Difluormethan
| Strukturformel | ||||||||||||||||
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| Struktur von Difluormethan | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Difluormethan | |||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | CH2F2 | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farbloses Gas mit leicht etherischem Geruch<ref name="air liquide">Sicherheitsdatenblatt Difluormethan bei Air Liquide.</ref> | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 52,02 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
gasförmig<ref name="air liquide" /> | |||||||||||||||
| Dichte |
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| Schmelzpunkt |
−136 °C<ref name="gestis" /> | |||||||||||||||
| Siedepunkt |
−51,7 °C<ref name="gestis" /> | |||||||||||||||
| Dampfdruck |
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| Löslichkeit |
schlecht in Wasser (3,65 g·l−1 bei 25 °C)<ref name="gestis" /> | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Treibhauspotential |
677 (bezogen auf 100 Jahre)<ref name="IPCC">G. Myhre, D. Shindell et al.: Climate Change 2013: The Physical Science Basis. Working Group I contribution to the IPCC Fifth Assessment Report. Hrsg.: Intergovernmental Panel on Climate Change. 2013, Chapter 8: Anthropogenic and Natural Radiative Forcing, S. 732; Table 8.A.1 (ipcc.ch [PDF]).</ref> | |||||||||||||||
| Thermodynamische Eigenschaften | ||||||||||||||||
| ΔHf0 |
−452,3 kJ/mol<ref name="CRC90_5_19">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Standard Thermodynamic Properties of Chemical Substances, S. 5-19.</ref> | |||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Difluormethan (R32) ist eine gasförmige, organisch-chemische Verbindung aus der Gruppe der fluorierten Kohlenwasserstoffe (FKW).
Eigenschaften
Difluormethan ist ein hochentzündliches Gas, welches mit Luft explosionsfähige Gemische bildet. Der Explosionsbereich liegt zwischen 13,5 Vol.‑% als untere Explosionsgrenze (UEG) und 27,5 Vol.‑% als obere Explosionsgrenze (OEG).<ref>S. Kondo, K. Takizawa, A. Takahashi, K. Tokuhashi, J. Mizukado, A. Sekiya: Flammability limits of olefinic and saturated fluoro-compounds. In: J. Hazard. Mat. 171, 2009, S. 613–618. doi:10.1016/j.jhazmat.2009.06.042</ref> Es ist schwerer als Luft und mit 3,65 g/l schlecht löslich in Wasser.<ref name="gestis" />
Difluormethan (R32) wird nach dem ISO-Standard 817 in die Klasse 2L eingeordnet.<ref>ISO 817:2014: Refrigerants — Designation and safety classification</ref> In die Klasse 2L sind Kältemittel mit einer Flammgeschwindigkeit von kleiner gleich 10 cm/s eingeordnet.<ref>ASHRAE Standard 34: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Designation and Security Standards of Refrigerants ( vom 10. August 2014 im Internet Archive)</ref>
Verwendung
CH2F2 findet als Kältemittel unter dem Namen R32 Verwendung. Außerdem ist es Bestandteil zeotroper Gemische von Kohlenwasserstoffen (Kältemittelgemische R4xx) mit Kurzzeichen R-407x und R-410x.
Lange Zeit gab es von verschiedenen Herstellern Bestrebungen, R-410A durch R32 zu ersetzen, weshalb seit 2013 kommerzielle Splitklimaanlagen mit R32 auf dem europäischen Markt verfügbar sind.
Gegenüber R-410 A hat R-32 ein um fast 66 % niedrigeres Treibhauspotential, eine etwa 20 % höhere volumetrische Kälteleistung, sowie eine etwa 4,4 % höhere theoretische Leistungszahl (LZ, COP).<ref>R. Yajima, K. Kita, S. Taira, N. Domniyo: R32 As a Solution for Energy Conservation and Low Emission</ref>
Aus der höheren volumetrischen Kälteleistung gegenüber R-410 A ergibt sich die Möglichkeit, geringere Querschnitte für die Kältemittelleitungen zu verwenden. Dies resultiert in einem leicht höheren COP wegen geringerer Druckverluste der Leitung und des damit verbundenen geringeren Energieverbrauchs des Kompressors.
Aufgrund der novellierten EU F-Gase-Verordnung 2024/573 wird der Einsatz von R32 jedoch zukünftig stark eingeschränkt. Ab 2027 dürfen Wärmepumpen und ab 2029 auch Split-Klimaanlagen bis 12 kW Leistung, die Kältemittel mit einem Treibhauspotenzial (GWP) von über 150 nutzen, in der EU nicht mehr in Verkehr gebracht werden.<ref>Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union: Verordnung (EU) 2024/573 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. Februar 2024 über fluorierte Treibhausgase, zur Änderung der Richtlinie (EU) 2019/1937 und zur Aufhebung der Verordnung (EU) Nr. 517/2014. Europäische Union, Luxemburg 20. Februar 2024 (europa.eu [PDF]).</ref> Da der GWP-Wert von R32 bei 675 liegt und diesen Grenzwert deutlich überschreitet, wird es als Kältemittel zunehmend durch natürliche Alternativen wie Propan (R-290) oder CO₂ (R-774) abgelöst.
Umwelt
Difluormethan ist ein Treibhausgas. Es besitzt ein um 677-mal stärkeres Treibhauspotenzial (GWP) als CO2.<ref name="IPCC" />
Im Gegensatz zu den Fluorchlorkohlenwasserstoffen ist es jedoch nicht ozonschädigend. Daher hat es ein ODP (Ozone Depletion Potential) von null.
Laut dem Umweltbundesamt ist Difluormethan ein wassergefährdender Stoff der Klasse 1.<ref>Suchergebnis für Diflourmethan - Kennummer 4068. Umweltbundesamt, abgerufen am 16. August 2018.</ref>
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Difluormethan | Dichlormethan | Dibrommethan | Diiodmethan Vorlage:Klappleiste/Ende
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:EG-Nummer abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Feuergefährlicher Stoff
- Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 40
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Fluoralkan
- Kältemittel