Ilia II.
Ilia II. ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); gebürtig Irakli Ghuduschauri-Schiolaschwili; {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 4. Januar 1933 in Ordschonikidse, Nordossetische Autonome Oblast, Russische SFSR, Sowjetunion; † 17. März 2026 in Tiflis<ref>Patriarch Ilia II of Georgia reposed in the Lord. In: orthodoxtimes.com. 17. März 2026, abgerufen am 17. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) war ein georgischer orthodoxer Geistlicher. Er war Katholikos-Patriarch der Georgischen Orthodoxen Kirche, Erzbischof von Mzcheta-Tiflis und Metropolit von Sochumi-Abchasien.<ref>ცხუმ-აფხაზეთის ეპარქიის მმართველობა ილია მეორეს გადაეცა / Ilia II. wurde zum Metropoliten von Zchum-Abchasien gewählt. 22. Dezember 2010, abgerufen am 18. März 2026. In: interpressnews.ge.</ref>
Leben
Laufbahn
Der Sohn des Giorgi S. Schiolaschwili und dessen Ehefrau Natalia Kobaidse stammte aus einem einflussreichen Familienclan, der mit dem ehemaligen georgischen Königshaus der Bagratiden verwandt ist. Wenige Tage nach seiner Geburt wurde er getauft. Nach dem Oberschulabschluss 1952 begann er ein Studium zunächst am Moskauer Theologischen Seminar, später an der Theologischen Akademie Moskau. 1957 legte er das Ordensgelübde als Mönch ab und erhielt den Namen Ilia zur Ehre des Propheten Elias. 1959 wurde er zum Priester geweiht. 1960 schloss er sein Studium mit dem akademischen Grad eines „Kandidaten der Theologie“ (= Dr. theol.) ab. Die Promotionsschrift behandelt das ursprünglich georgische Kloster Iviron auf dem Athos.
Im selben Jahr wechselte er als Priester an die Kathedrale von Batumi, Georgien. 1963 wurde er Bischof von Batumi-Schemokmedi und Patriarchalvikar. Zugleich übernahm er bis 1973 das Amt des Rektors des Theologischen Seminars von Mzcheta, der damals einzigen theologischen Ausbildungsstätte in Georgien. 1967 wurde Ilia nach Abchasien versetzt, erwarb dort 1969 den Rang eines Metropoliten. 1977 wurde er zum Katholikos-Patriarchen der Georgischen Orthodoxen Kirche gewählt und trug seit seiner Inthronisation am 25. Dezember den Namen Ilia II.
In seiner Amtszeit stieg die Anzahl der orthodoxen Diözesen Georgiens von 15 auf 47, die Anzahl der Klöster auf 53 und die Anzahl der Geistlichen auf etwa 3000.<ref name="orf18032026">Georgien: Orthodoxer Patriarch Ilia II. verstorben. In: religion.orf.at. 18. März 2026, abgerufen am 18. März 2026.</ref> Es wurden fünf neue theologische Seminare und Akademien gegründet und drei orthodoxe Gymnasien eröffnet. Die Bibel wurde in modernem Georgisch gedruckt, zahlreiche theologische Zeitschriften und Zeitungen veröffentlicht, orthodoxe Alters- und Behindertenheime, Waisenhäuser und Jugendzentren gebaut.
2016 traf er in Tiflis Papst Franziskus auf dessen von Spannungen zwischen den christlichen Konfessionen begleiteter Reise im Südkaukasus.<ref name="orf18032026" />
Patriarch Ilia II. starb am 17. März 2026 im Alter von 93 Jahren nach langer, schwerer Krankheit in Tiflis. Er war die mit Abstand populärste Persönlichkeit Georgiens und galt als Integrationsfigur des Landes. Er hatte rund 50.000 Patenkinder.<ref name="orf18032026" />
Mitgliedschaften
Ilia war seit 1964 Mitglied der Christlichen Friedenskonferenz, an deren Allchristlichen Friedensversammlungen (ACFV) er regelmäßig teilnahm. Die V. ACFV in Prag wählte ihn zum Mitglied des Ausschusses zur Fortsetzung der Arbeit. Von 1978 bis 1983 war er einer der damals sechs Präsidenten des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK/WCC). Seit 1997 war er Mitglied der Internationalen Akademie für Information der UNO.
Positionen zu Politik und Gesellschaft
Seine Positionen zu Demokratie und Menschenrechten sind umstritten. Er verfolgte das Ziel der Wiederherstellung der Monarchie in Georgien. Im Oktober 2007 schlug er vor, die georgische Verfassung zu ändern und eine konstitutionelle Monarchie einzuführen. Er sprach sich dafür aus, der 1801 vom russischen Zaren entthronten Bagratiden-Dynastie erneut den Thron anzubieten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Time For a King in Georgia? ( vom 21. Januar 2008 im Internet Archive) In: EurasiaNet, 12. Oktober 2007.</ref> Er arrangierte am 8. Februar 2009 die Heirat von Dawit Bagration-Muchraneli mit Ana Bagration-Grusinski, der ältesten Tochter von Nugsar Bagration-Grusinski. Diese Ehe, obgleich 2013 wieder geschieden, vereint die Grusinski- und die Muchrani-Zweige der Herrscherdynastie der Bagratiden in der Person des 2011 geborenen gemeinsamen Sohnes Giorgi, der als künftiger Thronprätendent für Georgien gilt und nach dem Wunsch des Patriarchen im Land aufwächst.
2013 forderte der Patriarch das Verbot einer Homosexuellen-Demo in Tiflis zum Internationalen Tag gegen Homophobie am 17. Mai. Homosexualität sei „anormal und eine Krankheit“, die Kundgebung eine „Verletzung der Rechte der Mehrheit“ und „eine Beleidigung der georgischen Nation“. Am Tag der Demonstration kamen rund 5000 orthodoxe Gegendemonstranten zu dem Aufzug. Angeführt von Priestern durchbrachen sie die Polizeiabsperrungen und trieben die Demonstrationsteilnehmer in die Flucht.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: BBC News, 19. Mai 2013. Abgerufen am 17. Mai 2013Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: BBC News, 17. Mai 2013 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
Ehrungen und Auszeichnungen
1986 erhielt er die Ehrendoktorwürden des theologischen St. Wladimir Seminars in New York, 1997 der Akademie der Wissenschaften Kretas. Ab 2003 war er Ehrenmitglied der Georgischen Akademie der Wissenschaften, ab 2007 der Internationalen Akademie zur Beförderung der wissenschaftlichen Forschung. Im Februar 2008 wurde ihm der Dawit-Guramischwili-Preis verliehen. Prinz David Bagration von Mukhrani verlieh ihm die Collane des Ordens des Adlers von Georgien.
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ilya the Second. ( vom 15. Juni 2007 im Internet Archive) Caucasian Knot
Einzelnachweise
<references/>
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| David V. Dewdariani | Patriarch der Georgischen Orthodoxen Apostelkirche 1977–2026 | Vakanz |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ilia II. |
| ALTERNATIVNAMEN | ილია II (georgisch); Irakli Ghuduschauri-Schiolaschwili (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | georgisch-orthodoxer Patriarch |
| GEBURTSDATUM | 4. Januar 1933 |
| GEBURTSORT | Ordschonikidse, Nordossetische Autonome Oblast, Russische SFSR, Sowjetunion |
| STERBEDATUM | 17. März 2026 |
| STERBEORT | Tiflis, Georgien |
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- Orthodoxer Patriarch
- Orthodoxer Bischof (20. Jahrhundert)
- Orthodoxer Bischof (21. Jahrhundert)
- Georgische Orthodoxe Kirche
- Mitglied der Christlichen Friedenskonferenz
- Person des Christentums (Georgien)
- Ehrendoktor der Staatlichen Universität Tiflis
- Träger des Ordens des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse)
- Georgier
- Sowjetbürger
- Geboren 1933
- Gestorben 2026
- Mann