Melchior von Stenglein
Melchior Ignatius Nicolaus Stenglein, seit 1841 Ritter von Stenglein (* 21. Oktober 1790 in Kronach; † 10. September 1857 in Bayreuth) war Staatsrat und Regierungspräsident von Oberfranken.
Leben
Melchior Stenglein war der Sohn von Christoph Friedrich Stenglein (1744–1803) und Anna Rosina Limmer (1755–1849). Er studierte in Bamberg, Würzburg und Landshut Rechtswissenschaften und war zunächst beim Landgericht Ebermannstadt im Mainkreis und bei der Polizeidirektion Bamberg tätig. Für die Regierung des Obermainkreises war er seit 1817 tätig, zuletzt als Regierungsrat. Von 1838 bis 1840 war er Regierungsdirektor bei der Innenbehörde in Unterfranken.
Im Jahr 1840 wurde er als Nachfolger von Ferdinand von Andrian-Werburg und erster Nichtadliger<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Eintrag zu Stenglein bei bezirk-oberfranken.de ( des Vorlage:IconExternal vom 29. Februar 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 13. April 2008.</ref> Regierungspräsident von Oberfranken, er übte dieses Amt bis zu seinem Tode am 10. September 1857 aus. Am 11. September 1857 wurde er in Bamberg begraben. Sein Amtsnachfolger wurde Friedrich Freiherr von Podewils.
1841 wurde ihm das Ritterkreuz des Verdienstordens der Bayerischen Krone verliehen. Damit verbunden war die Erhebung in den persönlichen Adelsstand und er durfte sich nach der Eintragung in die Adelsmatrikel Ritter von Stenglein nennen. 1846 erhielt Stenglein das Komturkreuz dieses Ordens.<ref>Hof- und Staats-Handbuch des Königreichs Bayern 1846. München 1846. S. 20.</ref>
Aus seiner Amtszeit ist überliefert, dass er am 25. August 1844 die Einweihungsrede für den Bahnhof Bamberg hielt<ref>Fränkischer Tag vom 25. August 1984.</ref> und während der Märzrevolution 1848 durch sein Verhalten eine Eskalation der Ereignisse in Oberfranken weitgehend verhindern konnte.<ref>Fränkische Blätter Nr. 13, S. 49–50, Beilage zum Fränkischen Tag vom 13. Juli 1961.</ref>
Aus seiner ersten, 1821 in Bayreuth mit Maria Anna von Kammerloher (1795–1827) geschlossenen Ehe gingen drei Kinder hervor, Maria Anna Rosina (1822–1823), Rosina Elisabeth Maria (1824–1888) und Melchior Ignaz Hermann Heinrich Christoph (1825–1903).
Die nach dem Tode seiner ersten Frau mit Maria Sophia Freiin von und zu Egloffstein (1804–?) geschlossene zweite Ehe blieb kinderlos.
Weblinks
- Eintrag zu Melchior von Stenglein bei barnick.de
- Biografie zu Reichsgerichtsrat Melchior Stenglein bei Andreas Stenglein
Einzelnachweise
<references />
Friedrich Karl von Thürheim | Constantin Ludwig von Welden | Ferdinand von Andrian-Werburg | Melchior von Stenglein | Friedrich von Podewils | Nikolaus von Koch | Theodor von Zwehl | Ernst von Lerchenfeld | Hugo von Herman | Karl Alexander von Burchtorff | Rudolph von Roman | Gustav von Brenner | Otto von Strössenreuther | Gustav Rohmer | Hans Georg Hofmann | Hans Dippold | Heinrich Detloff von Kalben | Ernst Reichard | Hans Schregle | Ludwig Gebhard | Friedrich Stahler | Wolfgang Winkler | Erich Haniel | Hans Angerer | Wilhelm Wenning | Heidrun Piwernetz | Florian Luderschmid Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Stenglein, Melchior von |
| ALTERNATIVNAMEN | Stenglein, Melchior Ignatius Nicolaus Ritter von (vollständiger Name); Stenglein, Melchior Ritter von; Stenglein, Melchior (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | Regierungspräsident von Oberfranken |
| GEBURTSDATUM | 21. Oktober 1790 |
| GEBURTSORT | Kronach |
| STERBEDATUM | 10. September 1857 |
| STERBEORT | Bayreuth |
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- Gestorben 1857
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