Zum Inhalt springen

AMSbarge

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 16. April 2026 um 11:12 Uhr durch imported>TaxonBot (Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Das Konzept AMSbarge wurde von der Hafenbehörde in Amsterdam entwickelt, um Containertransporte innerhalb des Hafenbereichs und am Noordzeekanal, aber auch in der Nähe liegenden Gewerbeflächen wie z. B. in Zaandam, Haarlem und am Markermeer, von der Straße auf das Schiff zu verlagern.<ref>Herman Journée: AMSbarge Logistic Concept for Goods Transport in Congested Regions, Port of Amsterdam (PDF-Datei, 526 kB). Abgerufen am 13. Februar 2017.</ref> Betriebe, die am Wasser liegen, aber keinen eigenen Kran für den Containerumschlag vorhalten, werden von dem Port Feeder angefahren, der mit seinem bordeigenen Kran die Container umschlägt. Auf diese Weise wird der Straßenverkehr entlastet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />New AMS geared barge (Memento vom 14. Februar 2017 im Internet Archive), WorldCargo News, April 2004. Abgerufen am 13. Februar 2017.</ref> Im Januar 2006 wurde dieses Konzept zur Probe gestartet. Nach Beendigung der Testphase werden seit 2008 zwei entsprechend ausgerüstete Binnenschiffe im Amsterdamer Hafengebiet eingesetzt, um bei mehreren Betrieben Container einzusammeln und auch wieder zu verteilen oder auf Schiffe umzuladen, ohne dass hafeneigene Umschlagseinrichtungen benutzt werden. Dadurch werden viele Lkw-Fahrten im Hafengebiet vermieden.<ref>Nieuw logistiek concept Haven Amsterdam succesvol, Infrasite – alles over infra. Abgerufen am 13. Februar 2017 (niederl.)</ref>

Binnenschiffe

Die eingesetzten Frachtschiffe werden Port Feeder genannt. Ein Port Feeder (v. engl. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ‚füttern‘, ‚versorgen‘) ist ein Binnenschiff, das in Seehäfen Container zwischen den Containerterminals und verschiedenen Ladestellen verteilt. Das Binnenschiff ist dafür mit einem bordeigenen Kran ausgerüstet, um Container auch ohne landseitig vorhandene Infrastruktur umschlagen zu können, d. h. auch vor Anker liegende Binnenschiffe können bedient werden ohne entsprechende Liegeplätze zu blockieren und zusätzliche Hafenkosten zu erzeugen. Die in Amsterdam eingesetzten Binnenschiffe werden von der Mercurius Scheepvaart Group betrieben.<ref>Onze vloot, Mercarius Scheepvaart Group. Abgerufen am 13. Februar 2017.</ref> Die Schiffe verfügen über einen bordeigenen Kran für den Containerumschlag.

Mercurius Amsterdam

Datei:Mercurius-1.jpg
Port Feeder Mercurius Amsterdam

Die Mercurius Amsterdam wurde 2005 gebaut. Der Schiffsrumpf wurde von der Begej-Werft in Serbien gebaut und in den Niederlanden von der Werft K. Damen ausgerüstet. Das Schiff hat zwei Laderäume. Zwischen den Laderäumen steht ein Liebherr-Kran Typ CBW 35/30 mit einem Hebevermögen von 35 Tonnen bei 24 Metern Ausladung beziehungsweise 30 Tonnen auf 30 Meter Ausladung. Zur Trimmung sind ein automatisches Ballastsystem mit vier Ballastpumpen mit einer Leistung von je 4000 m³/h und ein hydraulisches System zum Verschieben von zwei 35 Tonnen schweren Trimmgewichten installiert.

Die Wohnung befindet sich auf dem Achterschiff; das Steuerhaus ist hydraulisch in der Höhe verstellbar.

Daten:<ref>MCKS Mercurius Specificaties, Mercurius Scheepvaart Group. Abgerufen am 13. Februar 2017.</ref>

Transferium

Das zweite Schiff dieser Bauart, die Transferium, wurde bis auf die Verladeeinrichtungen ebenfalls von der Begej-Werft in Serbien gebaut.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Transferium vaarklaar in Novi Sad opgeleverd (Memento des Vorlage:IconExternal vom 11. Februar 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.binnenvaartkrant.nl, De Binnenvaartkrant, 11. September 2009. Abgerufen am 13. Februar 2017.</ref> Der Kran für den Containerumschlag wurde später in Antwerpen nachgerüstet.<ref name="EICB"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kraanschip Transferium (Memento vom 14. Februar 2017 im Internet Archive), Expertise- en InnovatieCentrum Binnenvaart (EICB). Abgerufen am 13. Februar 2017.</ref> Das Schiff wurde im November 2009 in Dienst gestellt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mercurius introduceert Transferium (Memento des Vorlage:IconExternal vom 14. Februar 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.teekman.net, Nieuwsblad De Binnenvaartkrant, 12 November 2009. Abgerufen am 13. Februar 2017.</ref> Es ist mit einem stärkeren Kran ausgerüstet, kann als Koppelverband mit bis zu drei Leichtern fahren und im ARA-Häfen-Verkehr eingesetzt werden.<ref name="EICB" />

Daten:<ref>MCKS Transferium Specificaties, Mercurius Scheepvaart Group. Abgerufen am 13. Februar 2017.</ref>

  • Länge: 95,50 m
  • Breite: 11,55 m
  • Tiefgang: 3,50 m
  • Tragfähigkeit: 2250 to, 164 TEU
  • Antrieb: zwei Dieselmotoren je 1500 PS Leistung
  • Pumpenantrieb: Cummins QSK 19-M, 492 kW Leistung
  • Bugstrahlanlage: zwei Bugstrahlruder mit je 425 kW Leistung
  • Bordkran: 40 Tonnen bei 28 m Ausladung
  • ENI-Nummer: 02332771

Siehe auch

Ein ähnliches Konzept wird mit der Port Feeder Barge auch im Hafen Hamburg verfolgt. In gewissen Größenordnungen werden in Hamburg sogenannte Hafenumfuhren<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/hhla.deAuf nassen Wegen (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, Hamburger Hafen und Logistik AG. Abgerufen am 14. Februar 2017.</ref> schon seit Jahren durchgeführt.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />