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Rostralknochen

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Datei:Triceratops 2 Skulls Senckenberg.jpg
Schädel von Triceratops: der Rostralknochen bildet den vordersten Teil des Oberkiefers

Der Rostralknochen (Rostrale) ist ein bei der Dinosauriergruppe der Ceratopsia vorhandener Knochen an der Spitze des Oberkiefers. Es ist ein unpaarer, vor dem Zwischenkieferbein liegender Knochen und stellt vielleicht die auffälligste Synapomorphie der Ceratopsia dar.

Insbesondere bei den höher entwickelten Neoceratopsia ist der Rostralknochen kielförmig und vorne zugespitzt und bildet dabei das Gegenstück zu dem bei allen Vogelbeckensauriern vorhandenen, vor dem Dentale im Unterkiefer gelegenen Praedentale. Der hakenförmige Rostralknochen griff über das ebenfalls zugespitzte Praedentale hinaus und sorgte so für die typische papageienschnabelähnliche Schnauze (Rostrum) dieser Tiere. Dieser hohe, schmale Schnabel unterschied sich von den runden, breiten Schnäbeln der meisten anderen Vogelbeckensaurier und ermöglichte eine sehr selektive Nahrungsaufnahme.

Der Rostralknochen der Ceratopsia ist nicht zu verwechseln mit dem Rüsselbein (Os rostrale) der Schweine sowie dem auch als Rostrale bezeichneten Rostralschild (Scutum rostrale) an der Spitze der Schlangenschnauze und den kleinen Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Mosaikknochen<ref>Rostrale. In: Ulrich Lehmann: Paläontologisches Wörterbuch. 4. Auflage. Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart 1996, ISBN 3-432-83574-4, S. 206.</ref> in der Schnauzenregionen der Fische (auch: Rostralserie).

Literatur

  • Wilfried Westheide, Reinhard Rieger (Hrsg.): Spezielle Zoologie. Teil 2: Wirbel- oder Schädeltiere. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin 2004, ISBN 3-8274-0307-3, S. 401–402.
  • David Fastovsky, David Weishampel: The Evolution and Extinction of the Dinosaurs. Cambridge University Press, Cambridge 2005, ISBN 0-521-81172-4.

Einzelnachweise

<references />