Marianne Grosse
Marianne Grosse (* 14. Oktober 1962 in Rendsburg) ist eine deutsche Politikerin (SPD). Von 2001 bis 2010 war sie Abgeordnete im Landtag Rheinland-Pfalz und von 2010 bis 2026 Bau- und Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Mainz.
Ausbildung, Beruf und Familie
Grosse absolvierte eine Ausbildung zur staatlich geprüften Wirtschaftsassistentin und studierte Politikwissenschaften, Neuere Geschichte und Anglistik. Von 1992 bis 1998 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin des Bundestagsabgeordneten Eckhart Pick. Anschließend war sie bis 2001 Referatsleiterin für Reden und Öffentlichkeitsarbeit beim Minister für Arbeit, Soziales und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz, Florian Gerster. Grosse ist verheiratet und hat drei Kinder. Sie wohnt seit 2018 in Mainz-Mombach.<ref name='Grosse'/>
Politik
1982 trat Grosse der SPD bei. 1997 wurde sie Mitglied des Kreistages des Landkreises Mainz-Bingen, in dem sie zwei Jahre später zur stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt wurde. 2001 wurde sie Vorsitzende des SPD-Verbands Bodenheim und Abgeordnete des rheinland-pfälzischen Landtags. Sie vertrat dort bis zum 11. Februar 2010 den Wahlkreis 30 (Ingelheim am Rhein) und war Mitglied des Ausschusses für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit sowie des Ausschusses für Gleichstellung und Frauenförderung.
Marianne Grosse wurde am 10. Februar 2010 mit 33 gegen 22 Stimmen zur hauptamtlichen Beigeordneten der Landeshauptstadt Mainz gewählt. Ihr Bereich, Dezernat VI, umfasst die Bereiche Bauen, Denkmalpflege und Kultur. Damit war sie Teilnachfolgerin sowohl des ehrenamtlichen Kulturdezernenten Peter Krawietz (der Schulbereich ging an Dezernat IV), sowie des ehemaligen Baudezernenten Norbert Schüler (der Bereich Sport ging an Dezernat II (Günter Beck) und der Bereich Verkehr an Dezernat V (damals Wolfgang Reichel und ab dem Folgejahr Katrin Eder).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Artikel Allgemeine Zeitung Mainz ( vom 13. Februar 2010 im Internet Archive) </ref> In ihrer Amtszeit wurde das Bebauungsplanverfahren für den Mainzer Zollhafen zum Satzungsbeschluss gebracht. Ebenfalls in ihre Amtszeit fiel der erste Bürgerentscheid in Mainz im April 2018, an dem etwas mehr als 40 % der etwa 161.000 abstimmungsberechtigten Einwohner teilnahmen. Sie stimmten mit 77 % gegen ein vom Stadtrat mehrheitlich beschlossenes Bauprojekt, den „Bibelturm“, als neu zu bauendem Teil des Gutenbergmuseums; dieser Neubau war auch von Grosse befürwortet worden.
Am 17. Mai 2017 wurde Grosse mit 34 gegen 21 Stimmen für eine weitere Amtszeit als Bau- und Kulturdezernentin wiedergewählt.<ref>Lensch folgt auf Merkator: Kandidaten der Mainzer CDU fallen bei Dezernentenwahl durch. Allgemeine Zeitung Mainz, 17. Mai 2017, abgerufen am 18. Mai 2017.</ref> Im Juni 2024 gab sie bekannt, 2026 nicht für eine weitere Amtszeit zu kandidieren.<ref>Mainzer Bau- und Kulturdezernentin Grosse hört auf. swr.de, 25. Juni 2024, abgerufen am 31. Januar 2026.</ref> Grosse schied zum 4. Februar 2026 aus ihrem Amt aus.<ref>Marianne Grosse verabschiedet sich. swr.de, 4. Februar 2026, abgerufen am 5. Februar 2026.</ref>
Marianne Grosse war bis Mai 2018 Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Nackenheim.<ref name='Grosse'>Salvatore Barbaro ist neuer Vorsitzender der SPD Nackenheim</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Grosse, Marianne |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Politikerin (SPD), MdL |
| GEBURTSDATUM | 14. Oktober 1962 |
| GEBURTSORT | Rendsburg |