Stephan Turnovszky
Stephan Turnovszky (* 21. Juni 1964 in Luzern) ist ein österreichischer römisch-katholischer Geistlicher, Titularbischof von Ancusa und Weihbischof in der Erzdiözese Wien, Bischofsvikar im Vikariat Unter dem Manhartsberg.
Leben
Turnovszky wuchs in Wien auf und besuchte ein Gymnasium in Döbling. Zunächst studierte er Technische Chemie an der Technischen Universität Wien und war auch mehrere Jahre beruflich als Chemiker tätig. Zudem ist er seit 1987 ehrenamtlich für den Malteser Hospitaldienst Austria aktiv. 1992 trat er ins Wiener Priesterseminar ein und empfing am 23. November 1997 das Sakrament der Diakonenweihe und am 29. Juni 1998 im Stephansdom in Wien die Priesterweihe. Zuvor war er bereits als Diakon in Perchtoldsdorf tätig, später als Kaplan in der Pfarre Jedlesee in Wien-Floridsdorf. Danach war er zunächst Pfarrer in Großmugl und Herzogbirbaum und ab 1. September 2005 Pfarrer der Pfarre St. Josef in Baden-Leesdorf.
Am 6. März 2008 wurde Stephan Turnovszky von Papst Benedikt XVI. zum Titularbischof von Ancusa und als Nachfolger von Helmut Krätzl zum Weihbischof für die Erzdiözese Wien ernannt. Die Bischofsweihe fand am Pfingstmontag, 12. Mai 2008 im Wiener Stephansdom durch den Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn statt; Mitkonsekratoren waren der emeritierte Wiener Weihbischof Helmut Krätzl und der St. Pöltner Weihbischof Anton Leichtfried. Sein bischöflicher Wahlspruch ist Sitivit in te anima mea („Meine Seele dürstet nach dir“) aus dem Buch der Psalmen (Vorlage:Bibel/Link).<ref name="Wahlspruch">Stefan Kronthaler: Baum im Wappen. In: Der Sonntag, Nr. 19. Walter Mick, Erzdiözese Wien, 9. Mai 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. Februar 2014; abgerufen am 26. Januar 2014.</ref>
Er leitet seit der Sommervollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz in Mariazell (Juni 2009) das Referat für die Kinder- und Jugendseelsorge.<ref>Stephan Turnovszky neuer „Jugend-Bischof“. Generalsekretariat der Österreichischen Bischofskonferenz, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. Februar 2014; abgerufen am 26. Januar 2014.</ref>
Seit 1. September 2012 hat er die Agenden als Bischofsvikar im Vikariat Unter dem Manhartsberg übernommen.
Seit März 2016 ist er in der Österreichischen Bischofskonferenz zusätzlich zu seiner Aufgabe als Referatsbischof für Kinder- und Jugendpastoral auch für die Religiösen Bewegungen (inkl. Charismatische Erneuerung) zuständig.
Wappen
Das Wappen des Bischofs zeigt auf der heraldisch rechten Seite das Tatzenkreuz aus dem Wappen der Erzdiözese Wien und auf der linken den silbernen Doppelturm aus dem Wappen der Familie Turnovszky. Im unteren eingespitzten goldenen Feld ist das selbst gewählte Symbol eines Baumes mit Wurzeln dargestellt. Er symbolisiert die Liebe des Trägers zur Natur und zur Naturwissenschaft (dem früheren Beruf). Das Wappen wird bekrönt von einer Mitra mit einem Prozessionskreuz, das sich unter dem Wappenschild fortsetzt.
Der Baum steht auch für die Gottverbundenheit (Baumkrone) und die Menschennähe (Verwurzelung). Wie der Baum vom Wasser lebt, so lebt der Mensch von Gott (Wahlspruch). Er erinnert an den Baum des Paradieses und den Baum des Kreuzes und damit an die Erlösung.<ref name="Wahlspruch" />
Unter dem Wappen steht sein bischöflicher Wahlspruch in deutscher Sprache: Meine Seele dürstet nach dir.
Weblinks
- Eintrag zu Stephan Turnovszky auf catholic-hierarchy.orgVorlage:Abrufdatum (englisch)
- offizielle Website des Weihbischofs auf dem Webportal der Erzdiözese
- Website als österreichischer Jugendbischof
- Weihbischof Stefan Turnovszky in der Datenbank Gedächtnis des Landes zur Geschichte des Landes Niederösterreich (Museum Niederösterreich)
- Erzdiözese Wien: Weihbischof Turnovszky neuer Bischofsvikar für das Nordvikariat
Einzelnachweise
<references />
<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />
Johannes Schmitzberger | Joseph Heinrich von Braitenbücher | Franz Anton Marxer | Adam Dwerditsch | Edmund Josef Artz von Vasegg | Anton Martin von Stegner | Anton Kautschitz | Johann Nepomuk von Dankesreither | Matthias Paulus Steindl | Johann Michael Leonhard | Anton Aloys Buchmayer | Matthias Pollitzer | Franz Xaver Zenner | Eduard Angerer | Johann Baptist Schneider | Laurenz Mayer | Godfried Marschall | Hermann Zschokke | Joseph Pfluger | Ernst Seydl | Franz Kamprath | Franz Jáchym | Joseph Streidt | Jakob Weinbacher | Karl Moser | Florian Kuntner | Helmut Krätzl | Alfred Kostelecky | Kurt Krenn | Christoph Schönborn | Alois Schwarz | Ludwig Schwarz | Franz Scharl | Stephan Turnovszky
Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang Erzbischöfe: Franz Lackner (Salzburg) | Josef Grünwidl (Wien)
Suffraganbischöfe: Ägidius Zsifkovics (Eisenstadt) | Benno Elbs (Feldkirch) | Wilhelm Krautwaschl (Graz-Seckau) | Josef Marketz (Gurk-Klagenfurt) | Hermann Glettler (Innsbruck) | Manfred Scheuer (Linz) | Alois Schwarz (St. Pölten)
Weihbischöfe: Hansjörg Hofer (Salzburg) | Anton Leichtfried (St. Pölten) | Franz Scharl (Wien) | Stephan Turnovszky (Wien)
Immediat: Werner Freistetter (Militärdiözese) Vorlage:Klappleiste/Ende
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Turnovszky, Stephan |
| KURZBESCHREIBUNG | römisch-katholischer Weihbischof der Erzdiözese Wien |
| GEBURTSDATUM | 21. Juni 1964 |
| GEBURTSORT | Luzern, Schweiz |
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:GND fehlt 2024-04
- Wikipedia:GND in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Wikipedia:VIAF in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Weihbischof in Wien
- Titularbischof
- Jugendbischof
- Römisch-katholischer Bischof (21. Jahrhundert)
- Römisch-katholischer Bischofsvikar
- Römisch-katholischer Theologe (20. Jahrhundert)
- Römisch-katholischer Theologe (21. Jahrhundert)
- Person (Malteser Hospitaldienst Austria)
- Ehrenbürger von Großmugl
- Österreicher
- Geboren 1964
- Mann