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Jupiternelke

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Jupiternelke
Datei:Lychnis flos-jovis2.jpg

Jupiternelke (Lychnis flos-jovis)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
Tribus: Sileneae
Gattung: Pechnelken (Lychnis)
Art: Jupiternelke
Wissenschaftlicher Name
Lychnis flos-jovis
(L.) Desr.

Die Jupiternelke (Lychnis flos-jovis <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Desr., Syn.: Silene flos-jovis <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Greuter & Burdet) ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae).

Beschreibung

Datei:The Botanical Magazine, Plate 398 (Volume 12, 1798).png
Illustration aus The Botanical Magazine, Band 12, 1798, Tafel 398
Datei:Lychnis flos-jovis 2.jpg
Blütenstände mit radiärsymmetrischen Blüten

Vegetative Merkmale

Die Jupiternelke ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 60 bis 80 Zentimetern erreicht. Es ist auch eine Zwergform bekannt, die kleiner bleibt. Die oberirdischen Pflanzenteile sind dicht weißfilzig aber nicht klebrig behaart.

Sie besitzt grundständige Blattrosetten. Die Grundblätter sind spatelig bis lanzettlich und gestielt. Sie sind 7 bis 13 Zentimeter lang.<ref name="Hegi1979" /> Die gegenständig angeordneten Stängelblätter sind lanzettlich bis eiförmig und die oberen sind sitzend. Jeder Stängel besitzt vier oder fünf Blattpaare.<ref name="Hegi1979" />

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Die vier bis zehn Blüten sind in einem kopfigen Blütenstand (Dichasium) angeordnet. Die Blütenstiele sind relativ kurz.

Die zwittrige Blüte ist bei einem Durchmesser von 15 bis 25 Millimetern radiärsymmetrisch mit einer doppelten Blütenhülle. Der Kelch ist weißwollig behaart und 11 bis 13 Millimeter lang. Die Kelchzähne sind dreieckig mit spitzem oberen Ende.<ref name="Hegi1979" /> Die fünf hell-purpurfarbenen bis karminroten, 14 bis 20 Millimeter langen Kronblätter sind zweilappig, ausgerandet und im Kronschlund sind bis 3 Millimeter hohe, zweiteilige Schuppen vorhanden.<ref name="Hegi1979" /> Die Nebenkrone ist zweiteilig und am Außenrand fransig gezähnt.<ref name="Hegi1979" /> Es sind fünf Griffel vorhanden.

Die Kapselfrucht ist kurz gestielt im Kelch, sie ist bei einer Länge von 8 bis 14 Millimetern ellipsoid bis walzlich und öffnet sich mit fünf Zähnen.<ref name="Hegi1979" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24.<ref name="IPCN" />

Vorkommen

Die Jupiternelke ist ein Endemit der Südwest- und Westalpen. Nach Osten hin wird sie seltener und dringt bis ins Unterengadin und ins Etschtal vor. Es gibt Fundortangaben für Frankreich, Deutschland, Österreich, die Schweiz<ref name="InfoFlora" /> und Italien.<ref name="Euro+Med" />

Die Jupiternelke kommt der montanen bis subalpinen Höhenstufe bis in Höhenlagen von 2000 Metern vor. In Frankreich steigt sie auch bis in eine Höhenlage von 2400 Metern auf.<ref name="Hegi1979" /> Sie gedeiht in wärmeren Standorten auf lockeren Böden in lichten Wäldern und Gebüschen sowie auf Wiesen, Hängen und Felsen. Sie ist sowohl über Kalk als auch auf Silikat zu finden.

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2 (mäßig trocken), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 2 (sauer), Temperaturzahl T = 2+ (unter-subalpin und ober-montan), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Taxonomie

Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Namen (Basionym) Agrostemma flos-jovis durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, S. 436. Die Neukombination zu Lychnis flos-jovis <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Desr. wurde 1792 durch Louis Auguste Joseph Desrousseaux in Encyclopédie Méthodique, Botanique, 3, S. 644 veröffentlicht. Bei einigen Autoren ist Silene flos-jovis <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Clairv. der akzeptierte Name. Diese Kombination hatte Joseph Philippe de Clairville 1811 in Manuel d'Herborisation en Suisse et en Valais, S. 145 durchgeführt. Die Systematik dieser Verwandtschaftsgruppe wird kontrovers diskutiert.

Nutzung

Die Jupiternelke wird verbreitet als Zierpflanze in genutzt und verwildert gelegentlich. Sie ist seit spätestens 1762 in Kultur. Es gibt eine Hybride: Lychnis ×walkeri <templatestyles src="Person/styles.css" />(G.A.Dicks. ex Düesberg) Mottet = Lychnis flos-jovis x Lychnis coronaria (Syn.: Silene ×walkeri <templatestyles src="Person/styles.css" />(G.A.Dicks. ex Düesberg) Dawn Edwards).

Quellen

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="IPCN"> Lychnis flos-jovis bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="InfoFlora"> Silene flos-jovis (L.) Clairv. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Euro+Med"> Karol Marhold, 2011: Caryophyllaceae.: Datenblatt Silene flos-jovis In: Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="Hegi1979"> Hermann Meusel: Lychnis flos-jovis. In: </ref> </references>

Weblinks

Commons: Jupiternelke (Lychnis flos-jovis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien