Procarbazin
| Strukturformel | ||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Strukturformel von Procarbazin | ||||||||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||||||||
| Freiname | Procarbazin | |||||||||||||||||||||
| Andere Namen | ||||||||||||||||||||||
| Summenformel | C12H19N3O | |||||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||||||
| Arzneistoffangaben | ||||||||||||||||||||||
| ATC-Code | ||||||||||||||||||||||
| Wirkstoffklasse | ||||||||||||||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 221,30 g·mol−1 | |||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
223–226 °C(Monohydrochlorid) <ref name="RÖMPP Online"/> | |||||||||||||||||||||
| pKS-Wert |
6,8 (Monohydrochlorid) <ref name="RÖMPP Online">Eintrag zu Procarbazin. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> | |||||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||||||
| Toxikologische Daten | ||||||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||||||||
Procarbazin (Handelsname: Natulan®) ist ein Chemotherapeutikum, das zu der Gruppe der Alkylantien gehört. Es ist ein Prodrug, das in Azoprocarbazin umgewandelt wird. Die Metabolisierung erfolgt hepatisch und in den Erythrozyten.
Der Arzneistoff wird unter anderem eingesetzt zur Behandlung von Morbus Hodgkin, Non-Hodgkin-Lymphomen, zerebralen Neoplasien und bei einer bestimmten Form des Lungenkrebses, dem kleinzelligen Bronchialkarzinom.
Häufige Nebenwirkungen sind die Entstehung eines Mangels an weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten), sogenannten Leukopenien beziehungsweise Thrombozytopenien. Darüber hinaus kann es unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen, Sterilität und Sensibilitätsstörungen kommen.
Procarbazin wurde auch kausal mit Pleuraerguss in Verbindung gebracht.<ref>Berthold Jany, Tobias Welte: Pleuraerguss des Erwachsenen – Ursachen, Diagnostik und Therapie. In: Deutsches Ärzteblatt. Band 116, Nr. 21, (Mai) 2019, S. 377–385, hier: S. 380.</ref>
Literatur
- von Planta (Hrsg.): Innere Medizin. 4. Auflage. Chapman&Hall; 1996 ISBN 3-432-30371-8.
- Anticancéreux: utilisation pratique, 5ième édition, CNHIM, août-septembre 2004, XXV, 4–5.
Einzelnachweise
<references/>
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:EG-Nummer abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ChemSpider abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank abweichend
- ATC-L01
- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Verschlucken
- Erbgutverändernder Stoff
- Krebserzeugender Stoff
- Stoff mit reproduktionstoxischer Wirkung
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Arzneistoff
- Zytostatikum
- Benzamid
- Hydrazin
- MAO-Hemmer