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Industriebahn Berlin

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IGB Industriebahn-Gesellschaft Berlin mbH

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Industriebahn Berlin Logo.svg
Rechtsform GmbH
Gründung 1988
Sitz Berlin, Deutschland
Leitung Sebastian Achtermann
Mitarbeiterzahl 39 (2021)<ref name="GB_2010">Startseite – Bundesanzeiger. Suchmaske. In: bundesanzeiger.de. Abgerufen am 20. Januar 2023 (Suche nach „Industriebahn Berlin“ → Jahresabschluss/Jahresfinanzbericht zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021).</ref>
Website www.captrain.de/IGB

Die Industriebahn-Gesellschaft Berlin mbH (IGB) ist ein Eisenbahnverkehrs- und -infrastrukturunternehmen, das in Berlin nur noch Güterverkehr auf dem verbliebenen Streckennetz in Ruhleben durchführt. Das Streckennetz hat eine Länge von rund 21 Kilometern.<ref name="Captrain_IGB">IGB Industriebahn-Gesellschaft Berlin mbH: Effiziente Logistik-Konzepte für die Berliner Industrie. 2024, abgerufen am 3. September 2025.</ref> Die Gesellschafter sind Captrain Deutschland GmbH (50,2 %) und BEHALA (49,8 %). Die IGB ist Mehrheitsaktionär bei der Niederbarnimer Eisenbahn AG (66,9 %).<ref name="Anteile">Die Gesellschafterstruktur der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB). Niederbarnimer Eisenbahn AG, 2024, abgerufen am 25. Februar 2024.</ref>

Geschichte

Datei:19880615a Industriebahn Neukölln Lahnstraße.jpg
type=landmark }}

Die IGB wurde am 23. Dezember 1988 vom Land Berlin zur Koordinierung des Betriebs aller 16 Berliner Klein- und Privatbahnen<ref name="Kartenübersicht">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig "Kartenübersicht Privat- und Werkbahnen in Berlin".] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 4. Januar 2011.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> (beispielsweise der Industriebahn Neukölln)<ref name="IBN">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig "Geschichte der Industriebahn Neukölln".] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 4. Januar 2011.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> gegründet. Im Zuge der Privatisierungsbestrebungen veräußerte Berlin 1996 und 1997 99 % der Anteile.<ref name="Privat">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Vgl. „Privatisierung von Unternehmensbeteiligungen in Berlin seit dem Jahr 1990“, S. 187.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 4. Januar 2011.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Um den Güterverkehr auszuweiten, wurde am 16. Mai 2000 zusammen mit der Prignitzer Eisenbahn GmbH (PEG) das Tochterunternehmen Rail Cargo Berlin GmbH (RCB) gegründet.<ref name="RCB">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig vgl. "PEG Engagement im Güterverkehr: Rail Cargo Berlin GmbH".] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 4. Januar 2011.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Nach Anfangserfolgen wurde dieses Unternehmen mit einem anderen Captrain-Tochterunternehmen, der Regiobahn Bitterfeld GmbH, am 1. Januar 2005 zur Regiobahn Bitterfeld Berlin GmbH (RBB) zusammengeschlossen.

Streckennetz

Datei:Img DL06 BUE Lahnstr 20080301.jpg
DL 06 (Typ Henschel DHG 700 C) am Bahnübergang Lahnstraße
Datei:Img 528177 B Neukoelln Estrel 20080301.jpg
Sonderzug mit Dampflokomotive 52 8177 auf dem Anschlussgleis des Hotels Estrel, links des Neuköllner Schifffahrtskanals das Gleis zum Güterbahnhof Berlin-Treptow, oben die Bahnstrecke Berlin-Neukölln–Berlin-Baumschulenweg, 2008

Das gesamte Streckennetz der IGB hat eine Gleislänge von 21 Kilometer. Darauf werden jährlich etwa 1 Million Tonnen Güter befördert.<ref name="Captrain_IGB" /> Dieses besteht aus den Teilnetzen Neukölln und Ruhleben, wobei auf ersterem kein Verkehr mehr stattfindet.<ref name="JDE" />

In Neukölln wurde bis Ende Juli 2025 ausgehend vom gleichnamigen Güterbahnhof (Gbf)

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   |name=Gbf Neukölln
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  }} über den Gbf Treptow die Kaffeerösterei JDE Peet’s am Streckenende im Industriegebiet an der Nobelstraße
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  }} auf einem rund 10 Kilometer langen Gleisnetz mit einem Containerzug bedient, der als „Jacobs-Kaffeezug“ bekannt war.<ref name="JDE">Michael Hollmann: Kaffeerösterei JDE stellt Importlogistik um. In: DVZ. DVV Media Group GmbH, 14. April 2025, abgerufen am 3. September 2025.</ref> Die Bedienung war kompliziert, da bis zu drei Richtungswechsel erforderlich waren. Das Kehrgleis in der Lahnstraße, von dem früher zahlreiche Anschlussgleise abzweigten, wurde Anfang 2000 auf die Mindestlänge zum Kehren einer Wagengruppe verkürzt. An dem zur Betriebsstelle in der Dieselstraße führenden Industriegleis wurden gelegentlich zwei Anschließer und das Estrel, das größte Hotel Deutschlands, bedient, für das ein eigener Bahnsteig für seltene Sonderfahrten vorgehalten wurde.<ref name="IGB_NBS">http://www.captrain.de/fileadmin/Redaktion-Captrain/PDF/Eisenbahninfrastruktur/Berliner_Umland/IGB_NBS_Liste_der_Entgelte.pdf. (PDF; 18 kB) 1. März 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Oktober 2013; abgerufen am 9. März 2012.</ref> Durch die geplante Vergrößerung des Hotels,<ref name="BP_245a">Begründung zum Bebauungsplan XIV-245ba (Sonnenallee 228) für das Grundstück Sonnenallee 228, ein Nebengleis der Industriebahn sowie einen Abschnitt des Neuköllner Schifffahrtskanals im Bezirk Neukölln, S. 34 und 52f. (PDF) Bezirksamt Neukölln, Amt für Planen, Bauordnung und Vermessung, Fachbereich Stadtplanung, 25. März 2003, abgerufen am 15. Oktober 2017.</ref> die Aufgabe der Schienennutzung durch die Anschließer (einschließlich Betriebswerkstatt) östlich des Neuköllner Schifffahrtskanals sowie des Neubaus der BAB 100 wurde dieser Streckenabschnitt 2015 aufgegeben und außerdem das seit August 2025 ungenutzte Anschlussgleis zur Nobelstraße, im Bereich des Autobahntunnels unter der Grenzallee, verlegt.<ref name="BAB_100">A100-Ausbau: Ab heute Grenzallee-Sperrungen. B.Z., 3. Juni 2014, abgerufen am 15. Oktober 2017.</ref>

Der Güterbahnhof Berlin-Treptow

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  }} wurde 2006 von den Klösters Baustoffwerken mit Sitz in Kerpen erworben und zum 1. Juli 2010 wieder in Betrieb genommen. Wegen des schlechten Zustandes der Gleisanlagen konnten nur die Gleise 10 und 11 gerettet und reaktiviert werden. Im September 2014 erfolgte ein Ausbau der beiden Gleise auf eine Nutzlänge von nun 576 m. Auch eine Weichenverbindung wurde neu eingebaut. Betreiber des Gbf. Treptow ist Vepas Bahnservice mit Sitz in Ludwigsfelde im Auftrag der Klösters Baustoffwerke. Seit 2011 verkehren regelmäßig Ganzzüge mit Baustoffen aus den Kieswerken Röderau
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  }} und Mühlberg
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  }} nach Berlin. Bis Ende Januar 2015 erbrachte die IGB die letzte Meile für diese Zugleistungen zwischen dem Bahnhof Neukölln und dem Gbf. Treptow.

Vom Güterbahnhof Ruhleben werden Anschließer im Südhafen Spandau und in Ruhleben (vor allem ein Tanklager) bedient.

Güterverkehr

Vom 1. Juli 1993 bis 2013 verkehrte auf dem Streckennetz Neukölln ein 510 Meter langer Kaffee-Logistikzug als Ganzzug mit 60 Containern, die etwa 1.200 Tonnen Rohkaffee enthielten, aus Bremen zweimal wöchentlich zu einer Rösterei der Firma Mondelēz International, heute Jacobs Douwe Egberts Peet’s in der Nobelstraße. Dabei wurde der Zug aufgrund des kurzen Kehrgleises in der Lahnstraße im Güterbahnhof Treptow geteilt und in drei bis vier Wagengruppen von der IGB zugestellt. Dieser Transport wurde vollständig von der Straße auf die Eisenbahn verlagert.<ref name="Kaffeezug">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Vgl. Kraft Foods Deutschland, "„Zügiger“ und umweltschonender Transport von Rohkaffee von Bremen nach Berlin", Pressemitteilung Juli 2008.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 4. Januar 2011.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Bis zum 15-jährigen Jubiläum Mitte 2008 verkehrten 1.500 Züge, die fast 100.000 LKW-Fahrten ersetzten.<ref name="Kaffeezug_15Jahre">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Vgl. DB-Pressemitteilung vom 29. Juli 2008: "1.500 Kaffeezüge: DB Schenker und Kraft Foods erheben die Tassen anlässlich 15 Jahre Jacobs Café Logistik-Zug.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 11. Mai 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Um eine kontinuierliche Produktion in der Kaffeerösterei sicherzustellen, wurde die Bedienung 2013 auf werktäglich und im gesamten Zuglauf auf Wagengruppen umgestellt.<ref name="Allianz">Jacobs: Seit über 20 Jahren rollt der Kaffeezug. Allianz pro Schiene, 31. Juli 2017, abgerufen am 23. Februar 2024.</ref> Dabei wurden von DB Cargo auf dem 400 Kilometer langen Weg von den Bremer Häfen nach Berlin werktäglich zwischen neun und achtzehn Wagen entsprechend dem Bedarf befördert.<ref name="DBC">Für die Klimaziele: Kaffee fährt Bahn. DB Cargo, 21. Juli 2021, abgerufen am 23. Februar 2024.</ref> Seit Ende Juli 2025 wird der Containerzug in den Berliner Westhafen geführt und die Container werden von dort auf der Straße zum JDE-Werk in Neukölln transportiert.<ref name="JDE" />

Des Weiteren bedient das Unternehmen die Tanklager am Flughafen Berlin Brandenburg sowie in Berlin-Marienfelde.<ref name="Captrain_IGB" />

Fahrzeuge

Datei:Img DL06 Neukoellnische Bruecke 20080301.jpg
DL 06 überquert mit einem Sonderzug des Vereins Traditionszug Berlin e.V. den Neuköllner Schifffahrtskanal, 2008

Die IGB besitzt vier Triebfahrzeuge.<ref name="Fahrzeuge">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig "Fahrzeuge der IGB".] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 19. Oktober 2013.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Weblinks

Commons: Industriebahnen Berlin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />