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Le Merlerault

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Le Merlerault
Datei:Blason Le Merlerault.svg
Staat Frankreich
Region Normandie
Département Orne
Arrondissement Mortagne-au-Perche
Gemeinde Merlerault-le-Pin
Koordinaten 48° 42′ N, 0° 17′ OKoordinaten: 48° 42′ N, 0° 17′ O
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Postleitzahl 61240
Ehemaliger INSEE-Code 61275
Eingemeindung 1. Januar 2025
Status Commune déléguée
Website www.lemerlerault.fr
Datei:FranceNormandieLeMerleraultHotelDeVille.jpg
Ehemaliges Rathaus (Hôtel de ville)

Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Le Merlerault (<templatestyles src="IPA/styles.css" />[lə mɛʁləʁo] <phonos file="Fr-Le Merlerault.ogg"></phonos>) ist eine ehemalige französische Gemeinde mit 756 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Orne in der Region Normandie. Sie gehörte zum Arrondissement Mortagne-au-Perche. Die Bewohner werden Merluriens und Merluriennes genannt.

Der Erlass des Präfekten vom 13. September 2024 legte mit Wirkung zum 1. Januar 2025 die Eingliederung von Le Merlerault als Commune déléguée zusammen mit den früheren Gemeinden Godisson, La Genevraie, Les Authieux-du-Puits und Nonant-le-Pin zur Commune nouvelle Merlerault-le-Pin fest.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Recueil - l’O - Actes Administratifs Préfecture de l’Orne.] (PDF) Département Orne, , S. 2–4, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 22. Oktober 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Geografie

Datei:61275-Le Merlerault-Sols.png
Bodennutzung, Hydrografie und Infrastruktur von Le Merlerault (2018)

Le Merlerault liegt etwa 28 Kilometer nordwestlich von Mortagne-au-Perche und etwa 33 Kilometer nordnordöstlich von Alençon im Süden der Région naturelle des Pays d’Auge. Das Ortsgebiet wird entwässert vom Don, einem Nebenfluss der Orne, der es im Süden auf einem kleinen Abschnitt begrenzt, von der Dieuge, die im Ortsgebiet entspringt, ferner vom Ruisseau Saint-Martin, vom Ruisseau du Varo und von kleineren Fließgewässern. Das Zentrum von Le Merlerault liegt auf etwa 210 m Höhe. Das Relief des Ortsgebiets ist hügelig, wobei das Niveau im Nordosten markant ansteigt. Dort wird auch die höchste Erhebung mit 321 m gemessen, die niedrigste im Südwesten mit 184 m am Austritt des Don aus dem Ortsgebiet.

Teile des Gebiets von Le Merlerault gehören zu den Natura-2000-Schutzgebieten „Haute vallée de l’Orne et affluents“ (FR2500099) und „Bocages et vergers du sud Pays d’Auge“ (FR2502014).<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Biodiversité dans les territoires - Le Merlerault.] Inventaire national du patrimoine naturel (INPN), , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 22. Oktober 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Rund 91 % der Fläche von Le Merlerault werden landwirtschaftlich genutzt, 5 % sind bewaldet, rund 4 % entfallen auf bebaute Flächen (Stand: 2018).<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Répartition des superficies en 15 postes d’occupation des sols (métropole).] CORINE Land Cover, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 22. Oktober 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Umgeben wird Le Merlerault von den drei Nachbargemeinden und den vier Communes déléguées der Commune nouvelle:

Saint-Germain-de-Clairefeuille Ménil-Froger
Lignères
Champ-Haut
Nonant-le-Pin
(Commune déléguée)
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Les Authieux-du-Puits (Commune déléguée)
Godisson (Commune déléguée) La Genevraie
(Commune déléguée)

Geschichte

Gegen 1020 machte Richard Sainte-Scolasse, ein Ritter des Herzogs Richard II. von Normandie einen Teil der Domäne Le Merle einem seiner Soldaten zum Geschenk. Aus dem Besitz dieses Soldaten, Raoult, wurde der Ortsname. Nach einer Zerstörung des Dorfes wurde es im 15. Jahrhundert zwei Kilometer nordöstlich wieder aufgebaut.

Während des Hundertjährigen Krieges war der Ort Gegenstand von Kämpfen. Ein Brand verwüstete sie 1346. Im Juni 1356 wurde die Burg, die Jean du Merle vergeblich verteidigte, vom Herzog von Lancaster erobert und geplündert. 1359 erneut von den Engländern besetzt, wurde es 1364 von den Franzosen nach heftigen Kämpfen gegen die anglo-navarrischen Truppen von Ferrando d’Ayens, einem englischen Ritter, der damals Kommandeur von Merlerault war, zurückerobert.

König Heinrich IV. und Maximilien de Béthune, duc de Sully richteten hier ein königliches Gestüt (Haras) ein. 1665 gründete König Ludwig XIV. auf Initiative Colberts hier den „Haras du Pin“, das erste Hengstgestüt der Geschichte. 1715 wurden in Le Pin-au-Haras der Haras national du Pin gebaut, um die königlichen Gestüte in der Normandie (Le Merlerault und Montfort-l’Amaury) zusammenzulegen.

1822 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Mont-Marcey eingegliedert.<ref name="EHESS" />

Einen Monat zuvor traumatisiert durch die Brandstiftung der Kirche durch flüchtende deutsche Offiziere, erlebten die Merluriens am 18. September 1944 mit der versehentlichen Explosion eines amerikanischen Munitionskonvois auf dem Place de l’Hotel de Ville ihre größte Tragödie der Neuzeit.

Am Tag zuvor fuhren amerikanische Militärkonvois mit hoher Geschwindigkeit durch das Dorf. Die begeisterte Bevölkerung begrüßt die Soldaten, die mit Begeisterung und Leichtsinn Zigaretten, Süßigkeiten, Konserven, Kaugummis warfen. Am Abend, gegen 20 Uhr, hielt ein Konvoi zur großen Freude der Kinder und vieler neugieriger Schaulustiger zum Biwak an. Der ganze Ort war belebt, die Soldaten nehmen ihre Mahlzeit ein und verteilten verschiedene Produkte aus ihren Rationen.

Am nächsten Tag wachte das Dorf kaum auf. Es war 6:45 Uhr. Während sie ihren Kaffee (?) aufwärmten, zündeten amerikanische Soldaten die Reifen am linken Heck ihres mit Bomben beladenen Lastwagens an, sie geraten in Pani. Ein paar Minuten später gab es eine Explosion, einen schrecklichen Lärm durch Erdrutsche verlängert. Der Platz war nichts weiter als ein Trümmerfeld, die Häuser brannten, ein Schauspiel der Trostlosigkeit, der Rufe, der Schreie, der Tränen. In den zerstörten Häusern lagen Frauen, Männer und Kinder unter den Trümmern zerquetscht. Es gab viele Verletzte, aber auch 27 Tote.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig L’Histoire.] Gemeinde Le Merlerault, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 22. Oktober 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Bevölkerungsentwicklung

Vorlage:Einwohner B Diagramm

Datei:Le Merlerault church.jpg
Pfarrkirche Saint-Martin

Sehenswürdigkeiten

  • Rathaus (Hôtel de ville), in Kombination mit einer Markthalle 1827/1828 errichtet, 1944 stark beschädigt, in großen Teilen 1957 neu gebaut, birgt zahlreiche Einrichtungsgegenstände, die in der Base Palissy gelistet sind
  • Pfarrkirche Saint-Martin, nach 1436 erbaut, 1944 stark beschädigt, wobei Fresken und Bleiglasfenster zerstört wurden
  • Mittelalterliche Festung am Lieu-dit Le Château Clos, seit 1989 als Monument historique eingeschrieben
  • Reste einer Burg am Lieu-dit Les Buttes aus dem 11. Jahrhundert, Graben und Erdwall im 15. Jahrhundert zerstört und durch ein Herrenhaus ersetzt, das vor 1811 selbst zerstört wurde
  • Trabergestüt, errichtet im ausgehenden 19. Jahrhundert
  • Häuser aus dem 16. bis 19. Jahrhundert

Persönlichkeiten

Weblinks

Commons: Le Merlerault – Sammlung von Bildern und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />