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Zimmersrode

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Zimmersrode
Gemeinde Neuental
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1187)&title=Zimmersrode 51° 0′ N, 9° 14′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1187) 51° 0′ 29″ N, 9° 13′ 42″ O
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Höhe: 208 m ü. NHN
Fläche: 5,49 km²<ref name="DF">Zimmersrode – Gemeinde Neuental. Abgerufen am 20. Februar 2026.</ref>
Einwohner: 1187 (31. Dez. 2024)<ref name="DF" />
Bevölkerungsdichte: 216 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 34599
Vorwahl: 06693
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Zimmersrode ist der Verwaltungssitz und mit etwa 1.200 Einwohnern der größte Ortsteil der Gemeinde Neuental im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis.

Geographische Lage

Zimmersrode liegt etwa 6 km (Luftlinie) südwestlich von Borken zwischen den Tälern von Schwalm im Westen und Merrebach im Osten. Südöstlich des Ortes befindet sich der Zimmersröder See, ein Tagebaurestloch aus dem Borkener Braunkohlerevier.

Datei:Zimmersroeder See.jpg
Zimmersröder See 2011

Geschichte

Zimmersrode wurde, soweit bekannt, im Jahr 1209 als Cimannerot erstmals urkundlich erwähnt.<ref name="lagis" /> Bis 1359 gehörte der Ort zum Gericht Waltersbrück. Später war er über Jahrhunderte Lehen des Adelsgeschlechtes von Gilsa. In der Landgrafschaft Hessen war Zimmersrode dem Amt Borken und ab 1821 dem Kreis Fritzlar zugeordnet.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die bis dahin selbständige Gemeinde zum 31. Dezember 1971 auf freiwilliger Basis in die neue Gemeinde Neuental eingegliedert.<ref name="DEZ71">Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen in Hessen vom 14. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 01, S. 5, Punkt 8; Abs. 53. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 4,9 MB]).</ref><ref></ref> Für den Ortsteil Zimmersrode wurde, wie für die übrigen Ortsteile Neuentals, ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung eingerichtet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (pdf; 2,4 MB) § 5. In: Webauftritt. Gemeinde Neuental, abgerufen im Mai 2023.</ref> Als größter Ortsteil und wirtschaftliches Zentrum der umliegenden Dörfer wurde Zimmersrode zum Sitz der Gemeindeverwaltung bestimmt.

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Zimmersrode 1185 Einwohner. Darunter waren 18 (1,5 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 216 Einwohner unter 18 Jahren, 507 zwischen 18 und 49, 243 zwischen 50 und 64 und 219 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 513 Haushalten. Davon waren 141 Singlehaushalte, 135 Paare ohne Kinder und 183 Paare mit Kindern, sowie 48 Alleinerziehende und 9 Wohngemeinschaften. In 93 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 348 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1520: 5 oder 6 Hausgesesse
• 1560: 48 Häuser
• um 1570: 54 Hausgesse, 2 Burgsitze
• 1575/85: 58 Hausgesesse
• 1611: 60 Häuser
• 1688: 40 Häuser
• 1742: 68 Häuser
• 1747: 60 Hausgesesse
Zimmersrode: Einwohnerzahlen von 1778 bis 2024
Jahr  Einwohner
1778
  
419
1800
  
?
1834
  
549
1840
  
563
1846
  
549
1852
  
603
1858
  
554
1864
  
525
1871
  
442
1875
  
476
1885
  
634
1895
  
583
1905
  
520
1910
  
508
1925
  
582
1939
  
556
1946
  
990
1950
  
1.036
1956
  
992
1961
  
1.030
1967
  
1.105
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
1.185
2016
  
1.148
2024
  
1.187
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Gemeinde Neuental<ref name="DF" />, Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1861: 448 evangelisch-reformierte, 7 katholische, 54 jüdische Einwohner
• 1885: 456 evangelische (= 85,39 %), 12 katholische (= 2,25 %), 66 jüdische (= 12,36 %) Einwohner
• 1961: 736 evangelische (= 71,46 %), 30 katholische (= 26,70 %) Einwohner

Historische Erwerbstätigkeit

• 1961 Erwerbspersonen: 90 Land- und Forstwirtschaft, 223 Produzierendes Gewerbe, 78 Handel und Verkehr, 69 Dienstleistungen und Sonstiges<ref name="lagis" />

Politik

Für Zimmersrode besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Zimmersrode) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern.<ref name="HS" /> Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat Zimmersrode 57,25 %. Alle Kandidaten gehörten der „Gemeinschaftsliste Zimmersrode“ an.<ref>Ortsbeiratswahl Zimmersrode. In: Votemanager. Kommunales Gebietsrechenzentrum, abgerufen im April 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Martin Köhler zum Ortsvorsteher.<ref name="DF" />

Verkehr

Von Zimmersrode führen Landes- und Kreisstraßen in die Nachbarorte Bischhausen im Westen, Römersberg im Norden, Nassenerfurth im Nordosten, Haarhausen und Neuenhain im Osten sowie Waltersbrück im Süden. Zur Anschlussstelle Neuental der A 49 sind es etwa 3 km.

Datei:Bahnhof, 6, Zimmersrode, Neuental, Schwalm-Eder-Kreis.jpg
Regionalbahn im Bahnhof Zimmersrode

Seit 1850 hat Zimmersrode einen Bahnhof an der Main-Weser-Bahn, der heute von der Hessischen Landesbahn-Linie RE98 KasselFrankfurt bedient wird. Wochentags zur Hauptverkehrszeit verkehrt außerdem die Linie RB38. Die dort abzweigende 1911 eröffnete Nebenstrecke nach Gemünden wurde 1972 stillgelegt.

Linie Verlauf Takt Betreiber

Vorlage:Linienverlauf SPNV RMV 9X Vorlage:Linienverlauf SPNV NVV

Persönlichkeiten

  • Wilhelm Speck (1861–1925), Theologe, Gefängnisseelsorger, Schriftsteller und Pädagoge

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="lagis">Zimmersrode, Schwalm-Eder-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 25. März 2022). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,0 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 38 und 94, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> </references>

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