Gleiss Lutz
| Gleiss Lutz Hootz Hirsch
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Gleiss Lutz logo.svg | |
| Rechtsform | Partnerschaft mbB |
| Gründung | 1949 |
| Sitz | Stuttgart (8 Standorte) |
| Leitung | Ralf Morshäuser, Johann Wagner |
| Mitarbeiterzahl | 800, 400 Anwälte, 92 Partner<ref name="About1">Liste der Partner. In: gleisslutz.com. Abgerufen am 1. Januar 2026.</ref> |
| Umsatz | 288,8 Mio. Euro (Deutschland 2024)<ref name="About2">Martin Ströder: Neue Mandate bescheren Gleiss Lutz deutlichen Umsatzsprung. In: juve.de. 14. März 2025, abgerufen am 20. Oktober 2025.</ref> |
| Branche | Wirtschaftsrecht |
| Website | www.gleisslutz.com |
| Stand: 20. Februar 2026 | |
Gleiss Lutz Hootz Hirsch (häufig nur als Gleiss Lutz bezeichnet)<ref name="Hist">gleisslutz: Historie. Abgerufen am 15. Januar 2020. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Historie ( vom 14. März 2008 im Internet Archive) auf gleisslutz.com; abgerufen am 9. Februar 2013</ref> ist eine international tätige deutsche Wirtschaftskanzlei. Rund 400 Anwälte, davon 92 Partner,<ref name="About1" /> arbeiten in Büros in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Stuttgart, Brüssel und London<ref>Gleiss eröffnet in London. 22. November 2021, abgerufen am 3. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>.
Geschichte
Die Kanzlei wurde am 1. April 1949 von Alfred Gleiss (1904–1997) als Büro für Dekartellierungs- und Wettbewerbsfragen in Stuttgart gegründet. 1952 erhielt Gleiss die Zulassung als Rechtsanwalt und assoziierte sich mit Arved Deringer, der 1961 ausschied und eine eigene Kanzlei in Bonn eröffnete. 1956 trat Helmuth Lutz (1927–2024) in das Büro ein, kurz danach kamen Christian Hootz (1928–2016) und Martin Hirsch dazu.<ref>NJW 2004, Heft 10, S. 666.</ref> Seit 1962 trägt die Sozietät den noch heute gültigen offiziellen Namen Gleiss Lutz Hootz Hirsch.<ref>Rüdiger Zuck (Hrsg.): Erinnerungsgabe für Alfred Gleiss zum 70. Geburtstag, Opladen 1974.</ref>
Bekannte Anwälte der Kanzlei sind Ulrich Battis, Jobst-Hubertus Bauer, Rainer Bechtold, Martin Diller, Wulf Goette, Werner Hoppe, Hans Schlarmann, Rupert Scholz und Gerhard Wirth.
International
Seit 2002 hatte Gleiss Lutz eine enge Allianz mit der englischen Sozietät Herbert Smith und der niederländisch-belgischen Anwaltskanzlei Stibbe betrieben, die im November 2011 von Herbert Smith aufgekündigt wurde, nachdem Gleiss Lutz und Stibbe keine Fusionsgespräche aufnehmen wollten.<ref>René Bender: Reaktion: Herbert Smith kündigt nach Fusionsabsage Alliance mit Gleiss auf und hegt eigene Deutschland-Pläne. In: JUVE Online. 24. November 2011, abgerufen am 3. Oktober 2017.</ref> Als unabhängige Kanzlei arbeitet Gleiss Lutz weltweit mit einem nicht fest institutionalisierten Netzwerk ausländischer Kanzleien.<ref>gleisslutz: Beratung ohne Grenzen. Abgerufen am 15. Januar 2020. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Beratung ohne Grenzen“ ( vom 29. November 2016 im Internet Archive)</ref> Im Rahmen eines europäischen Netzwerks arbeitet Gleiss Lutz eng mit drei weiteren unabhängigen Kanzleien in Europa zusammen (Chiomenti in Italien, Cuatrecasas Gonçalves Pereira in Spanien und Portugal und Gide Loyrette Nouel in Frankreich).<ref>Neuorientierung: Gleiss Lutz stärkt Kooperation mit europäischen Kanzleien. In: juve.de. 23. November 2012, abgerufen am 18. Juli 2020.</ref> Um der Zentralisierung der europäischen Finanzmarktaufsicht durch den Single Supervisory Mechanism (SSM) Rechnung zu tragen, bündelten die vier Kanzleien z. B. 2015 in der Schwerpunktgruppe Bankaufsichtsrecht am Frankfurter Standort von Gleiss Lutz ihre Bankaufsichtsrechtspraxis. Darüber hinaus arbeitet die Kanzlei eng mit Kanzleien wie Stibbe (Benelux), Slaughter and May (Großbritannien) oder Cravath Swaine & Moore (USA) zusammen.<ref>Frankfurt: Gleiss Lutz und Best Friends bündeln Bankaufsichtsrechtsteam. In: juve.de. 2. November 2015, abgerufen am 18. Juli 2020.</ref>
Medienberichte
Im Dezember 2010 kaufte das von der Kanzlei beratene Land Baden-Württemberg Anteile am Energiekonzern EnBW zurück, ohne zuvor die Zustimmung des Landtags einzuholen. Dafür berief sich Stefan Mappus auf das Notbewilligungsrecht als Ministerpräsident und holte nur die Zustimmung des Finanzministers ein.<ref name="spon_2011_10_28">EFSF-Kläger in Karlsruhe: Anwälte für Verfassungsbruch. In: Spiegel Online. 28. Oktober 2011, abgerufen am 3. Oktober 2017.</ref> Diese Vorgehensweise wurde vom Staatsgerichtshof in Stuttgart im Oktober 2011 als Verfassungsbruch festgestellt.<ref>Energie-Deal: Gericht rügt Baden-Württembergs EnBW-Kauf. In: Spiegel Online. 6. Oktober 2011, abgerufen am 3. Oktober 2017.</ref> Eine von Stefan Mappus gegen die Kanzlei angestrengte Klage mit Schadenersatzforderung wegen Falschberatung wurde vom Bundesgerichtshof 2016 zurückgewiesen.<ref>juve.de</ref>
Die Kanzlei vertrat die beiden Bundestagsabgeordneten der SPD, Peter Danckert und Swen Schulz, die vor dem Bundesverfassungsgericht erfolgreich gegen das neunköpfige Sondergremium geklagt hatten, welches anstelle des Haushaltsausschusses über den Einsatz des Euro-Rettungsschirms entscheiden sollte.<ref name="spon_2011_10_28" />
Gewerkschaftliche Initiativen werfen der Kanzlei Beihilfe zum Union Busting (Gewerkschaftsvermeidung) vor. Dies begründen sie unter anderem mit der Ausgestaltung von Werkverträgen für Daimler, durch die die davon betroffenen Arbeiter rund ein Drittel des Gehalts von Festangestellten erhalten.<ref>Union Busting. Wenn Unternehmen Arbeitnehmerrechte torpedieren. In: Stuttgarter-Tagblatt.de. 27. Februar 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 2. April 2015; abgerufen am 3. Oktober 2017.</ref> Zuletzt vertritt die Kanzlei deliveroo in einem Rechtsstreit um Entfristung einer gewählten Betriebsrätin.<ref>Essen auf Rädern 4.0. Proteste gegen Deliveroo in Vorbereitung. In: Neues Deutschland. 23. März 2018, abgerufen am 18. Juli 2018.</ref>
Im Zuge der Dieselabgas-Affäre mandatierte der Aufsichtsrat der Volkswagen AG 2016 die Kanzlei für die Aufarbeitung der gesellschaftsrechtlichen Haftungsansprüche.<ref>Abgasskandal: VW mandatiert Gesellschaftsrechtler von Gleiss Lutz. Juve, 25. Februar 2016; abgerufen am 14. März 2018</ref>
Im Jahr 2019 vertrat die Kanzlei das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), als dieses gegen die Veröffentlichung seines Gutachtens zum Herbizid Glyphosat durch FragDenStaat vorging, da es sein Urheberrecht verletzt sah. Gleiss Lutz war es auch nach fünf Versuchen nicht gelungen, eine einstweilige Verfügung wirksam zuzustellen.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Nach Fehler von Gleiss Lutz "Frag den Staat" veröffentlicht Glyphosat-Gutachten wieder.] In: Legal Tribune Online. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 25. April 2020.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Das Landgericht Köln hob daher aufgrund der formellen Fehler das Veröffentlichungsverbot auf und bürdete dem BfR die Kosten des Verfahrens auf.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Zensurheberrecht: Glyphosat-Gutachten darf wieder veröffentlicht werden.] In: Netzpolitik.org. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 2. Januar 2020.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Einzelnachweise
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