Zum Inhalt springen

Christoph Silberysen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 23. Mai 2025 um 13:39 Uhr durch imported>M2k~dewiki (Leben: +).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Wettingen Kloster KreuzgangNord P6A1911 HDRj.jpg
Wappenscheibe des Christoph Silberysen im Kreuzgang des Klosters Wettingen (1566)

Christoph Silberysen (auch: Silbereisen, Silberisen; * 1541 in Baden AG; † 1608 in Wettingen) war von 1563 bis 1594 Abt des Zisterzienserklosters Wettingen und Buchautor.

Leben

Informationen über Christoph Silberysen sind spärlich. Unter seiner Führung entstanden im Kloster reich illustrierte Chroniken; die Abtei erhielt Standesscheiben, Glasgemälde und weitere repräsentative Ausstattungsgegenstände. 1576 vollendete Silberysen seine unter anderem von Jacob Hoffmann illustrierte Schweizer Chronik. Der Text des ersten Bandes ist eine Kopie der Chronik von Heinrich Brennwald, die Bände zwei und drei sind Kopien der Chronik von Werner Schodoler.<ref>Siehe Gagliardi</ref> Silberysens Chronik gehört in der Reihe der Schweizer Chroniken zu den jüngeren und wird in der Aargauer Kantonsbibliothek in Aarau aufbewahrt. Eine zeitgenössische Kopie des ersten Bandes befindet sich in der Universitätsbibliothek Heidelberg.<ref>Universitätsbibliothek Heidelberg, Cod. Sal. X,1; Silberysen, Christoph; Große Schweizer Chronik</ref>

Silberysens dreibändige Schweizerchronik wurde digitalisiert und ist im Internet zugänglich.<ref>Büro dlb</ref>

In der Sammlung des Bernischen Historischen Museums befindet sich ein Eulen- oder Kauzpokal aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts mit dem Wappen Silberysen, der möglicherweise aus dem Besitz Christoph Silberysens stammt.<ref>Bernisches Historisches Museum, Inv. Nr. 332.3, Depositum Bogenschützengesellschaft der Stadt Bern, Wyss 1996, S. 268.</ref>

Bilder

Literatur

  • Hans Herzog: Silberysen, Christoph. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 34, Duncker & Humblot, Leipzig 1892, S. 318 f.
  • Anton Kottmann: Silberysen, Christoph. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  • Walter Muschg: Die Schweizer Bilderchroniken des 15./16. Jahrhunderts. Atlantis, Zürich 1941.
  • Thomas Richter: Wunderkammer. Kunst, Natur und Wissenschaft in Renaissance und Barock. In: Bernisches Historisches Museum (Hrsg.): Glanzlichter aus dem Bernischen Historischen Museum. Band 15. Bern 2005, S. 20–21.
  • Regula Schmid: „ein anmuot und liebe zuo allerleÿ herrlichen khünsten“. Abt Christoph Silberysen und seine Werke. In: Antiquarische Gesellschaft in Zürich (Hrsg.): Das Kunst-, Weydny- oder Vogelbuch des Jodok Oesenbry. Zentralbibliothek Zürich, Ms. C 22 (= Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich. Bd. 83 = Antiquarische Gesellschaft in Zürich. Neujahrsblatt. 180). Edition und Kommentar von Christoph Gasser. Chronos, Zürich 2016, ISBN 978-3-0340-1318-5, S. 285–292.
  • Ernst Gagliardi: Beiträge zur Geschichte der Historiographie in der Schweiz. 3. Der angebliche Kompilator Silberysen und der angebliche Kompilator Schodeler. In: Jahrbuch für Schweizerische Geschichte 35, 1910, S. 63–67. e-periodica
  • Robert L. Wyss: Handwerkskunst in Gold und Silber. Das Silbergeschirr der bernischen Zünfte, Gesellschaften und burgerlichen Vereinigungen, Bern 1996.

Weblinks

Commons: Christoph Silberysen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Äbte des Klosters Wettingen
bis zur Verstaatlichung

Konrad (1227) | Heinrich von Murbach (1256–1261) | Volker von Fulach (1278–1305) | Ulrich Wolleb (1306–1308) | Konrad von Müllheim (1310–1316) | Heinrich von St. Gallen (1316–1324) | Jakob von Schaffhausen (1324–1335) | Eberhard von Tengen (1335–1337) | Heinrich Sitti (1343–1351) | Johann Murer (1351–1352) | Berthold Tutz (1356–1358) | Albrecht Hector (1358–1379) | Johann Paradyser (1379–1385) | Burkart Wiß (1385–1407) | Johann Türr (1407–1427) | Johann Schwarzmurer (1427–1433) | Rudolf Wülflinger (1433–1445) | Johann Schwarzmurer (1445–1455) | Johann Wagner (1455–1462) | Albrecht Haas (1462–1486) | Johann Müller (1486–1521) | Andreas Wengi (1521–1528) | Georg Müller (1528–1531) | Johannes Schnewly (1534) | Johann Nöthlich | Peter I. Eichhorn, OSB (1550–1563) | Christoph Silberysen (1564–1594) Peter II. Schmid (1594–1633) | Christoph Bachmann (1633–1641) | Niklaus von Flüe (1641–1649) | Bernhard Keller (1649–1659) | Gerhard Bürgisser (1659–1670) | Benedikt Staub (1670–1672) | Marian Ryser (1672–1676) | Nikolaus Göldlin von Tiefenau (1676–1686) | Ulrich Meyer (1686–1694) | Basilius Reuty (1695–1703) | Franziskus Baumgartner (1703–1721) | Alberich I. Beusch (1721–1745) | Peter Kälin (1745–1762) | Sebastian Steinegger (1768–1807) | Benedikt II. Geygis (1807–1818) | Alberich II. Denzler (1818–1840)

Äbte der
Territorialabtei Wettingen-Mehrerau

Leopold Höchle (1840–1864) | Martin Reimann (1864–1878) | Maurus Kalkum (1878–1893) | Laurentius Wocher (1893–1895) | Augustin Stöckli (1895–1902) | Eugen Notz (1902–1917) | Kassian Haid (1917–1949) | Heinrich Suso Groner (1949–1968) | Kassian Lauterer (1968–2009) | Anselm van der Linde (2009–2018) | Vinzenz Wohlwend (seit 2018)

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein