Zum Inhalt springen

Georg Christoph Stertzing

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 8. Dezember 2025 um 20:27 Uhr durch imported>APPERbot (Bot: Fix Links auf orgbase.nl, Wikilink formatiert).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Büßleben St. Petri 04.jpg
Stertzing-Orgel von 1702 in St. Petri (Büßleben)

Georg Christoph Stertzing (* 1. Dezember 1660 in Ohrdruf; † Februar 1717; ⚰ 21. Februar 1717 in Eisenach) war ein deutscher Orgelbauer.

Leben

Georg Christoph Stertzing war seit vor 1687 bis um 1690 als Orgelbauer in Ohrdruf tätig. Um 1690 trat er in die Nachfolge des Eisenacher Orgelbauers Christoph Nott und war damit für die Pflege der Orgeln in der Stadt zuständig. Er arbeitete eng mit dem Kirchenmusiker Johann Christoph Bach zusammen, mit dem er gemeinsam sein wichtigstes Werk, die Orgel der Georgenkirche, entwarf.<ref>Biographie Georg Christoph Stertzing. Abgerufen am 13. Juli 2023.</ref> 1691 wurde er zum Hoforgelbauer in Eisenach ernannt und erhielt Privilegien für das Herzogtum Sachsen-Eisenach. 1699 bekam er die Bürgerrecht von Eisenach verliehen. 1701 reiste er im Auftrag der Stadt Eisenach nach Magdeburg, um die Werke Arp Schnitgers kennenzulernen.

Seine Brüder Johann Christian Stertzing und Johann Friedrich Stertzing (1681–1731) sowie sein Sohn Johann Georg Stertzing (1690–1735) waren ebenfalls als Orgelbauer tätig.<ref>Uwe Pape (Hrsg.): Lexikon norddeutscher Orgelbauer. Band 1: Thüringen und Umgebung. Pape, Berlin 2019, ISBN 978-3-921140-58-1, S. 584 f.</ref> Ein Schüler Stertzings war Johann Georg Fincke.

Werke (Auswahl)

Diese Liste beinhaltet ausgewählte Orgelneubauten der Werkstatt sowie einige zerstörte oder durch Neubauten anderer Orgelbauer ersetzte Orgeln.

Ein großes „P“ steht für ein selbstständiges Pedal, ein kleines „p“ für ein angehängtes Pedal. Eine Kursivierung zeigt an, dass die betreffende Orgel nicht mehr erhalten ist oder lediglich noch der Prospekt aus der Werkstatt stammt.

Jahr Ort Gebäude Bild Manuale Register Bemerkungen
1687 Craula St. Marien Neubau, um 1830 durch Neubau von Friedrich Heinrich Ratzmann ersetzt
1697 Berka an der Werra St. Laurentius II/P 22 Neubau
1701 Kaltennordheim St. Nikolai Neubau
1701 Obersuhl I/P 9 Neubau
1702 Erfurt St. Peter
Datei:Büßleben St. Petri 04.jpg
II/P 27 Neubau, 1811 in St. Petri, Büßleben umgesetzt
1702 Röhrensee St. Nikolai
Datei:Thueringen-Roehrensee-Kirche-Orgel5.jpg
I/P 8 Neubau, Gehäuse erhalten
1704 Breitau ev. Kirche I/P 9 Neubau<ref>Goede, Rainer: Johann Christoph Wiegleb auf der Spur – in Thüringen. In: Das Portal der Königin. Daniel Kunert, abgerufen am 27. Februar 2023 (Abschnitt "Finckes Herkunft: Georg Christoph Sterzing, Arp Schnitger und Christoph Junge").</ref>
1704 Stedtfeld St. Margarethen Neubau
1706 Jena St. Michael III/P 44 Neubau
1707 Eisenach St. Georgen
Datei:Eisenach Georgenkirche 07.jpg
IV/P 57 Neubau, 1725 von Johann Friedrich Wender vollendet<ref name=":0">Winfried Schrammek: Johann Sebastian Bachs Stellung zu Orgelpedalregistern im 32-Fuß-Ton.</ref>, Prospekt erhalten
1709 Erfurt Reglerkirche II/P 25 Neubau
1710 Eisenach Kreuzkirche Neubau<ref>Eisenach: 17. und 18. Jahrhundert. Abgerufen am 11. März 2022.</ref>
1710 Udestedt St. Kilian II/P 25 Neubau, 1928 durch Neubau von Jehmlich ersetzt, Gehäuse erhalten
1716 Mihla St. Martin
Datei:Mihla St. Martin 07.jpg
Neubau, 1873 durch Neubau von Guido Knauf ersetzt<ref>Informationen zur Orgel in Mihla. Abgerufen am 10. Juli 2023.</ref>, Gehäuse erhalten

Literatur

  • Hartmut Haupt: Orgeln in Nord- und Westthüringen. Hrsg.: Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege, Landeskonservator Rudolf Zießler. Ausbildung und Wissen GmbH, Bad Homburg und Leipzig 1998, ISBN 3-932366-00-X.
  • Uwe Pape (Hrsg.): Lexikon norddeutscher Orgelbauer. Band 1: Thüringen und Umgebung. Pape, Berlin 2019, ISBN 978-3-921140-58-1, S. 584.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein