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Hanna Eigel

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Hanna Eigel Vorlage:SportPicto
Nation OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich
Geburtstag 20. Mai 1938
Geburtsort Wien
Karriere
Disziplin Einzellauf
Verein Wiener Eislauf-Verein
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
EM-Medaillen 2 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Weltmeisterschaften
Bronze Wien 1955 Damen
Silber Colorado Springs 1957 Damen
 Europameisterschaften
Gold Budapest 1955 Damen
Gold Wien 1957 Damen
 

Hanna Eigel (* 20. Mai 1938 in Wien) ist eine ehemalige österreichische Eiskunstläuferin, die im Einzellauf startete. Sie ist die Europameisterin von 1955 und 1957.

Karriere

Nach dem Besuch der Untermittelschule wechselte Hanna Eigel auf eine private Handelsschule und besuchte anschließend eine Privatlehranstalt für das Schneidergewerbe. Das Eiskunstlauf-Training begann sie schon im Alter von sieben Jahren im Winter 1946/47. Sie nahm an verschiedenen Jugend-Konkurrenzen teil und wurde einem ersten Publikum in der Saison 1949/50 als Siegerin des Verbands-Neulingslaufens des österreichischen Eislaufverbandes und 1950/51 als Gewinnerin der Holofsky-Plakette bekannt.<ref name="Munzinger">vgl. Hanna Walter. In: Internationales Sportarchiv. 27/1955 vom 27. Juni 1955.</ref> Eigel wurde in den folgenden Jahren gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen Hanna Walter und Ingrid Wendl vom traditionsreichen Wiener Eislaufverein gefördert. Dieser finanzierte den rivalisierenden Läuferinnen die Trainerstunden, die Eiszeiten und stellte zwei Paar maßgefertigte Schlittschuhe pro Jahr.<ref>Michael Smejkal: „Ich wollte einfach die Musik tanzen“. In: Salzburger Nachrichten. 13. April 2002. S. IV</ref> Eigel verbesserte sich kontinuierlich und gewann in der Saison 1952/53 ein internationales Junioren-Laufen. 1953/54 errang die Wienerin die Silbermedaille bei den österreichischen Meisterschaften und nahm erstmals an den europäischen Titelkämpfen im italienischen Bozen und der Weltmeisterschaft in Oslo teil,<ref name="Munzinger" /> wo sie bei den Siegen der Deutschen Meisterin Gundi Busch einen sechsten beziehungsweise siebten Platz belegte.

Der sportliche Durchbruch stellte sich in der Saison 1954/55 ein. Bei der Europameisterschaft 1955 in Budapest errang Eigel bei ihrer zweiten EM-Teilnahme den Titel vor den beiden Britinnen Yvonne Sugden und Erica Batchelor. Bei der Weltmeisterschaft im selben Jahr gewann sie als beste europäische Läuferin hinter den US-Amerikanerinnen Carol Heiss und Tenley Albright die Bronzemedaille. Diese Erfolge wurden Mitte Januar 1956 von den österreichischen Sportjournalisten mit der Ehrung als "Sportlerin des Jahres 1955" (sie gewann mit 326 Punkten klar vor der Zweitplatzierten Rodlerin Karla Kienzl 171) honoriert.<ref>Hanappi und Eigel – Sportler des Jahres. In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 18. Jänner 1956, S. 8.</ref> In der folgenden Saison nahm sie wegen einer Blinddarmoperation nicht an der EM 1956 teil und beendete die Weltmeisterschaft in Garmisch-Partenkirchen und die Olympischen Winterspiele 1956 im italienischen Cortina d’Ampezzo auf dem fünften Platz. Erst 1957 konnte sie an die vorangegangenen Erfolge wieder anknüpfen. Bei der Europameisterschaft in ihrer Heimatstadt gewann sie zum zweiten Mal den Titel vor ihren Landsfrauen Ingrid Wendl und Hanna Walter. Im selben Jahr erreichte Eigel bei den Weltmeisterschaften im US-amerikanischen Colorado Springs ihre beste Platzierung bei einer WM und gewann Silber hinter der Lokalmatadorin und Olympiasiegerin Carol Heiss.

Nach Beendigung ihrer Amateur-Karriere widmete sich Eigel ab 1958 dem Berufssport und brachte es durch Auftritte in Eisrevuen auf ein Jahreseinkommen von 40.000 bis 50.000 Mark.<ref>Sie schwimmen. In: Der Spiegel. Nr. 9, 1960, S. 52 (online).</ref> Sie wurde für die erfolgreiche Wiener Eisrevue verpflichtet, wo sie gemeinsam mit den früheren Europameisterinnen Ingrid Wendl und Eva Pawlik auftrat.<ref>vgl. Die traditionsreiche Geschichte der „Wiener Eisrevue“. In: Wiener Zeitung. 23. Januar 2004, KUL Kulturmagazin, S. E8
Elias Natmessnig: Eintritt frei: stumme Zeugen eines vergessenen Traums. In: Kurier. 10. Januar 2008, S. 15.</ref> Auch war Eigel für das internationale Konkurrenz-Unternehmen Holiday on Ice tätig, gemeinsam mit ihrem Ehemann Hami Brown, einem schottischen Eislauf-Komiker.<ref>Don Stacey: Obituaries: Duncan Whaley. In: The Stage. 10. August 2000, S. 26.</ref>

Ergebnisse

Wettbewerb / Jahr 1954 1955 1956 1957
Olympische Winterspiele 5.
Weltmeisterschaften 7. 3. 5. 2.
Europameisterschaften 6. 1. 1.
Österreichische Meisterschaften 2. 2. 1.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1930: Fritzi Burger | 1931–36: Sonja Henie | 1937–39: Cecilia Colledge | 1947–48: Barbara Ann Scott | 1949: Eva Pawlik | 1950: Alena Vrzáňová | 1951–52: Jeannette Altwegg | 1953: Valda Osborn | 1954: Gundi Busch | 1955: Hanna Eigel | 1956: Ingrid Wendl | 1957: Hanna Eigel | 1958: Ingrid Wendl | 1959: Hanna Walter | 1960–64: Sjoukje Dijkstra | 1965–66: Regine Heitzer | 1967: Gabriele Seyfert | 1968: Hana Mašková | 1969–70: Gabriele Seyfert | 1971–72: Trixi Schuba | 1973–75: Christine Errath | 1976: Dianne de Leeuw | 1977–80: Anett Pötzsch | 1981: Denise Biellmann | 1982: Claudia Kristofics-Binder | 1983–88: Katarina Witt | 1989: Claudia Leistner | 1990: Evelyn Großmann | 1991–95: Surya Bonaly | 1996–97: Irina Sluzkaja | 1998–99: Marija Butyrskaja | 2000–01: Irina Sluzkaja | 2002: Marija Butyrskaja | 2003: Irina Sluzkaja | 2004: Júlia Sebestyén | 2005–06: Irina Sluzkaja | 2007–08: Carolina Kostner | 2009: Laura Lepistö | 2010: Carolina Kostner | 2011: Sarah Meier | 2012–13: Carolina Kostner | 2014: Julija Lipnizkaja | 2015: Jelisaweta Tuktamyschewa | 2016–17: Jewgenija Medwedewa | 2018: Alina Sagitowa | 2019: Sofja Samodurowa | 2020: Aljona Kostornaja | 2022: Anna Schtscherbakowa | 2023: Anastassia Gubanowa | 2024: Loena Hendrickx | 2025–26: Niina Petrõkina Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1913: Gisela Reichmann | 1914, 1916: Paula Zalaudek | 1917–1918: Gisela Reichmann | 1922–1927: Herma Szabó | 1928–1931: Fritzi Burger | 1932–1933: Hilde Holovsky | 1934–1935: Liselotte Landbeck | 1936–1939: Emmy Putzinger | 1940–1941: Hanne Niernberger | 1942–1943: Martha Musilek | 1946–1949: Eva Pawlik | 1950: Lilly Fuchs | 1951: Lotte Schwenk | 1952–1954: Annelies Schilhan | 1955–1956: Ingrid Wendl | 1957: Hanna Eigel | 1958: Ingrid Wendl | 1959: Hanna Walter | 1960–1966: Regine Heitzer | 1967–1972: Beatrix Schuba | 1973–1976: Sonja Balun | 1977–1982: Claudia Kristofics-Binder | 1983: Sonja Stanek | 1984: Parthena Sarafidis | 1985–1987: Sabine Paal | 1988–1992: Yvonne Pokorny | 1993: Andrea Kus | 1994: Julia Lautowa | 1995: Angela Tuska | 1996: Andrea Kus | 1997: Julia Lautowa | 1998–1999: Jubilee Jenna Mandl | 2000: Julia Lautowa | 2001: Anna Wenzel | 2002–2004: Julia Lautowa | 2005: Karin Brandstätter | 2006: Andrea Kreuzer | 2007: Kathrin Freudelsperger | 2008: Denise Kögl | 2009–2010: Miriam Ziegler | 2011: Belinda Schönberger | 2012–2017: Kerstin Frank | 2018–2019: Lara Roth | 2020-2021: Olga Mikutina | 2022: Stefanie Pesendorfer | 2023: Emily Saari | 2024–2026: Olga Mikutina Vorlage:Klappleiste/Ende