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Trappes

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Trappes
Datei:Blason ville fr Trappes (Yvelines).svg
Staat FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
Region Île-de-France
Département (Nr.) Yvelines (78)
Arrondissement Versailles
Kanton Trappes (Hauptort)
Gemeindeverband Saint-Quentin-en-Yvelines
Koordinaten 48° 47′ N, 2° 0′ OKoordinaten: 48° 47′ N, 2° 0′ O
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Höhe 143–174 m
Fläche
Einwohner 34.689 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 78190
INSEE-Code 78621
Website www.villedetrappes.com

Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Datei:Trappes Sémaphore.JPG
Historisches Eisenbahn-Signal (nicht am Original-Standort)

Trappes ist eine französische Gemeinde mit 34.689 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Yvelines in der Region Île-de-France. Die Einwohner werden Trappistes genannt. Trappes ist Teil der Ville nouvelle Saint-Quentin-en-Yvelines, einer von fünf Planstädten im Großraum Paris.

Geographie

Die Stadt liegt auf einem Plateau südwestlich von Versailles. Die Stadt grenzt an Bois-d’Arcy im Nordosten, östlich an Montigny-le-Bretonneux, Magny-les-Hameaux grenzt im Südosten, im Süden liegt Le Mesnil-Saint-Denis, Élancourt im Westen und Plaisir nördlich.

Das Gelände ist verstädtert und im Zentrum industrialisiert. Im Norden gibt es aber auch zwei größere, insgesamt 87 Hektar große Naturschutzgebiete namens Saint-Quentin-en-Yvelines, die zum Teil in die Nachbargemeinde Montigny-le-Bretonneux reichen. Am See von Saint-Quentin gibt es einen 400 Hektar großes Freizeitgelände<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Naturschutzgebiet (in Franz.) (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. November 2008 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.reserves-naturelles.org</ref>. Im Süden liegt ein 450 Hektar großer Gemeindewald, der Forêt domaniale de Port-Royal.

In Trappes entspringt der Bach Maldroit, der über die Mauldre in die Seine entwässert.

Durch die Gemeinde führen sowohl die Route nationale 10 – die eine Verlängerung der Autobahn 12 darstellt und ein sehr hohes Verkehrsaufkommen hat –, als auch die Eisenbahnlinie Paris-Montparnasse-Chartres, für die im Stadtzentrum ein Bahnhof existiert. Beide Verkehrswege bilden einen markanten Schnitt durch das Gemeindegebiet.

Geschichte

Der Name Trappes kommt wahrscheinlich von dem gallischen Ortsnamen trebo, das Dorf. Die Gegend war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt.

Im 17. Jahrhundert wurde ein Teil der Gemeinde dem Besitz König Ludwig XIV. zugeschlagen.

Trappes heute

Trappes zählt zu den Banlieue von Paris und hatte nach dem Zweiten Weltkrieg nur 3.216 Einwohner. In der Nachkriegszeit wurde es zur Planstadt und wuchs auf heute über 30.000 Einwohner an. In den 1970ern war es Teil der Konzeption „Ville Nouvelle“ von Saint-Quentin-en-Yvelines. Es folgte der Bau von Großwohnsiedlungen in Plattenbauweise, die vor allem ärmere Bevölkerungsschichten und Einwanderer anzogen. In französischen und deutschen Medien gilt die Kleinstadt als Sinnbild einer radikalisierten Einwandererkultur, da mehrfach Bewohner der Stadt im Umfeld von Terroranschlägen ermittelt wurden.<ref>Theresa Crysmann: "Die enttäuschten Kinder der Republik wenden sich gegen sie". In: sueddeutsche.de. Süddeutsche Zeitung, 13. November 2020, abgerufen am 7. Juni 2021 (Verbindungsleute der Attentäter der Terroranschläge am 13. November 2015 in Paris; damaliger Bürgermeister sah eine gewisse Stigmatisierung der Stadt).</ref><ref>Matthieu Aron & Elodie Guéguen: Trappes: 60 à 80 jeunes partis en Syrie. In: franceinter.fr. France Inter, 29. April 2016, abgerufen am 7. Juni 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Kontakt der Gruppe, die die Terroranschläge in Brüssel am 22. März 2016 ausführte, nach Trappes).</ref> Es wird auch häufiger von einer Islamisierung der Stadt berichtet.<ref>Michaela Wiegel: „Viele Kinder werden zum Hass auf Frankreich erzogen“. In: faz.net. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. Februar 2021, abgerufen am 7. Juni 2021 (nach Geschlechtern getrennte Friseursalons; Vollverschleierung teils schon für Kinder; Frauen in Cafés unerwünscht; ein Lehrer, der sich gegen die Islamisierung aussprach nach Morddrohungen unter Polizeischutz; Juden verließen die Stadt bereits Anfang des 21. Jahrhunderts; es gibt ein eigenes Buch von Le-Monde-Journalisten zur Islamisierung der Stadt; 400 islamistische Gefährder sollen in der Stadt leben).</ref><ref>Zwei Tote und ein Schwerverletzter bei Messerattacke nahe Paris. In: spiegel.de. Der Spiegel, 23. August 2018, abgerufen am 7. Juni 2021 (Zitat: „Hochburg von Salafisten in Frankreich“).</ref><ref>Martina Meister: Islamisierung. In Trappes sind jetzt alle Fleischereien halal. In: welt.de. Welt, 4. Februar 2018, abgerufen am 7. Juni 2021 (Zitat: „Islamisten geben den Ton an“).</ref> Zudem ist eine ungewöhnlich hohe Zahl von Einwohnern während des Syrienkonflikts nach Syrien gegangen, um dort an Kampfhandlungen teilzunehmen.<ref>Martina Meister: 50 Männer und keine Frau. In: welt.de. 9. Februar 2018, abgerufen am 7. Juni 2021 (mindestens 67 der ca. 32.000 Einwohner gingen bis dahin nach Syrien; Zitat: „Integration gescheitert“).</ref><ref>Thomas Hanke: Drogen und Gewalt – Frankreichs Problemviertel zeigen das Ausmaß misslungener Integration. In: handelsblatt.com. Handelsblatt, 4. Oktober 2018, abgerufen am 7. Juni 2021 (Zitat: „vernachlässigte Vorstadt“, hohe Arbeitslosigkeit, abwertende Bezeichnung als „Trappistan“ oder „Molenbeek-en-Yvelines“).</ref> In englischsprachigen Medien finden sich zudem Schlagworte wie „Bandenkriminalität“ und „Armut“.<ref>Paris knife attack: Man 'kills mother and sister' in suburb street. In: bbc.com. BBC, 23. August 2018, abgerufen am 7. Juni 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Zitat: „Trappes, close to Versailles, is known for gang violence and poverty.“).</ref> Bei der Suche nach Gründen wird zumeist die hohe Arbeitslosigkeit angeführt. Die Regierung hat die Stadt im Jahr 2018 als „einen von 30 von der Republik verlassenen Orten ausgewiesen, die es zurückzuerobern gelte“.<ref>Axel Veiel: Tödliche Attacke in Paris. Rätselraten um Motiv des Messerstechers von Paris. In: stuttgarter-nachrichten.de. Stuttgarter Nachrichten, 23. August 2018, abgerufen am 7. Juni 2021.</ref> Nach Ansicht der Stadt werden vorhandene Probleme übertrieben dargestellt und fördern dadurch erst derartige Entwicklungen.<ref>Nicolas Truong: Eine Stadt am seidenen Faden. In: monde-diplomatique.de. Le Monde, 16. April 1999, abgerufen am 7. Juni 2021 (Bericht von 1999, in dem der damalige Bürgermeister äußert, es sei eine „schamlose Verhöhnung des Engagements von Menschen, die sich im Sozialwesen, in den Initiativen und in der Wirtschaft um ein besseres Image ihrer Stadt bemühen, mit der sie sich sehr verbunden fühlen“, wenn nur die Probleme aufgezeigt bzw. überbetont werden würden – so gab es im Jahr 1998 nur zwei Vergewaltigungen und zwei bewaffnete Raubüberfälle; Le Parisien führte sie aber bereits damals als eine der „verbotenen Siedlungen“; Probleme: hohe Quote von Sitzenbleibern (70 Prozent mindestens einmal), nur 13 Prozent der Einwohner haben ein Abitur; Folgen der „Gruselgeschichten aus der Stadt“: Kreditverweigerung, Vorurteile gegenüber Bewerbern um Arbeitsplätze etc.).</ref><ref>Matthieu Aron & Elodie Guéguen: Trappes: 60 à 80 jeunes partis en Syrie. In: franceinter.fr. France Inter, 29. April 2016, abgerufen am 7. Juni 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), ein Vertreter der Polizeigewerkschaft bezeichnet die Kriminalitätsrate der Stadt als durchschnittlich: „Trappes est une commune avec une délinquance moyenne.“).</ref> Versuche, die Situation durch Investitionen in das Stadtbild zu verbessern, führten zunächst zu keinen nennenswerten Erfolgen.<ref>Gescheiterte Politik - Kommentar. In: Schwäbische Zeitung. presseportal.de, 22. Juli 2013, abgerufen am 7. Juni 2021 (hohe Investitionssummen brachten keine Besserung, da die Integration nicht ausreichend berücksichtigt werde; sozialer und wirtschaftlicher Ausschluss führt zu erhöhter Gewaltbereitschaft).</ref> Allerdings sank die Arbeitslosenquote mittlerweile deutlich und lag im Jahr 2021 unter dem Durchschnitt von Paris.<ref>Kim Willsher: ‘It’s so unfair’: life on the streets of the French town branded as ‘lost to Islam’. In: theguardian.com. The Guardian, 21. Februar 2021, abgerufen am 7. Juni 2021 (der damalige Bürgermeister weist zudem viele der Behauptungen als Gerüchte, Übertreibungen und Lügen von Personen zurück, die nie in der Stadt waren).</ref>

Sehenswürdigkeiten

Siehe: Liste der Monuments historiques in Trappes

Verkehr

Der Bahnhof von Trappes liegt an der Bahnstrecke Paris–Brest.

Städtepartnerschaften

Trappes' Partnerstädte sind:<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.villedetrappes.comLe comité de jumelage de Trappes (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2024. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot Abgerufen am 8. Juli 2011.</ref>

Persönlichkeiten

Literatur

  • Le Patrimoine des Communes des Yvelines. Flohic Editions, Band 2, Paris 2000, ISBN 2-84234-070-1, S. 919–925.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Trappes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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