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Ezafe

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Die Ezāfe (Varianten: Izafa, Izafat; {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), persisch اضافه, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), aus dem arabischen {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / إضافة / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / ‚Verbindung‘) bezeichnet eine enklitische Partikel, die Attribute (Nomen, Pronomen, Adjektiv) an deren Bezugsnomen bindet. Dieses Syntagma nennt man auch eine „Ezāfe-Konstruktion“. Sie ist typisch für manche iranische Sprachen, weshalb sich die persische Bezeichnung eingebürgert hat. Sie ist auch in indoarische Sprachen wie Urdu und in Turksprachen eingegangen.

Hauptfunktionen der Ezāfe sind:<ref>University of Texas: Persian online grammar and resources, Ezāfe 1</ref>

  • Besitzanzeige, z. B. کتابِ فرهاد, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), ‚Farhads Buch‘, کتابِ من, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), ‚mein Buch‘.
  • adjektivische Eigenschaftsbestimmung, z. B. کتابِ معروف, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), ‚das berühmte Buch‘.
  • Benennung, z. B. شهرِ تهران, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), ‚die Stadt Teheran‘. (Vgl. englisch “the city of Tehran”.)

Dabei können regelrechte „Ezāfe-Ketten“ gebildet werden, indem jedes weitere Attribut durch eine weitere Ezāfe angebunden wird, z. B.:

„Das schöne, alte Haus“ (persisch خانه‌ی کهنه‌ی قشنگ, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); Konstruktion: Haus-<Ezāfe> alt-<Ezāfe> schön, wörtl.: „Das Haus, welches schön, welches alt“)

Gesprochen wird die persische Ezāfe -e bzw. nach Vokal -ye; so auch die DMG-Umschrift für jüngeres Persisch<ref>DMG-Denkschrift S. 17</ref> (DIN-Umschrift stets -i<ref>DIN 31635:2011, Abschnitt 8.2 Nr. 4 (Persisch), auch Abschnitt 11.2 Nr. 11.1 (Paschtu)</ref>).

Im Persischen gibt es je nach Wortendung folgende Möglichkeiten zur Schreibung der Ezāfe:<ref>Saeed Yousef: Persian: a comprehensive grammar (2018), S. 49 f.</ref>

  • nach Konsonanten: ـِ Kasre (entfällt meist)
  • nach ی (ī/ey): keine Kennzeichnung
  • nach ا (ā), و (ū/ou): ی Ye (nach ou auch ohne Kennzeichnung)
  • nach stummem ه (a/e): ـٔ Hamza (also هٔ) oder ی Ye

Im Urdu treten folgende Schreibungen der dort Iżāfat ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) genannten Konstruktion auf:<ref>Richard Ishida: Urdu, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />izāfat (Memento des Vorlage:IconExternal vom 12. Februar 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/r12a.github.io; Ruth Laila Schmidt: Urdu: an essential grammar (1999), S. 247</ref>

  • nach Konsonanten: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Zer
  • nach {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value): {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Zer oder {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Hamza (also {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
  • nach {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value): keine Kennzeichnung oder {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Hamza (also {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
  • nach {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value): {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Ye mit Hamza + Bari Ye
  • nach stummem {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value): {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Hamza (also {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))

Die Iżāfat kehrt die sonst im Urdu übliche Wortfolge um. Dadurch haben Iżāfat-Konstruktionen oft eine gehobenere Bedeutung als der normale Genitiv. Z. B.:

{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) – im Allgemeinen
{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) – als offizielle Bezeichnung.

Im Osmanisch-Türkischen, in dem die dort İzafet genannte Konstruktion ebenfalls weit verbreitet ist, erscheint sie durchgehend mit -(y)i oder -(y)ı vokalisiert und wird oft graphisch mit Bindestrich vom Bezugsnomen abgetrennt. Wo sich die İzafet im modernen Türkisch erhalten hat, wird sie auch der Labialharmonie unterworfen und taucht dann in den Vokalisationen -(y)u und -(y)ü auf.

Einige iranische Sprachen, besonders die kurdischen, haben die Ezāfe nicht aus dem Persischen entlehnt, sondern aus älteren Sprachstufen ererbt. Dabei ist die Form der Ezāfe von Sprache zu Sprache unterschiedlich. In manchen Sprachen gibt es für die verschiedenen Genera und Kasus unterschiedliche Formen der Ezāfe (z. B. in Kurmandschi).

Geschichte

Die Ezāfe hat sich aus dem altiranischen Relativpronomen entwickelt, dessen Stamm ya- lautet. Ob sie sich direkt aus dem einfachen Relativpronomen entwickelt hat, oder aus der altpersischen Form des Relativpronomens, ist nicht zu entscheiden. Im Altpersischen sind die Relativpronomina eine Komposition aus den Demonstrativpronomina auf ha- bzw. ta- und dem eigentlichen Relativpronomen auf ya-, z. B. Nom.Sg.m.: haya, wörtlich „dieser welcher“.

Im Mittelpersischen kann die Ezāfe (die durch das Aramäogramm Y buchstabiert und als ī transkribiert wird) noch ganze Relativsätze an das Bezugsnomen binden. Während dies beispielsweise in Soranî immer noch möglich ist, hat das Neupersische dies verloren.

Die Ezāfe-Konstruktion wurde auch in das Osmanische (als -i und ) und ins Urdu entlehnt.

Weblinks

Wiktionary: Ezafe – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references />