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Michel Berger

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 22. April 2026 um 09:17 Uhr durch imported>Jossiphon (Leben: Die Tochter wurde von ihren Eltern der Öffentlichkeit präsentiert, vielfach fotografiert und auch im Zusammenhang mit ihrer tödlichen Krankheit von der Mutter oft in Interviews mit Namen erwähnt. Insofern kann man sie m.E. hier nennen. Der Beruf des Sohnes sollte ebenfalls genannt sein, sonst versteht man nicht recht, warum die eine namentlich nicht genannt ist, der andere aber doch.).
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Michel Berger (1990)

Michel Berger (* 28. November 1947 in Neuilly-sur-Seine als Michel-Jean Hamburger; † 2. August 1992 in Ramatuelle) war ein französischer Sänger und Komponist. Zu seinen bekanntesten Chansons zählen Le Paradis blanc, Diego, libre dans sa tête und Les Princes des villes, in denen er sich sozialkritisch äußerte.

Er produzierte in den 1970er Jahren zahlreiche Langspielplatten mit französischen Sängerinnen, die diesen ein Comeback bescherten, darunter seine spätere Ehefrau, France Gall, und Françoise Hardy, und gilt als Entdecker der Singer-Songwriterin Véronique Sanson. Seine Rockoper Starmania (1978) feierte im französischen Sprachraum große Erfolge und wurde 1991 auch in einer englischen Fassung mit Céline Dion, Nina Hagen und Tom Jones produziert.

Leben

Michel Berger war der Sohn eines Arztes, Jean Hamburger, und der Pianistin Annette Haas-Hamburger. Erste Schallplattenaufnahmen von ihm erschienen ab 1963 bei Pathé Marconi (darunter Tu n’y crois pas 1964), blieben jedoch erfolglos. Nach seinem Abitur assistierte er dem künstlerischen Leiter der Plattenfirma im Bereich Junge Talente. 1972 wurde er selbst künstlerischer Leiter des von Daniel Filipacchi zwei Jahre zuvor gegründeten französischen Warner-Labels WEA Filipacchi.<ref>musique.rfi.fr, abgerufen am 22. Juni 2024.</ref>

Infolge des Pariser Mai (1968) hatte sich der Zeitgeschmack gewandelt, die Yéyé-Musik der frühen 1960er Jahre hatte an Bedeutung verloren; neue Talente traten in den Vordergrund. Ab 1967 war Berger mit Véronique Sanson liiert, als deren Entdecker er gilt. Mit ihr produzierte er 1972 die Langspielplatten Amoureuse und De l’autre côté de mon rêve. Er komponierte für Françoise Hardy (LP Message personnel, 1973), deren musikalische Neuorientierung er beeinflusste, auch ein Album für Johnny Hallyday stammte aus seiner Feder, und France Gall erlebte mit von ihm geschriebenen Liedern ihr Comeback (zuerst La Déclaration, 1974). Im Jahr 1976 heirateten er und Gall, und in den folgenden Jahren schrieb er mehrere Alben für sie. Sie hatten eine Tochter, Pauline Isabelle (1978–1997), und einen Sohn, den gelernten Toningenieur und Musikproduzenten Raphaël Hamburger (* 1981).<ref>France Gall Hommage (französisch).</ref>

Daneben trat Berger weiterhin als Sänger in Erscheinung. Meist begleitete er sich dabei am Klavier. In seinen Liedtexten zeigte er großes Einfühlungsvermögen, insbesondere für Verfolgte: In Chanter pour ceux qui sont loin de chez eux (1985) sind es Staatenlose, Vertriebene und Flüchtlinge; in Diego, libre dans sa tête (1983) sind es die Desaparecidos in lateinamerikanischen Diktaturen; in Mademoiselle Chang (1981) ist es eine von den Verwerfungen der Geschichte entwurzelte Auslandschinesin, die Liebe findet. Les Princes des villes (1983) behandelt die Flüchtigkeit künstlerischen Ruhms und das Leben im Moment. Als Bergers markantestes Chanson gilt das introspektive Le Paradis blanc aus dem Jahr 1990.

Datei:Michel Berger et France Gall tombe 2025.jpg
Grab von Berger, France Gall und ihrer Tochter auf dem Cimetière de Montmartre in Paris

1978 komponierte Berger Starmania zu Texten von Luc Plamondon. Diese Rockoper, an der unter anderem France Gall, Daniel Balavoine und die kanadische Sängerin Diane Dufresne mitwirkten, feierte große Erfolge und wurde in anderer Besetzung in den 1990er Jahren wiederaufgeführt. Eine englische Version entstand 1991 unter dem Titel Tycoon.

Wenige Wochen nach der Veröffentlichung einer CD mit Duetten mit France Gall starb Michel Berger im August 1992 im Alter von 44 Jahren nach einem Tennisspiel an einem Herzinfarkt. Er wurde auf dem Cimetière de Montmartre in Paris beigesetzt. Neben ihm wurden seine Tochter, die im Dezember 1997 im Alter von 19 Jahren an Mukoviszidose starb, und die 2018 gestorbene France Gall beigesetzt.

Im November und Dezember 2015 wurde auf Galls Initiative im Palais des Sports (Pariser Sportpalast) Résiste mit Stücken von Berger und Bruck Dawit nach einem Libretto von Gall und Laetitia Colombani uraufgeführt. Das Musical, das die Laufbahn Bergers und seine Zusammenarbeit mit Gall nachvollzieht, tourte bis Ende 2016 durch Frankreich, Belgien und die Schweiz.

Diskografie

Studioalben

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a 
Double jeu erreichte die Französischen Charts erstmals 2014.

Livealben

  • 1980: Michel Berger au Théâtre des Champs-Élysées
  • 1983: Michel Berger en public au Palais des Sports
  • 1986: Michel Berger au Zénith

Kompilationen

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b 
Celui qui chante... – 18 titres erreichte die Wallonischen Charts erstmals 1996.
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c 
Pour me comprendre erreichte die Französischen Charts erstmals 2011.

Weitere Kompilationen

Singles

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d 
Erstmalige Chartplatzierung 2012 nach Wiederveröffentlichungen zu Bergers 20-jährigem Todestag

Weitere Singles

Weblinks

Einzelnachweise

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