Unterwaiz
Unterwaiz Gemeinde Heinersreuth
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(206)&title=Unterwaiz 49° 59′ N, 11° 31′ O
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| Höhe: | 330 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 206 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 | |||||
| Postleitzahl: | 95500 | |||||
| Vorwahl: | 09203 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Unterwaiz ist ein Dorf in der Gemeinde Heinersreuth im Landkreis Bayreuth in Oberfranken.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Unterwaiz hat eine Fläche von 3,440 km². Sie ist in 535 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 6430,12 m² haben.<ref>Gemarkung Unterwaiz (092426). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 12. Dezember 2024.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Hahnenhof und Weikenreuth.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 12. Dezember 2024.</ref> Am 1. Dezember 2022 wurden in der Gemarkung Unterwaiz (ehemalige Gemeinde) 278 Einwohner gezählt.<ref>Zahlen und Fakten bei heinersreuth.de, abgerufen am 27. November 2022</ref>
Lage
Das Dorf Unterwaiz befindet sich ca. 6 km nordwestlich von Bayreuth und ca. 1,5 km nordwestlich von Heinersreuth im Tal und oberhalb des Dühlbachs, eines linken Zuflusses des Roten Mains. Der Ort gliedert sich in zwei Teile, die durch die Straße zwischen Bayreuth und Kulmbach – die heutige Bundesstraße 85 – getrennt sind. Der größere südwestliche Teil liegt im Talgrund, mit einem Neubaugebiet an dessen nördlichem Hang; der nordöstliche Ortsteil schmiegt sich bereits an den Hang des Rotmaintals.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 30. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Unterwaiz 10 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Bayreuth zu. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Hofkastenamt Bayreuth. Grundherren waren das Hofkastenamt Bayreuth (2 Halbhöfe, 1 Wirtshaus, 1 Schmiede, 1 Wohnhäuslein), die Hofkanzlei Bayreuth (1 Zweidrittelgut, 1 Drittelgut), das Rittergut Aufseß (1 Söldengütlein), das Rittergut Danndorf (1 Gut) und das Rittergut Thurnau (1 Gut).<ref name="W395">R. Winkler: Bayreuth, S. 395.</ref>
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Bayreuth. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Bayreuth käuflich erworben hatte, wurde Unterwaiz bayerisch. Infolge des Gemeindeedikts wurde Unterwaiz dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Altenplos zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Unterwaiz, zu der Hahnenhof und Weikenreuth gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Bayreuth zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Bayreuth (1919 in Finanzamt Bayreuth umbenannt). In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden je ein Anwesen in Hahnenhof und Unterwaiz bis 1823 dem Patrimonialgericht Aufseß und ein Anwesen in Unterwaiz bis 1836 dem Patrimonialgericht Danndorf. Ab 1862 gehörte Unterwaiz zum Bezirksamt Bayreuth (1939 in Landkreis Bayreuth umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Bayreuth (1879 in Amtsgericht Bayreuth umgewandelt).<ref name="W486">R. Winkler: Bayreuth, S. 486.</ref> Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden viele Flüchtlinge einquartiert. Dadurch stieg die Einwohnerzahl stark an. Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 3,482 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Unterwaiz am 1. Mai 1978 nach Heinersreuth eingemeindet.<ref> </ref><ref>Heinersreuth > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 12. Dezember 2024.</ref>
Baudenkmäler
- Brücke bei Haus Nr. 3
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Einwohnerentwicklung
Gemeinde Unterwaiz
| Jahr | 1822 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 136 | 147 | 180 | 174 | 187 | 165 | 157 | 156 | 164 | 148 | 157 | 186 | 184 | 147 | 149 | 157 | 160 | 186 | 186 | 279 | 257 | 240 | 225 | 234 |
| Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.</ref> | 22 | 25 | 22 | 28 | 28 | 24 | 29 | 36 | ||||||||||||||||
| Quelle | <ref name="W486"/> | <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 139, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV" /> | <ref name="HGV" /> | <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 847–848, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> | <ref>
Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 130 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1020, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 966 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1011–1012 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1034 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 896 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 660 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 151 (Digitalisat).</ref> |
Ort Unterwaiz
| Jahr | 1819 | 1822 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 71 | 71 | 103 | 90 | 68 | 92 | 88 | 146 | 146 | 171 | 206 |
| Häuser<ref name="Häuser" /> | 11 | 11 | 13 | 12 | 16 | 23 | 59 | ||||
| Quelle | <ref>Vorlage:Ober-Mainkreis 1820</ref> | <ref name="W486"/> | <ref name="OV 1861" /> | <ref name="OV 1875" /> | <ref name="OV 1885" /> | <ref name="OV 1900" /> | <ref name="OV 1925" /> | <ref name="OV 1950" /> | <ref name="OV 1961" /> | <ref name="OV 1970" /> | <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 295 (Digitalisat).</ref> |
Religion
Unterwaiz ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach Dreifaltigkeitskirche (Neudrossenfeld) gepfarrt.<ref name="W395"/><ref name="OV 1961"/>
Verkehr
Durch Unterwaiz verläuft die Bundesstraße 85, die im Zuge der Dorfstraße den Dühlbach auf einer Sandsteinbrücke querte. In der Nachkriegszeit wurde sie neu trassiert und dabei um wenige Meter nach Osten verschoben. Die nächsten Autobahn-Anschlussstellen sind Bayreuth-Nord an der Bundesautobahn 9 und Kulmbach/Neudrossenfeld an der Bundesautobahn 70.
Der Ort hatte einen gleichnamigen unbesetzten Haltepunkt an der am 26. Juni 1909 eröffneten Bahnstrecke von Bayreuth nach Thurnau.<ref>Robert Zintl: Bayreuth und die Eisenbahn. Gondrom, Bindlach 1992, ISBN 3-8112-0780-6, S. 88 ff.</ref> Am 27. Mai 1973 organisierte das Landratsamt Bayreuth einen Abschiedstag, an dem zwei Dampflokomotiven mit einem Personenzug sechsmal zwischen Bayreuth und Thurnau pendelten. Der Reiseverkehr, der in den letzten Jahren regulär mit Schienenbussen durchgeführt wurde, und damit zugleich der Gesamtverkehr, endete am 2. Juni 1973.<ref>Robert Zintl: Das Thurnauer Bockela. Baumann, Kulmbach 1986, ISBN 3-922091-15-6, S. 98 ff.</ref>
Seit dem 1. Juni 2023 verkehren auf der als „Campus-Linie“<ref>Landkreise freuen sich über die neue Campus-Linie in: Nordbayerischer Kurier vom 30. Mai 2023, S. 13.</ref> bezeichneten Buslinie 8354 an Werktagen stündlich Omnibusse zwischen Bayreuth und Kulmbach über Unterwaiz. Im Abschnitt Bayreuth–Unterwaiz–Neudrossenfeld ist die Bedienung auf einen Halbstundentakt verdichtet.<ref>Fahrplan Campus Linie bei landkreis-kulmbach.de, abgerufen am 9. Juni 2023</ref>
Wirtschaft
In Unterwaiz ansässig ist das Busunternehmen Habo.<ref>Corona-Pandemie stellt Unterwaizer Busunternehmer vor große Herausforderungen bei: wiesentbote.de, abgerufen am 27. November 2022</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Unterwaiz. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 654 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3769696964 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Unterwaiz in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Unterwaiz im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Vorlage:Navigationsleiste Gemeindeteile der Gemeinde Heinersreuth