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Hotaki-Dynastie

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Die Hotaki-Dynastie ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) war eine afghanische Monarchie der Ghilzai-Paschtunen, welche im April 1709 von Mir Wais Hotak, resultierend aus einer erfolgreichen Revolution der Paschtunen gegen die schiitisch-safawidischen Herrscher in der Region, gegründet wurde. Zeitweise belief sich die territoriale Expansion der Hotakis über ein Gebiet, welches dem heutigen Afghanistan, Iran, Westpakistan und einigen Teilen Tadschikistans und Turkmenistans entspricht.<ref name="Malleson">George Bruce Malleson: History of Afghanistan, from the Earliest Period to the Outbreak of the War of 1878. Elibron.com, London 1878, ISBN 1-4021-7278-8, S. 227.</ref><ref name="Ewans">Martin Ewans: Afghanistan: a short history of its people and politics. Perennial, New York 2002, ISBN 0-06-050508-7, S. 30.</ref>

Geschichte

Datei:SHAH-MAHMUD-HOTAK.jpg
Der für seine Eroberung der persischen Hauptstadt Isfahan bekannte Schah Mahmud Hotaki
Datei:George XI of Kartli repaired.jpg
Der georgische Gouverneur und Oberbefehlshaber der Safawiden, Gorgin Khan, der durch seine Unterdrückung der sunnitischen Bevölkerung der Region der Auslöser für den Widerstand der Hotakis war

Das seit etwa 1500 bestehende persische Reich der Safawiden umfasste um 1700 neben dem Gebiet des heutigen Iran auch große Teile des heutigen Staates Afghanistan und des Kaukasus.<ref>Safavid Dynasty. Abgerufen am 13. April 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das Reich befand sich zu dieser Zeit jedoch in einer Schwächephase. Ein Grund dafür war, dass die Sunniten im Reich zwangsweise zur schiitischen Staatsreligion bekehrt werden sollten. Überwiegend sunnitisch waren im Osten des Reiches die Paschtunen mit ihren (untereinander verfeindeten) größten Stämmen, den Ghilzai und den Abdali. Die Hotakis, eine Untergruppe der Ghilzai, rebellierten 1709 in Kandahar unter Wais Hotak gegen den für seine Unterdrückung gegenüber Sunniten bekannten georgischen Gouverneur der Safawiden, Gorgin Khan, und übernahmen die Kontrolle über den Landesteil.<ref>Gorgin Khan. Abgerufen am 13. April 2020.</ref>

Mir Wais Hotaki starb 1715 eines natürlichen Todes und sein Bruder Abdul Aziz Hotak wurde sein Nachfolger. Er wurde allerdings nur zwei Jahre später von Mir Wais Khans Sohn Mir Mahmud Hotaki gestürzt. Nach der Krönung Mir Mahmud Hotakis, gelang es den Hotakis 1722 die Hauptstadt der Safawiden, Isfahan, im Kampf gegen eine doppelt so große Armee zu erobern.<ref>Jonathan L. Lee: Afghanistan: A History from 1260 to the Present. S. 78.</ref> Die Dynastie der Safawiden war damit im Wesentlichen beendet.

Die Herrschaft der Hotakis in Persien war größtenteils von Grausamkeit und Unterdrückung geprägt, beispielsweise musste die Bevölkerung Isfahans sich nach 6 Monaten der Herrschaft von Ratten und Hunden ernähren.<ref>Afghanistan: A History from 1260 to the Present, S. 78.</ref>

Auch die damals für ihren Wohlstand bekannten Armenier in Persien blieben von der Herrschaft der Afghanen nicht unberührt, so kam es nach einer nicht erfüllten Anforderung von einer unbezahlbaren Summe an Steuern, gefordert von den Afghanen an die Armenier von Dschulfa, zur Plünderung der gesamten armenischen Siedlung.<ref>Jonathan L. Lee: Afghanistan: A History from 1260 to the Present. S. 78–79.</ref> Mir Mahmud Hotaki forderte zudem auch mehr als 60 armenische Jungfrauen für seine Harems, diese Forderung wurde ihm erfüllt da die Armenier keine andere Wahl hatten, jedoch kam es, dass ein afghanischer General, der sich für diese Forderung Mir Mahmud Hotaki geschämt und geekelt hat<ref>Jonathan L. Lee: Afghanistan: A History from 1260 to the Present. S. 79.</ref>, alle armenischen Jungfrauen unversehrt an ihre Familien zurückgab. Nichtsdestotrotz endeten mindestens 12 armenische Frauen in den Harems der Afghanen.<ref>Jonathan L. Lee: A History from 1260 to the Present. S. 79.</ref>

Die Hotaki-Dynastie befand sich in Schwierigkeiten, da ein interner Konflikt die Errichtung einer permanenten Kontrolle schwierig machte. Nach einem Massaker an Tausenden von Zivilisten, darunter auch mehr als 3000 religiösen Gebildeten, Adeligen und Mitgliedern der Safawidenfamilie, wurde die Hotaki-Dynastie entmachtet.<ref>D. Balland: Ašraf Ghilzai. In: Encyclopaedia Iranica, Online Edition. 17. August 2011, abgerufen am 19. Januar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
Frank Raymond Allchin, Marvin G. Weinbaum, Nancy Hatch Dupree, Mohammad Ali, Victor P. Petrov, Louis Dupree: Afghanistan: The Hotakis. In: Encyclopaedia Britannica. 3. Januar 2019, S. 13, abgerufen am 19. Januar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Oktober 1729 wurde sie dann von Nader Schah, dem Führer der Afscharen, in der Schlacht von Damghan besiegt und wieder in den Osten vertrieben. Nader Schah marschierte 1738 in Kandahar ein und beseitigte die Hotaki-Dynastie.<ref>Ralph H. Magnus, Eden Naby: Afghanistan: Mullah, Marx and Mujahid. S. 29.</ref> An ihrer Stelle wurden die loyalen Paschtunen des Abdalistammes eingesetzt. Der Hotaki-Dynastie folgte die kurzlebige Dynastie der Afschariden in Persien nach. Später sollten die Abdali unter Ahmad Schah nach Nader Schahs Tod in 1747 das Königreich von Afghanistan gründen.

Herrscher

Siehe auch

Weblinks

  • Wahid Momand: Mirwais Khan Hotak. In: Afghanland.com. 2000, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. November 2016; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
  • George Bruce Malleson: History of Afghanistan, from the Earliest Period to the Outbreak of the War of 1878. W.H. Allen & Co., London, 1879. Limitierte Vorschau: Google Books

Einzelnachweise

<references />

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Altertum (vorislamische Zeit)

Könige von Elam (2550 v. Chr.–636 v. Chr.) | Mannäer (728–715 v. Chr.) | 1. Meder-Konföderation (715–653 v. Chr.) | Skythen (in Persien: 653–625 v. Chr.) | 2. Meder-Konföderation (625 v. Chr.–550 v. Chr.) | Achämeniden (550–330 v. Chr.) | Argeaden (in Persien 331–310 v. Chr.) | Seleukiden (312–164 v. Chr.) | Parther/Arsakiden (247 v. Chr.–224 n. Chr.) | Sassaniden (224–651)

Mittelalter

Rechtgeleitete Kalifen (in Persien: 642–661) | Umayyaden (661–750) | Abbasiden (748–1258) | Tahiriden (in Chorasan: 821–880/81) | (zaiditische) Alawiden von Tabaristan (864–928) | Saffariden (861–1003) | Samaniden (819–1005) | Ziyariden (931–ca. 1090) | Buyiden (932–1062) | Ghaznawiden (in Persien: ca. 1003–1040) | Kakuyiden (ca. 1007–1141) | Nasriden (1030–1225) | Seldschuken (in Persien: 1038–1194) | Eldigüziden (ca. 1136–1225) | Atabegs von Yazd (ca. 1141–1318) | Choresm-Schahs (in Persien: 1142–1231) | Salghuriden (1148–1282) | Ghuriden (in Persien: ca. 1175–1206) | Qutlughchaniden (1222–1306) | Ilchane (1256–1388) | Muzaffariden (1314–1393) | Timuriden (1370–1507)

Neuzeit

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