Titan(III)-chlorid
| Kristallstruktur | ||||||||||||||||
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| Kristallstruktur von Titan(III)-chlorid | ||||||||||||||||
| Vorlage:Farbe Ti3+ Vorlage:Farbe Cl− | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Titan(III)-chlorid | |||||||||||||||
| Andere Namen |
Titantrichlorid | |||||||||||||||
| Verhältnisformel | TiCl3 | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
selbstentzündliche, violette Kristalle<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 154,26 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||
| Dichte |
2,6 g·cm−3<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
440 °C (Zersetzung)<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||
| Löslichkeit |
zersetzt sich in Wasser mit heftiger Reaktion<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Titan(III)-chlorid ist eine sauerstoffempfindliche chemische Verbindung aus der Gruppe der Chloride.
Gewinnung und Darstellung
Titan(III)-chlorid entsteht bei der Reduktion von Titan(IV)-chlorid zum Beispiel mit Titan oder Antimon und bei der Reaktion von Titan mit heißer Salzsäure.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 1341.</ref>
- <math>\mathrm{3 \ TiCl_4 + Ti \longrightarrow 4 \ TiCl_3}</math>
- <math>\mathrm{3 \ TiCl_4 + Sb \longrightarrow 3 \ TiCl_3 + SbCl_3}</math>
Zur Darstellung von α-Titantrichlorid wird Titantetrachlorid-Dampf gemeinsam mit viel Wasserstoff in ein auf 500 °C erhitztes Rohr geleitet, wobei sich dieses als violettes Pulver bildet.
In inerten, organischen Medien bildet Titantetrachlorid mit Aluminiumalkylen braunes, kristallines β-Titantrichlorid.
Eigenschaften
Titan(III)-chlorid kommt in vier verschiedenen Kristallstrukturen vor.
α-Titantrichlorid liegt in Bismuttriiodid-Schichtstruktur vor. Bei Temperaturen über 475 °C disproportioniert es in Titantetrachlorid und Titandichlorid.
β-Titantrichlorid liegt in Zirconiumtriiodid-Struktur vor. Ohne Lösemittel wandelt es sich bei über 250–300 °C, in inerten Lösemitteln bei 40–80 °C in α-Titantrichlorid um.
Wie alle Titantrihalogenide außer Titantrifluorid weist Titantrichlorid aufgrund der antiferromagnetischen Titan-Titan-Wechselwirkungen nur einen geringen Paramagnetismus auf. Die Néel-Temperatur liegt bei 180 °C.
Mit Wasser bilden sich unter Sauerstoffausschluss unbeständige Hydrate, das grüne Tetrahydrat ([Ti(H2O)4Cl2]Cl) bzw. das violette Hexahydrat ([Ti(H2O)6]Cl3).
Die Standardbildungsenthalpie <math>\Delta_f H^0_s</math> beträgt −721 kJ/mol, die Gibbs-Energie <math>\Delta_f G^0_s</math> beträgt −654 kJ/mol, die Standardentropie <math>S^0_s</math> 140 J/(mol·K) und die Wärmekapazität <math>C^0_{p,s}</math> 97 J/(mol·K).<ref name="Aylward">G.H. Aylward, T.J.V. Findlay: Datensammlung Chemie in SI-Einheiten. 3. Auflage. Wiley-VCH, 1999, ISBN 3-527-29468-6.</ref>
Verwendung
Titan(III)-chlorid wird als vielseitiges Reduktionsmittel, Ziegler-Natta-Katalysator und als Zusatzstoff in Bleichmitteln für Textilien verwendet.
In der Titanometrie werden Titantrichlorid-Lösungen als kräftige Reduktionsmittel zur Bestimmung von Eisen(III)-Ionen, Chromaten, Chloraten und Perchloraten verwendet.
In Prüfröhrchen wird Titantrichlorid zum Nachweis von Sauerstoff verwendet.
Sicherheitshinweise
Titan(III)-chlorid ist selbstentzündlich und wirkt ätzend. Es reagiert heftig mit Oxidationsmitteln und bei Kontakt mit Wasser.
Literatur
- A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 101. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-012641-9.
- Autorenkollektiv: Anorganikum. 5. Auflage. VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften Berlin 1973.
- Eintrag zu Titanchloride. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Oxidationsstufe (II): Titan(II)-chlorid | Titan(II)-bromid | Titan(II)-iodid
Oxidationsstufe (III): Titan(III)-fluorid | Titan(III)-chlorid | Titan(III)-bromid | Titan(III)-iodid
Oxidationsstufe (IV): Titan(IV)-fluorid | Titan(IV)-chlorid | Titan(IV)-bromid | Titan(IV)-iodid Vorlage:Klappleiste/Ende
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- Feuergefährlicher Stoff
- Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 40
- Ätzender Stoff (metallkorrosiv)
- Ätzender Stoff
- Wikipedia:Verwendet aufgehobene P-Sätze
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- Titanverbindung
- Chlorid