Theesdorf
Theesdorf Gemeinde Erlau
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Theesdorf 51° 3′ N, 12° 52′ O
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| Höhe: | 251 m | |||||
| Fläche: | 1,47 km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Mai 1936 | |||||
| Eingemeindet nach: | Sachsendorf | |||||
| Postleitzahl: | 09306 | |||||
| Vorwahl: | 03737 | |||||
Lage von Theesdorf in Sachsen
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Theesdorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Erlau im sächsischen Landkreis Mittelsachsen. Er wurde am 1. Mai 1936 nach Sachsendorf eingemeindet, mit dem er am 1. Januar 1994 nach Milkau und am 1. Januar 1999 zur Gemeinde Erlau kam.
Geographie
Geographische Lage und Verkehr
Theesdorf liegt im Nordwesten der Gemeinde Erlau. Die südliche Ortsflur begrenzt der Aubach, der bei Stöbnig in die Zwickauer Mulde mündet. Im Tal des Aubachs verlief zwischen 1893 und 1997 die Bahnstrecke Rochlitz–Waldheim mit dem „Haltepunkt Obstmühle“ in der Flur des Nachbarorts Sachsendorf. Die Bundesstraße 175 führt durch die nördlich gelegenen Nachbarorte.
Nachbarorte
| Aitzendorf | ||
| Sachsendorf mit Obstmühle | Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt | Arras |
| Milkau (Großmilkau) |
Geschichte
Das Platzdorf Theesdorf wurde im Jahr 1292 als „Dyestorff“ erstmals urkundlich erwähnt. In diesem Dokument wurde die Übergabe des Guts „Dyestorff“ vom Markgraf Friedrich von Meißen an das schönburgische Kloster Geringswalde bestätigt.<ref>Historische Dokumentation des Hauses Schönburg, Erwähnung von Dyesdorf (Theesdorf) auf Seite 29</ref>
Nach der Reformation und der damit einhergehenden Säkularisation kirchlicher Besitztümer wurde das Benediktinerinnenkloster Geringswalde im Jahr 1542<ref>Autorenkollektiv, u. a. Helmut Bräuer, Robby Joachim Götze, Steffen Winkler und Wolf-Dieter Röber: Die Schönburger, Wirtschaft, Politik, Kultur. Broschüre zur gleichnamigen Sonderausstellung 1990–91 in Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1990, Kap. „Kirche und Kunst“, S. 100, zu Burg und Kloster Geringswalde</ref> aufgehoben. Die Grundherrschaft über Theesdorf lag um 1551 beim nunmehrigen schönburgischen Klostergut Klostergeringswalde,<ref>Das Rittergut Klostergeringswalde auf www.sachsens-schloesser.de</ref> während der Ort an sich zu dieser Zeit laut Historischem Ortsverzeichnis Sachsen im kursächsischen Amt Rochlitz lag. Um 1764 bis 1856 war der Ort Amtsdorf im kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Amt Rochlitz.<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 58 f.</ref> Kirchlich war Theesdorf bis 1928 nach Seelitz gepfarrt, seitdem gehört der Ort zur Kirchgemeinde Großmilkau bzw. Milkau.
Bei den im 19. Jahrhundert im Königreich Sachsen durchgeführten Verwaltungsreformen wurden die Ämter aufgelöst. Dadurch kam Theesdorf im Jahr 1856 unter die Verwaltung des Gerichtsamts Rochlitz und 1875 an die neu gegründete Amtshauptmannschaft Rochlitz.<ref>Die Amtshauptmannschaft Rochlitz im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. Juli 2024; abgerufen am 21. Juli 2025.</ref> Im Jahr 1895/1896 erhielt Theesdorf eine neue Schule, in der die Kinder aus Theesdorf und Sachsendorf unterrichtet wurden.
Die Eingemeindung von Theesdorf nach Sachsendorf erfolgte am 1. Mai 1936.<ref>Theesdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref> Durch die zweite Kreisreform in der DDR im Jahr 1952 wurde die Gemeinde Sachsendorf mit Theesdorf dem Kreis Rochlitz im Bezirk Chemnitz (1953 in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt) angegliedert. Nach der Schließung der Theesdorfer Schule im Jahr 1968 besuchten die Theesdorfer und Sachsendorfer Schüler die Zentralschule in Milkau.<ref>Heimatschilder Erlau, Schule Theesdorf</ref>
Seit 1990 gehörte Theesdorf als Ortsteil von Sachsendorf zum sächsischen Landkreis Rochlitz, der 1994 im neu gebildeten Landkreis Mittweida und 2008 im Landkreis Mittelsachsen aufging. Die Gemeinde Sachsendorf mit Obstmühle und dem Ortsteil Theesdorf wurde am 1. Januar 1994 nach Milkau eingemeindet,<ref>Sachsendorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref> welches wiederum am 1. Januar 1999 in die Gemeinde Erlau eingegliedert wurde.<ref>Milkau im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref> Seitdem bildet Theesdorf einen von neun Ortsteilen der Gemeinde Erlau.
Kulturdenkmale
Für die Kulturdenkmale des Ortes siehe die Liste der Kulturdenkmale in Theesdorf.
Weblinks
- Theesdorf im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum
- Erlauer Heimatschilder in Theesdorf
Einzelnachweise
<references />