Gliese 876 c
<templatestyles src="Infobox Exoplanet/styles.css" />
| Exoplanet Gliese 876 c | |
| ConceptJKV-Gliese876-c.png | |
| Künstlerische Darstellung von Gliese 876 c mit hypothetischem Ringsystem | |
| Vorlage:Sternkarte | |
| Sternbild | Wassermann |
| Position Äquinoktium: J2000.0 | |
|---|---|
| Rektaszension | Vorlage:RektaszensionEasy <ref>SIMBAD: Gliese 876. Abgerufen am 4. Juli 2015.</ref> |
| Deklination | Vorlage:DeklinationEasy <ref>SIMBAD: Gliese 876. Abgerufen am 4. Juli 2015.</ref> |
| Orbitdaten | |
| Zentralstern | Gliese 876 |
| Große Halbachse | 0,134 ± 0,001 AE <ref name="CARMENES">The CARMENES search for exoplanets around M dwarfs. First visual-channel radial-velocity measurements and orbital parameter updates of seven M-dwarf planetary systems. (PDF) 4. Oktober 2017, S. 17, abgerufen am 18. Januar 2018. doi:10.1051/0004-6361/201731442, arxiv:1710.01595</ref> |
| Exzentrizität | 0,250 +0,001−0,002 <ref name="CARMENES" /> |
| Umlaufdauer | 30,126 +0,011−0,003 d <ref name="CARMENES" /> |
| Weitere Daten | |
| Mindestmasse | 241,5 +0,7−0,6 M♁ <ref name="CARMENES" /> |
| Entfernung | 4,660 ± 0,004 pc |
| Geschichte | |
| Entdeckung | Marcy et al. |
| Datum der Entdeckung | 2001 |
| Katalogbezeichnungen | |
| GJ 876 c, IL Aqr c, HIP 113020 c | |
Gliese 876 c ist ein Exoplanet, der den rund 15 Lichtjahre von der Sonne entfernten Roten Zwerg Gliese 876 im Sternbild Wassermann umkreist. Er ist der zweitinnerste bekannte Planet im Planetensystem des Sterns.
Entdeckung
Nachdem 1998 bereits Gliese 876 b entdeckt worden war, führten Messungen der Radialgeschwindigkeit des Sterns durch das Lick-Observatorium und das Keck-Observatorium über sechs Jahre hinweg 2001 zum Nachweis eines zweiten Planeten durch ein Astronomenteam unter der Leitung von Geoffrey Marcy.<ref>Marcy, Geoffrey W. et al.: A Pair of Resonant Planets Orbiting GJ 876. bibcode:2001ApJ...556..296M.</ref> Dieser war bereits an der Entdeckung von Gliese 876 b maßgeblich beteiligt gewesen.
Eigenschaften
Gliese 876 c umkreist seinen Zentralstern in einer Entfernung von etwa 0,134 AE in jeweils etwas mehr als 30 Tagen. Seine Mindestmasse beträgt etwas mehr als zwei Jupitermassen. Mit seinen äußeren Nachbarplaneten Gliese 876 b und Gliese 876 e befindet er sich in einer Laplace-Resonanz: auf vier Umläufe von Gliese 876 c entfallen zwei von Gliese 876 b und einer von Gliese 876 e.<ref name="Rivera">Rivera, Eugenio J. et al.: The Lick-Carnegie Exoplanet Survey: A Uranus-mass Fourth Planet for GJ 876 in an Extrasolar Laplace Configuration. arxiv:1006.4244.</ref> Die drei Planeten sind hierin den drei Jupitermonden Io, Europa und Ganymed vergleichbar, die sich ebenfalls in einer Laplace-Resonanz befinden.
Es wird angenommen, dass die drei äußeren Planeten von Gliese 876 in größerer Entfernung vom Stern entstanden sind und anschließend durch Migration in ihre jetzigen Umlaufbahnen gelangt sind.<ref>Gerlach, E.; Haghighipour, N.: Can GJ 876 host four planets in resonance? arxiv:1202.5865.</ref> Die Bahnneigung von Gliese 876 c beträgt wahrscheinlich 59°.<ref name="Rivera" /> Die große Bahnhalbachse beträgt mit etwa 0,129590 AE nur annähernd ein Drittel der des Merkur (0,387 AE) im Sonnensystem. Wegen der geringen Leuchtkraft des Zentralsterns befindet sich Gliese 876 c aber trotzdem noch in dessen habitabler Zone.<ref>Jones, Barrie W. et al.: Prospects for Extrasolar "Earths" in Habitable Zones. arxiv:astro-ph/0503178.</ref>
Aufgrund seiner Mindestmasse ist davon auszugehen, dass es sich bei Gliese 876 c um einen Gasplaneten wie Jupiter im Sonnensystem handelt. Von der Annahme einer jupiterähnlichen Atmosphäre ausgehend ist seine Atmosphäre wahrscheinlich zu kalt für Silikatwolken, aber zu warm für die Kondensation von Wasser.<ref>Sudarsky, David et al.: Theoretical Spectra and Atmospheres of Extrasolar Giant Planets. arxiv:astro-ph/0210216.</ref> Sie erscheint damit wolkenlos.
Einzelnachweise
<references />