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Metallphthalein

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Strukturformel
Strukturformel von Metallphthalein
Allgemeines
Name Metallphthalein
Andere Namen
  • Phthaleinpurpur
  • 5′,5′′-Bis[N,N-bis(carboxymethyl)aminomethyl]-kresolphthalein
  • Xylenolphthaleinbis(iminodiessigsäure)
  • o-Kresolphthalexon
  • o-Kresolphthalein-Komplexon
Summenformel C32H32N2O12
Kurzbeschreibung

beiges, geruchloses, kristallines Pulver<ref name="Merck">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei MerckVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 219-318-8
ECHA-InfoCard 100.017.563
PubChem 75485
ChemSpider 68014
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 636,62 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

186 °C<ref name="Merck" />

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser,<ref name="Merck" /> löslich in Ethanol<ref>Europäisches Arzneibuch 10.0. Deutscher Apotheker Verlag, 2020, ISBN 978-3-7692-7515-5, S. 897.</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Merck" />
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze<ref name="Merck" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Metallphthalein ist ein Triphenylmethanfarbstoff und gehört zur Gruppe der Phthaleine. Das analoge Sulfonphthalein ist das Xylenolorange. Es wird als Indikator in der Komplexometrie eingesetzt.

Chemische Eigenschaften

Metallphthalein enthält einen Lactonring, vier Carboxy-, zwei Amino- und zwei Hydroxygruppen, die jeweils protoniert bzw. deprotoniert werden können. Weiters kann im stark sauren bzw. basischen Milieu auch der Lactonring gespalten werden. Bei pH ≈ 12–13 liegt Metallphthalein in einer rosafarbenen Form vor. In dieser Form bildet es mit einigen zweiwertigen Metallionen einen schwachen violettgefärbten Komplex, der durch Zugabe eines stärkeren Komplexbildners wie zum Beispiel EDTA wieder zerstört wird.<ref name="Googlebook">M. Hübel, Ciba Geigy et al.: Laborpraxis. Band 4, 5. Auflage, Birkhäuser-Verlag, Basel 1996, S. 123 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.)</ref>

Verwendung

Metallphthalein wird, neben Eriochromschwarz T, in der Komplexometrie zur Bestimmung von Ba2+, Ca2+, Cd2+, Mg2+ und Sr2+ als Indikator eingesetzt.<ref>Eintrag zu Metallphthalein. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref><ref>aprentas (Hrsg.): Laborpraxis. 6. Auflage. Band 4: Analytische Methoden. Springer-Verlag, 2017, ISBN 978-3-0348-0972-6, S. 29 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Einzelnachweise

<references />