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Alice Creischer

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Alice Creischer (* 1960 in Gerolstein<ref>An anderem Ort finden sich Fundstellen zum Geburtsort Santa Fe, Argentinien sowie Santa Fe, New Mexico.</ref>) ist eine deutsche Konzeptkünstlerin. Sie setzt sich in ihrem Werk vorwiegend mit Themen von Macht und Wirtschaft auseinander.

Leben

Creischer studierte Philosophie und Literatur an der Universität Düsseldorf sowie bildende Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf. Sie war 1987/88 Meisterschülerin von Fritz Schwegler.

Creischer setzt sich in ihren Arbeiten hauptsächlich mit Themen wie Wirtschaft und Geld, Macht und Machtlosigkeit, sowie Armut und Reichtum auseinander. Sie beschäftigte sich auch theoretisch mit Kunst, indem sie in den Zeitschriften springerin, Texte zur Kunst und ANYP veröffentlichte. 2002 kuratierte Alice Creischer zusammen mit Andreas Siekmann die Ausstellung Gewalt ist der Rand aller Dinge / Violence on the Margin of All Things in der Generali Foundation in Wien. Im Jahr 2006 erhielt sie den norwegischen Edvard-Munch-Preis für Gegenwartskunst. Mitglied der Jury war Roger Buergel,<ref>Second Edward Munch Award for Contemporary Art goes to Alice Creischer. Norwegische Botschaft in Kanada, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 25. Oktober 2007; abgerufen am 3. April 2008 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> der Creischer im Jahr darauf zur documenta 12 einlud.

2010 kuratierte Creischer gemeinsam mit Andreas Siekmann und Max Jorge Hinderer die Ausstellung The Potosí Principle – How can we sing the song of the Lord in an alien land?<ref>The Potosi Principle – Website des Projekts, Online unter http://potosiprincipleprocess.wordpress.com/about/</ref> für das Museo Reina Sofía in Madrid. Die kontrovers diskutierte Ausstellung zeigte erstmals Bilder aus der Malereischule von Potosi in einem musealen Kontext und konfrontierte die Werke aus dem kolonialen Lateinamerika des 17ten und 18ten Jahrhunderts mit Positionen aktueller Künstler wie Stephan Dillemuth oder Chto Delat. Die danach im Berliner Haus der Kulturen der Welt sowie im Museo Nacional de Arte und im MUSEF in La Paz gezeigte Ausstellung, entwickelte eine ganz eigene Ausstellungsgrammatik: um der musealen Entkontextualisierung, der Ästhetisierung durch den „White Cube“ zu entkommen, wurde kein Bild in traditioneller Weise an die Wand gehängt – die Kuratoren entwickelten stattdessen ein ganz eigenes System der Installation. Das „Potosi Prinzip“ stellt die Behauptung auf, dass die Moderne und die Globalisierung in Lateinamerika geboren wurden – und bereits in den Silberminen von Potosí untrennbar mit kolonialer Unterdrückung und Ausbeutung verknüpft waren.

Creischer lebt und arbeitet in Berlin sowie in Buenos Aires.

Ausstellungen

Einzelausstellungen

Teilnahme an Gruppenausstellungen (Auswahl)

  • 2013: Zur Aktualisierung des Atlasses von Arntz und Neurath, mit Andreas Siekmann, K' Zentrum Aktuelle Kunst, Bremen.
  • 2007: documenta 12, Kassel.
  • 2005: Be what you want but stay where you are, Witte de With, Rotterdam.
  • 2004: Ex Argentina – Schritte zur Flucht von der Arbeit zum Tun, Museum Ludwig, Köln.
  • 2003: Die Regierung, Kunstraum der Universität Lüneburg.
  • 2000: Dinge, die wir nicht verstehen, Generali Foundation, Wien.
  • 2000: Gouvernementalität, Alte Kestner Gesellschaft, Hannover.
  • 2000: Sidewalks, Künstlerhaus Bremen.
  • 1998: Mach doch heute Lobby, Kunstbüro Wien.<ref>Matthias Poledna: Alice Creischer. In: Springerin. Nr. 1, 1999, S. 73–74.</ref>
  • 1994: Freundschaftsspiel, Kunsthalle Düsseldorf.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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