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Procarbazin

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Strukturformel
Strukturformel von Procarbazin
Allgemeines
Freiname Procarbazin
Andere Namen
  • N-Isopropyl-4-(2-methylhydrazinomethyl)benzamid (IUPAC)
  • Procarbazinum (Latein)
Summenformel C12H19N3O
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 211-582-2
ECHA-InfoCard 100.010.531
PubChem 4915
ChemSpider 4746
DrugBank DB01168
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Arzneistoffangaben
ATC-Code

L01XB01

Wirkstoffklasse

Zytostatikum

Eigenschaften
Molare Masse 221,30 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

223–226 °C(Monohydrochlorid) <ref name="RÖMPP Online"/>

pKS-Wert

6,8 (Monohydrochlorid) <ref name="RÖMPP Online">Eintrag zu Procarbazin. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="SDS">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Datei:GHS-pictogram-silhouete.svg Datei:GHS-pictogram-exclam.svg

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302​‐​341​‐​350​‐​360
P: 201​‐​301+312+330​‐​308+313<ref name="SDS"/>
Toxikologische Daten

614 mg·kg−1 (LD50Mausi.p.)<ref name="RÖMPP Online"/>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Procarbazin (Handelsname: Natulan®) ist ein Chemotherapeutikum, das zu der Gruppe der Alkylantien gehört. Es ist ein Prodrug, das in Azoprocarbazin umgewandelt wird. Die Metabolisierung erfolgt hepatisch und in den Erythrozyten.

Der Arzneistoff wird unter anderem eingesetzt zur Behandlung von Morbus Hodgkin, Non-Hodgkin-Lymphomen, zerebralen Neoplasien und bei einer bestimmten Form des Lungenkrebses, dem kleinzelligen Bronchialkarzinom.

Häufige Nebenwirkungen sind die Entstehung eines Mangels an weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten), sogenannten Leukopenien beziehungsweise Thrombozytopenien. Darüber hinaus kann es unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen, Sterilität und Sensibilitätsstörungen kommen.

Procarbazin wurde auch kausal mit Pleuraerguss in Verbindung gebracht.<ref>Berthold Jany, Tobias Welte: Pleuraerguss des Erwachsenen – Ursachen, Diagnostik und Therapie. In: Deutsches Ärzteblatt. Band 116, Nr. 21, (Mai) 2019, S. 377–385, hier: S. 380.</ref>

Literatur

  • von Planta (Hrsg.): Innere Medizin. 4. Auflage. Chapman&Hall; 1996 ISBN 3-432-30371-8.
  • Anticancéreux: utilisation pratique, 5ième édition, CNHIM, août-septembre 2004, XXV, 4–5.

Einzelnachweise

<references/>

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