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Hans Dieter Beck

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Datei:Hans Dieter Beck 2022.jpg
Hans Dieter Beck, 2022

Hans Dieter Fromund Beck (* 9. April 1932 in München; † 3. Januar 2025 ebenda) war ein deutscher Verleger. Der Jurist war einer der beiden Gesellschafter der Verlagsgruppe C. H. Beck und verantwortete im Unternehmen das Verlagsprogramm Recht, Steuern und Wirtschaft.

Leben

Hans Dieter Beck wurde 1932 als Sohn des Verlegers Heinrich Beck in München geboren. Er legte das Abitur am Maximiliansgymnasium München ab.<ref name=":1"> Arnulf Baumann, Dieter Janson (Historischer Teil), Helmut Christ (Mitgliederverzeichnis): Die Burschenschaft der Bubenreuther. 1817–2017. Erlangen 2017, S. 487</ref> Er studierte an den Universitäten München, Erlangen, Heidelberg und Bonn zunächst Mathematik und Physik, dann Germanistik und Psychologie und schließlich Rechtswissenschaften.<ref>Verlegerlegende mit 92 Jahren verstorben - Hans Dieter Beck ist tot. In: Legal Tribune Online, 4. Januar 2025.</ref><ref name=":1" /> Seit dem Sommersemester 1951 war er Mitglied der Burschenschaft der Bubenreuther Erlangen.<ref name=":1" /> Ab Januar 1961 war er „als eine Art juristischer Lektor“ im familieneigenen Verlag tätig; im selben Jahr wurde er mit einer Dissertation über den Lizenzvertrag im Verlagswesen zum Dr. jur. promoviert.<ref name="FAS 3.4.22" /> Nach vier Jahren Arbeit im Verlag und einem längeren USA-Aufenthalt, unter anderem an der Harvard Business School und als Volontär in einem amerikanischen Verlag,<ref name="FAS 3.4.22" /> sammelte er Erfahrungen im Justizdienst als Gerichtsassessor und später als Richter am Landgericht München I.

Ende 1970 ging er zurück zum Verlag, um den juristischen und wirtschaftlichen Bereich und zugleich die Leitung der Nördlinger Druckerei zu übernehmen.<ref>Anna Prizkau: Zwei deutsche Brüder. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 24. Dezember 1993, abgerufen am 4. April 2022.</ref> Ab 1971 leitete er den juristischen Verlagszweig.<ref>Über den Verlag C.H.BECK München. C. H. Beck, abgerufen am 5. Januar 2025.</ref> Gemeinsam zunächst mit seinem Bruder Wolfgang Beck und dann mit seinem Neffen Jonathan Beck,<ref name="FAS 3.4.22" /> der die Belletristik und den Sachbuchbereich verantwortet, bildete er damit in direkter Abstammung vom Firmengründer die sechste Führungsgeneration des 1763 von Carl Gottlob Beck gegründeten Familienunternehmens.<ref name="spiegel-362013">Melanie Amann: Der Methusalem-Komplex. In: Der Spiegel. Nr. 36, 2013 (online).</ref>

In weiteren Funktionen war Beck von 1979 bis 1982 Vorsitzender im Landesverband Bayern des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels<ref>1960–1989. Börsenverein des Deutschen Buchhandels Bayern, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 21. April 2015.</ref> und Vorstandsmitglied in der Arbeitsgemeinschaft rechts- und staatswissenschaftlicher Verlage.

Nach dem Ende des Kalten Krieges engagierte sich Beck auch im früheren Ostblock. In Polen hatte er damit großen Erfolg, in Russland scheiterte er. So wollte beispielsweise die russische Geschäftsführung die deutsche Muttergesellschaft enteignen, oder der russische Staat forderte horrende Strafzahlungen für angebliche Unregelmäßigkeiten in der Buchhaltung. Beck gewann diese Prozesse zwar vor Gericht, erkannte aber, dass neben der allmächtigen Regierung die Justiz dort nur am Rande eine Rolle spielte. 1999 zog er sich aus Russland zurück.<ref name="FAS 3.4.22">Corinna Budras: Der Nimmermüde, in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 3. April 2022.</ref>

1989 wurde Beck das Verdienstkreuz Erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen, 1992 die Medaille München leuchtet, 1993 der Ehrenpreis des Schwabinger Kunstpreises, 2002 die Ehrenbürgerwürde der Stadt Nördlingen<ref>„Bedeutender als das Oktoberfest“. In: Augsburger Allgemeine. 20. September 2010, abgerufen am 23. April 2015.</ref> und 2012 der Bayerische Verdienstorden.

Hans Dieter Beck lebte bis zu seinem Tod im Januar 2025 in München, war verheiratet und Vater von drei Töchtern.<ref name="spiegel-362013" /><ref>Der Verlag C.H. Beck trauert um seinen Verleger Dr. Hans Dieter Beck. In: Verlag C.H. Beck. 4. Januar 2025, abgerufen am 4. Januar 2025 (Pressemitteilung).</ref> Er starb am 3. Januar 2025 im Alter von 92 Jahren in München.<ref>Trauernzeigen Hans Dieter Beck. In: https://lebenswege.faz.net/traueranzeige/hans-dieter-beck. 11. Januar 2025, abgerufen am 11. Januar 2025.</ref>

Literatur

  • Hans Dieter Beck wird 90: Der Rechtsexperte. In: Börsenblatt. Nr. 15/16, 14. April 2022, S. 38 (boersenblatt.net).
  • Michael Roesler-Graichen: „Die Weichen sind gestellt“. In: Börsenblatt. Nr. 19, 12. Juni 2022, S. 6–9 (Interview über den juristischen Buchmarkt und Nachfolgeregelungen im Verlag).
  • fz/LTO-Redaktion: Verlegerlegende mit 92 Jahren verstorben: Hans Dieter Beck ist tot. In: Legal Tribune Online. 4. Januar 2025 (lto.de [abgerufen am 4. Januar 2025]).

Weblinks

Commons: Hans Dieter Beck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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