Family First Party
Vorlage:Infobox Politische Partei
Die Family First Party war eine politische Partei in Australien. Family First betrieb eine nationalkonservative Familienpolitik.
Geschichte
Die Partei wurde für die Wahlen 2002 im Staat South Australia gegründet. Der Pastor Andrew Evans wurde der erste Abgeordnete der Partei, als er für das Unterhaus in South Australia einen Sitz gewinnen konnte. Mit Dennis Hood konnte 2006 ein zweiter Family-First-Vertreter in das Unterhaus von South Australia einziehen.
Bei den Bundeswahlen 2004 nahm die Partei in allen Staaten an den Wahlen teil, wobei sie vor allem mit der Liberal Party of Australia zusammenarbeitete, jedoch auch mit der Australian Labor Party. Parteichef Steve Fielding gelang es als bisher einzigem Politiker von Family First, bundesweit einen Sitz zu erhalten – für den australischen Senat wurde er im Staat Victoria gewählt. Bei den Bundeswahlen 2007 konnten keine Sitze dazugewonnen werden.
Obwohl die Partei sich offiziell auf keine religiöse Seite schlug, hatten viele Parteimitglieder einen konservativen christlichen Hintergrund.
Die Partei wurde am 26. April 2017 aufgelöst und ging in die Australian Conservatives über.
Politische Beziehungen
Family First und die Australian Greens haben oft widersprüchliche Ansichten, wobei die Greens öffentlich von Family First als zu „extrem“ in ihrer Politik angesehen werden.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivlink ( vom 14. April 2008 im Internet Archive)</ref> Diese Rivalität rührt auch daher, dass beide Parteien vor allem um die Gunst der Labor Party buhlen und ideologisch zahlreiche politische Themen anders bewerten.<ref>Compass - ABC TV Religion | Stories</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Greens completely cut down to size | NEWS.com.au ( des Vorlage:IconExternal vom 18. Mai 2007 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Bei den Staatswahlen 2006 in Victoria griff Family First in seiner begrenzten Werbekampagne immer wieder die Greens an und kritisierte sie wiederholt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />First Party:: ( des Vorlage:IconExternal vom 25. April 2008 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Die Beziehungen zu Fred Niles Christian Democratic Party sind angespannt, da beide Parteien um dieselbe Wählerschicht buhlen, vor allem die der Liberal Party of Australia.
Wahlergebnisse
South Australia 2002
Die Wahlen in South Australia waren die ersten der Partei. Der Pastor Andrew Evans kam dort auf 4,02 % der Wählerstimmen, was ausreichte, einen der elf Sitze im Unterhaus South Australias zu bekommen.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Results For Legislative Council.] State Electoral Office, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. April 2019 (englisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Bundeswahl 2004
Family First erreichte 1,76 % aller nationalen Stimmen und übertraf die Erwartungen bei Weitem – sogar die Australian Democrats konnte man um mehr als 40.000 Stimmen schlagen. Dies lag vor allem am guten Wahlergebnis in Victoria, wo Fielding zum ersten bundesweiten Abgeordneten seiner Partei gewählt wurde.
Auch in Tasmanien scheiterte man nur knapp an einem Senatssitz.
Staatswahlen seit 2004
Im Jahr 2005 kam Family First auf 2 % der Stimmen in Western Australia, obwohl sie nur für fünf der sechs Sitze des Unterhauses antraten.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Results for Legislative Council Regions.] Legislative Council, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. April 2019 (englisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Interessanterweise lehnte die Partei das Angebot zweier Politiker ab, ihre Sitze für Family First zur Verfügung zu stellen, da sich diese zuvor für die Legalisierung von Abtreibungen eingesetzt haben.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Western Australian Election 2005.] THE POLL BLUDGER, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. April 2019 (englisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Bei den Wahlen in South Australia erreichte Family First im Jahr 2006 mit 4,98 % der Stimmen ein deutlich verbessertes Ergebnis.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig results and outcomes 3 State Election 18 March 2006.] State Electoral Office, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. April 2019 (englisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Mit Dennis Hood wurde ein zweiter Abgeordneter gewählt. In ländlichen und außerstädtischen Regionen erhielt Family First bis zu 10 % der Stimmen – für den Wahlbezirk Kavel erreichte Tom Playford sogar 15,7 %.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Rural Areas East of Adelaide Hills.] ABC Online, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. April 2019 (englisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Im Jahr 2006 erreichte die Partei 7 % der Erststimmen in Queensland. Mit bis zu 14,5 % der Wählerstimmen konnte sich der positive Trend der letzten Monate und Jahre fortsetzen.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Minor parties hail poll results.] The Age, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. April 2019 (englisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Da Queensland jedoch kein Oberhaus hat und die benötigten Wählerstimmen, um gewählt zu werden, deutlich höher angesiedelt sind, reichte es zu keinem weiteren Abgeordneten.
Bei den Wahlen in Victoria konnte man im Jahr 2006 einen Sprung von 1,9 % auf 4,27 % der Erstwählerstimmen beobachten, allerdings reichte dies wieder nicht zur Wahl eines ihrer Kandidaten.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Family First vote doubles in state.] Queensland Newspapers, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. April 2019 (englisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Bundeswahlen 2007
Family First trat bei den Wahlen mit dem Ziel an, seine Wählerbasis auch national zu vergrößern, doch mit 1,62 % der Stimmen im Senat und 1,99 % im Repräsentantenhaus lagen die Ergebnisse enttäuschend niedrig und sogar unter denen der ersten bundesweiten Wahlteilnahme 2004. Immerhin konnte man in Victoria das Wahlergebnis leicht verbessern.
Politik
Abtreibung
Laut der Homepage von Family First sieht man jedes Leben für lebenswert an und ist strikt gegen die weitere medizinische Betreuung der Abtreibung.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( vom 14. April 2008 im Internet Archive)</ref>
Asylsuchende
Family First behauptet von sich selbst eine „mitfühlende“ Haltung gegenüber Flüchtlingen zu haben. Bedingung hierfür sei, dass Asylanten nicht woanders im Gefängnis seien. Ein passender Gesetzentwurf konnte bisher jedoch nicht ausgearbeitet werden.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivlink ( vom 14. April 2008 im Internet Archive)</ref>
Drogen
Family First ist sich einig, dass das Drogenproblem in Australien nur mit einer Null-Toleranz-Politik und Prävention zu lösen sei.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( vom 14. April 2008 im Internet Archive)</ref>
Umwelt
Die Partei setzt sich für die Erhaltung der Umwelt ein, da diese auch für kommende Generationen erhalten bleiben solle.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( vom 14. April 2008 im Internet Archive)</ref>
Sexualität
Family First setzt sich gegen die Förderung einer sogenannten Regenbogenfamilie ein, d. h. gegen das Recht von gleichgeschlechtlichen Partnern gemeinsam Kinder zu adoptieren. Des Weiteren ist Family First gegen die Ehe unter Homosexuellen, mit der Begründung, die Ehe sei „eine Gemeinschaft zwischen Mann und Frau“.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( vom 14. April 2008 im Internet Archive)</ref>
Aborigines
Family First war die erste Partei, die eine indigene Frau als Parteipräsidentin nominierte – die Anwältin Andrea Mason.
Pornografie
Family First setzt sich für einen Contentfilter im Internet ein, um Kinder vor pornographischen Inhalten zu schützen.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivlink ( vom 14. April 2008 im Internet Archive)</ref>
Irak-Krieg
Die Partei ist der Ansicht, dass der Irak-Krieg 2003 falsch war, da zuvor keine diplomatischen Bemühungen unternommen worden seien. Da Australien aber am Krieg teilnahm, stehe man nun in der Pflicht, Australier und Iraker, die sich im Irak aufhalten, gleichermaßen durch die eigene Truppenpräsenz zu schützen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Family first about the war in Iraq ( vom 6. Januar 2009 im Internet Archive)</ref>
Einzelnachweise
<references/>
Weblinks
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2023-12
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2019-04
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:Datum
- Historische Partei (Australien)
- Konservative Partei
- Nationalistische Partei
- Parteigründung 2001
- Aufgelöst 2016