPS. Amazon hat das Konzept der {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) zuerst eingeführt, das Verzeichnissen und Dateien ähnelt und sich als Standard etabliert hat, den auch andere Anbieter nachahmen.<ref name="aws-s3">Amazon Simple Storage Service. Amazon, abgerufen am 29. August 2013.</ref> Außerdem bietet Amazon mit {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Netzlaufwerke und mit {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Archivierung von Dateien. Amazon verspricht eine „99,999999999“-prozentige Haltbarkeit der Daten.<ref name="aws-s3" />
Amazon Elastic Block Store (EBS) stellt Speicher auf Blockebene bereit, der an Amazon EC2-Instanzen angehängt werden kann.<ref>AWS | Amazon Elastic Block Store EBS – Incremental Backup. In: amazon.com. Abgerufen am 18. Oktober 2019.</ref>
Um den Transfer großer Datenmengen zu erleichtern, stellt AWS mit dem Service Snowball mietbare Festplattenspeicher zur Verfügung, auf die große Datenmengen kopiert werden können und per Paketdienst zurückgeschickt werden. Der Transfer sehr großer Datenmengen (einige hundert Terabyte bis Petabyte) in die Cloud erfolgt somit deutlich schneller.<ref>AWS Snowball | Physische Migration von Petabyte-Datensätzen | Amazon Web Services. In: amazon.com. Abgerufen am 11. Februar 2020.</ref>
Netzwerk
CloudFront ist ein Content Delivery Network, das Inhalte aus anderen AWS-Diensten wie beispielsweise EC2 oder S3 global verteilt bereitstellen kann, um die Zugriffszeit zu reduzieren. Der Dienst ist auf das HTTP(S)-Protokoll eingeschränkt und wird nach abgerufenen Gigabyte in Abhängigkeit von der jeweiligen Region berechnet. Je nach Konfiguration können einzelne Dateien oder ganze Domains über CloudFront bereitgestellt werden, optional auch verschlüsselt über TLS.<ref>Amazon CloudFront. In: amazon.com. Amazon, abgerufen am 29. August 2013.</ref> Die TLS-Zertifikate werden von Amazon Trust Services ausgestellt. Zusätzlich betreibt Amazon unter dem Namen Route 53 einen Domain Name Service, der die wechselseitige Übersetzung von IP-Adressen und Domains ermöglicht. Die Abrechnung wird nach genutzten Zonen gestaffelt.<ref>Amazon Route 53. In: amazon.com. Amazon, abgerufen am 29. August 2013.</ref>
Datenbank
Als virtuelle Datenbank kann entweder SimpleDB oder {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (kurz RDS) genutzt werden. Erstere ist für die Ablage einfacher – das heißt nicht relationaler – Informationen gedacht, die sich in Form von Objekten und Eigenschaften strukturieren lassen.<ref>Amazon SimpleDB. Amazon, abgerufen am 29. August 2013.</ref> SimpleDB befindet sich laut Amazon immer noch im Betatest, während RDS offiziell unterstützt wird. Der Relational Database Service beinhaltet eine virtuelle Datenbank, die entweder auf MySQL, Microsoft SQL Server oder Oracle basiert. Während SimpleDB ausschließlich nach dem verbrauchten Speicher abgerechnet wird, setzten sich die Tarife von Amazon RDS aus Speicher und Rechenleistung der gewählten Instanz zusammen.<ref>Amazon Relational Database Service. In: amazon.com. Amazon, abgerufen am 29. August 2013.</ref>
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Entwicklung
Amazon bietet mit Elastic Beanstalk eine PaaS für Java, Python, Docker und weitere Plattformen.<ref>Amazon Elastic Beanstalk. In: amazon.com. Amazon, abgerufen am 29. August 2013.</ref> Zusätzlich werden mit {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) oder {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) weitere Dienste für Entwickler bereitgestellt. Letzterer eignet sich beispielsweise dazu, Benachrichtigungen über bestimmte Ereignisse anderer AWS-Dienste per E-Mail oder SMS zu versenden.<ref>Amazon Simple Notification Service. In: amazon.com. Amazon, abgerufen am 29. August 2013.</ref> Ferner können Anwendungen auf Amazon Web Services im sogenannten AWS Marketplace bereitgestellt werden, wo sie durch Dritte gebucht werden können.<ref>Amazon AWS Marketplace. In: amazon.com. Amazon, abgerufen am 29. August 2013.</ref>
Verzeichnis
AWS Identity and Access Management (IAM genannt) ist ein Verzeichnisdienst zur Verwaltung von Benutzern und Ressourcen in einer Organisation. Ohne Amazon IAM beschränkt sich die Anmeldung auf beliebige AWS-Dienste auf das persönliche Amazon-Konto, das administrative Rechte gewährt und im produktiven Einsatz möglicherweise ein Sicherheitsrisiko darstellt. Mit Hilfe von Identity and Access Management lassen sich Benutzer anlegen, in Gruppen zusammenfassen und ihr Zugriff auf nahezu alle AWS-Dienste wie zum Beispiel EC2 oder S3 regeln.<ref>Amazon AWS Identity and Access Management. In: amazon.com. Amazon, abgerufen am 29. August 2013.</ref>
Verwaltung
In den letzten Jahren hat Amazon zahlreiche Webservices entwickelt, welche der Verwaltung des Kernangebots dienen. Beispielsweise wurde im Mai 2009 mit {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) die Möglichkeit eingeführt, virtuelle Server auf EC2 zu überwachen und gegebenenfalls anhand der Auslastung den gewählten Tarif und dessen Ressourcen automatisch anzupassen (Skalierbarkeit).<ref>Falk Hedemann: Cloud Computing: Amazon EC2 Web Services mit wichtigen neuen Funktionen. In: t3n Magazin. 18. Mai 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. April 2012; abgerufen am 29. August 2013.</ref> Seit Anfang 2012 kann mit {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) eine dedizierte Netzwerkverbindung zu Amazon Web Services hergestellt werden, die über dritte Webhoster realisiert wird und den Transfer großer Datenmengen erleichtern sowie die IT-Sicherheit und den Datenschutz verbessern soll.<ref>Christian Kirsch: Dedizierte Netzanbindung für Amazons Cloud. In: iX. Heise Verlag, 11. Januar 2012, abgerufen am 29. August 2013.</ref>
Sonstiges
Während alle übrigen Dienste auf technischen Dienstleistungen basieren, bildet {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (nach der englischen Bezeichnung des Schachtürken) eine Ausnahme: Dort können Aufträge eingestellt werden, die sich in kleine Aufgaben stückeln lassen und durch Menschen abgearbeitet werden. Das schließt beispielsweise einfache Suchaufträge im World Wide Web ein oder die Korrektur von Rechtschreibfehlern in einzelnen Sätzen. Auch für die Erkennung von Objekten auf Bildern (etwa Mensch oder Tier) wird Mechanical Turk häufig verwendet.<ref>Amazon Mechanical Turk. In: amazon.com. Amazon, abgerufen am 29. August 2013.</ref> Der Dienst befindet sich immer noch im Betatest.
Datenschutz
Weil Amazon ein US-amerikanisches Unternehmen ist, steht Amazon Web Services wie vergleichbare Dienste im Bezug auf den Datenschutz seit Jahren in Deutschland in der Kritik.<ref>Harald Weiss, Kathrin Schmitt: Mehr Akzeptanz, mehr Nutzer – weniger Probleme. In: CHIP Online. 13. Februar 2013, abgerufen am 29. August 2013.</ref> Um das Problem zu kompensieren, bietet Amazon sogenannte Regionen an, die wiederum in {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) unterteilt sind und physischen Standorten für die Speicherung von Daten entsprechen.<ref>Regions and Availability Zones. In: AWS Documentation. Amazon, abgerufen am 29. August 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Beispielsweise können für Amazon EC2 die Regionen Irland (eu-west-1) und Frankfurt am Main (eu-central-1) gewählt werden, sodass Instanzen nur dort ausgeführt werden. Seit 2007 stehen Regionen außerhalb der Vereinigten Staaten auch für Amazon S3 zur Verfügung.<ref>Jan Christe: Amazon S3 speichert jetzt auch in Europa. In: t3n Magazin. 6. November 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. Juli 2014; abgerufen am 29. August 2013.</ref> In der EU befindliche Server schützen jedoch nicht vor Zugriff von US-amerikanischen Behörden im Rahmen des Cloud Acts.
Um den Datenschutz zu verbessern, gewährt Amazon Entwicklern außerdem ausdrücklich die Möglichkeit, auf AWS hinterlegte Daten selbst noch einmal zu verschlüsseln – auch bei Verwendung eines offiziellen Software Development Kits. Großen Unternehmen wird die Verwendung von Hardwareverschlüsselung mit individuellen Komponenten gestattet.<ref>Jochen Weber: Cloud-Dienste für Startups: „Automatisierung ist Pflicht“. In: t3n Magazin. 26. August 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. August 2013; abgerufen am 29. August 2013.</ref>
Sofern die Dienste für personenbezogene Daten verwendet werden, handelt es sich um eine Auftragsdatenverarbeitung. Nach Art. 28 DS-GVO muss der Auftragnehmer dem Verantwortlichen nicht nur alle nötigen Informationen bereitstellen, er muss ihm auch eigene Inspektionen ermöglichen, d. h. der Auftraggeber selbst zu auditieren oder einen Auditor zu benennen. Die Vereinbarungen der DPA für die AWS erfüllen diese Voraussetzungen aber nicht. Ein Artikel in der DuD weist auf elf Rechtsverstöße bei der Auftragsverarbeitung mittels Amazon Web Services hin.<ref>Jonas Breyer, Anja Hirschel: Elf Rechtsverstöße bei der Auftragsverarbeitung (“DPA”) mittels AWS Amazon Web Services – Teil 2 von 2. In: Datenschutz und Datensicherheit - DuD. Band 49, Nr. 2, Februar 2025, ISSN 1614-0702, S. 97–104, doi:10.1007/s11623-025-2050-2 (springer.com [abgerufen am 14. März 2025]).</ref>
Unternehmensstrategie
Auf die regelmäßigen Vorbehalte gegenüber amerikanischen Tech-Konzernen reagiert AWS mit dem Aufbau der „European Sovereign Cloud“, kurz ESC, die im Januar 2026 in Deutschland in Betrieb genommen wird.<ref>Harald Weiss: AWS-Cloud: Marketing statt Souveränität. In: VDI nachrichten - Das Nachrichtenportal für Ingenieure. 19. Januar 2026, abgerufen am 21. Januar 2026.</ref> Für den Betrieb ist eine eigenständige deutsche GmbH verantwortlich. Ein „System aus mehreren Schutzschichten“ verhindere nach Aussagen des Unternehmens unrechtmäßigen Datenzugriff.<ref>Christof Kerkmann: Technologie: So will AWS die deutsche Cloud vor fremden Zugriffen schützen. Handelsblatt, 15. Januar 2026, abgerufen am 16. Januar 2026.</ref><ref>Alexander Siegert: AWS European Sovereign Cloud in Betrieb genommen. In: it-business.de. 16. Januar 2026, abgerufen am 16. Januar 2026.</ref> Dazu werden umfangreiche Investitionen in Milliardenhöhe getätigt und eine "eigenständige Governance" durch ausschließlich europäische Führungskräfte aufgebaut.<ref>Multimilliarden AWS Cloud-Projekt in Brandenburg erhält eigenständige Governance. About Amazon, 3. Juni 2025, abgerufen am 16. Januar 2026.</ref>
Kritik
Immer wieder wurden gravierende Sicherheitslücken in Amazon Web Services bekannt, weshalb die Plattform von Experten kritisch beurteilt wird.<ref>Tobias Wendehost: Sicherheitslücken in der Amazon-Cloud entdeckt. In: Computerwoche. 24. Oktober 2011, abgerufen am 31. August 2013.</ref> Außerdem wurde 2013 bekannt, dass Amazon einen Großauftrag der CIA erhalten habe und deren Public Cloud betreiben werde, was weitere Zweifel am Datenschutz des Angebots aufkommen ließ.<ref>Varinia Bernau: Eher heiter als wolkig. In: Süddeutsche Zeitung. 23. Juli 2013, abgerufen am 31. August 2013.</ref> Amazon setzte sich mit AWS bei der Vergabe gegen IBM und andere Bewerber durch.<ref>Bernard Golden: What the CIA Private Cloud Really Says About Amazon Web Services. In: CIO. 6. August 2013, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 31. August 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
Im Dezember 2010 wurde Amazon Web Services kurzzeitig von WikiLeaks genutzt, um die Last auf ihren eigenen Servern zu reduzieren. Diese waren aufgrund der Veröffentlichung diplomatischer Depeschen unter Druck geraten und konnten die Inhalte zeitweise überhaupt nicht mehr ausliefern. Amazon sperrte kurze Zeit nach Bekanntwerden des Kundenverhältnisses den Zugriff für WikiLeaks, da dort laut einer offiziellen Stellungnahme des Unternehmens „illegales Material“ bereitgestellt wurde. Beobachter gingen allerdings von politischem Druck als maßgeblichem Grund aus, insbesondere seitens des Senators Joe Lieberman.<ref>Falk Hedemann: Amazon verbannt WikiLeaks von seinen Servern. In: t3n Magazin. 2. Dezember 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. Mai 2014; abgerufen am 26. August 2013.</ref> Die Entscheidung Amazons wurde öffentlich kontrovers beurteilt und erreichte breite mediale Aufmerksamkeit.<ref>Boykott: Amazon verbannt WikiLeaks von Servern. In: Spiegel Online. 1. Dezember 2010, abgerufen am 26. August 2013.</ref>
Amazon gibt an, seine Rechenzentren nach den branchenüblichen Verfahren zu schützen, insbesondere vor Stromausfällen. Allerdings steht das Unternehmen in der Kritik, da dennoch immer wieder gravierende Probleme auftreten. So führte beispielsweise ein Blitzschlag im August 2011 dazu, dass Dienste im irischen Rechenzentrum nicht verfügbar waren und daraufhin zahlreiche andere Onlinedienste ausfielen. Der Fall erregte breite Aufmerksamkeit, da neben Amazon auch Microsoft betroffen war.<ref>Dieter Petereit: Blitzeinschlag in Dublin: Amazon und Microsoft offline. In: t3n Magazin. 8. August 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 16. April 2014; abgerufen am 29. August 2013.</ref> Im Juli 2012 trat ein ähnlicher Fehler auf, der zwar durch die Notstromversorgung aufgefangen wurde, die wiederum aber wenig später ebenfalls eine technische Störung aufwies. Nach dem dreifachen Ausfall wurden Amazon mangelnde Tests seiner Systeme vorgeworfen.<ref>Achim Sawall: Dreifacher Stromausfall verursachte Auszeit. In: Golem. 19. Juni 2012, abgerufen am 29. August 2013.</ref> Im August 2013 störte ein Ausfall unter anderem Vine und Instagram.<ref>Florian Kalenda: Amazon-Ausfall am Wochenende störte Vine und Instagram. In: ZDNet. 26. August 2013, abgerufen am 29. August 2013.</ref>
Literatur
- Amazon Web Services im Überblick. In: t3n. Nr. 18, Dezember 2009, S. 32 (online).
- Laura Meschede: Die Mensch-Maschine (PDF; 1,4 MB), Reportage über die Arbeitsbedingungen bei Amazon Mechanical Turk, erschienen im SZ-Magazin, März 2018
Einzelnachweise
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