Zum Inhalt springen

Kolbsheim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 28. April 2026 um 16:57 Uhr durch imported>Eriosw (toter link ersetzt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Kolbsheim
Datei:Blason Kolbsheim 67.svg
Staat FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Bas-Rhin / Europäische Gebietskörperschaft Elsass (67)
Arrondissement Strasbourg
Kanton Lingolsheim
Gemeindeverband Eurométropole de Strasbourg
Koordinaten 48° 34′ N, 7° 35′ OKoordinaten: 48° 34′ N, 7° 35′ O
 {{#coordinates:48,560833333333|7,5883333333333|primary
dim=20000 globe= name=Kolbsheim region=FR-67 type=city
  }}
Höhe 152–211 m
Fläche
Einwohner 1.022 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 67120
INSEE-Code 67247
Datei:Kolbsheim, village.jpg
Blick auf Kolbsheim

Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Kolbsheim ist eine französische Gemeinde mit 1022 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Bas-Rhin in der Europäischen Gebietskörperschaft Elsass und in der Region Grand Est.

Geographie

Die Gemeinde Kolbsheim liegt etwa zehn Kilometer westlich von Straßburg im Tal der Breusch, die südlich des Ortes vorbeifließt. Nachbargemeinden sind Breuschwickersheim im Norden, Hangenbieten im Osten, Duppigheim im Süden und Ernolsheim-Bruche im Westen.

Geschichte

Die älteste erhaltene Erwähnung des Ortes als Colobocisheim stammt von 735 und steht in einer Verkaufsurkunde des Klosters Murbach. 1224 wird der Ort als Colbotesheim bezeichnet, 1357 als Kobolzheim. Im Jahr 1940 wurden unter deutscher Besatzung die verbliebenen jüdischen Einwohner nach Südfrankreich deportiert.<ref>Kolbsheim. alemannia-judaica.de, aufgerufen am 24. Dezember 2024.</ref> Nach Angaben von Yad Vashem wurden dreizehn ehemalige jüdische Einwohner Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.<ref>Kolbsheim (Elsass). Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum, aufgerufen am 24. Dezember 2024.</ref>

Die Gemeinde Kolbsheim fusionierte am 1. Juni 1974 mit Duppigheim. Seit dem 1. Januar 1983 sind sie wieder eigenständige Gemeinden. Seit der Wahlkreisreform im Jahr 2015 gehört die Gemeinde zum Kanton Lingolsheim.

Wappen

Wappenbeschreibung: In Gold drei (2:1) rot gezungte schwarze Löwen

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2005 2017
Einwohner 508 509 604 635 668 765 827 948

Sehenswürdigkeiten

  • Die Kirche Saint-Léger stammt aus dem Jahr 1768. Der auf dem Chor aufsitzende Turm ersetzte 1870 einen Dachreiter auf dem Kirchenschiff. Die Kirche ist eine Simultankirche, das heißt, beide großen christlichen Kirchen nutzen das Gebäude; der Chor gehört der katholischen Gemeinde, das Kirchenschiff den Protestanten. Die Kirche ist in das Inventar des französischen Kulturerbes eingetragen.<ref>Kolbsheim, Saint-Léger in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch), abgerufen am 27. April 2026</ref>
  • Das Schloss Château de Kolbsheim wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts von der Straßburger Adelsfamilie Müllenheim (Linie Rechberg) errichtet und befindet sich unmittelbar neben der Kirche; seit 2006 steht es als Monument historique unter Denkmalschutz.<ref>Kolbsheim, Le château in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch), abgerufen am 27. April 2026</ref>
  • Mehrere Fachwerkhäuser prägen das Ortsbild und sind ebenfalls in das Inventar des französischen Kulturerbes eingetragen.
  • Die ehemalige Synagoge geht auf das 17. Jahrhundert zurück und wurde 1843 umgebaut. Sie zeugt vom Vorhandensein einer größeren jüdischen Gemeinde bis zum Zweiten Weltkrieg. 1865 waren von 585 Einwohnern 103 Katholiken, 358 Lutheraner und 124 Juden. Heute ist das Gebäude nach Umbau in den Jahren 1988/89 ein Wohnhaus.

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Gemeindepartnerschaften

Kolbsheim ist 1993 eine Partnerschaft mit dem deutschen Nohra, einem Ortsteil von Grammetal in Thüringen eingegangen.<ref>CC Les Châteaux, abgerufen am 19. Oktober 2016</ref>

Persönlichkeiten

  • Alphonse Kahn (1864–1927), Mitbegründer der Galeries Lafayette (mit Théophile Bader)<ref>Les fondateurs des Galeries Lafayette étaient alsaciens. In: lalsace.fr. Abgerufen am 28. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Zwei Frauen, die in der Frühzeit der anthroposophischen Bewegung gewirkt haben, sind in Kolbsheim geboren:

Die beiden Schwestern stammen aus einer theosopisch eingestellten kinderreichen Familie, die damals das Schloss in Kolbsheim bewohnte.

Literatur

  • Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Charenton-le-Pont 1999, ISBN 2-84234-055-8, S. 409–412.

Weblinks

Commons: Kolbsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Achenheim | Bischheim | Blaesheim | Breuschwickersheim | Eckbolsheim | Eckwersheim | Entzheim | Eschau | Fegersheim | Geispolsheim | Hangenbieten | Hœnheim | Holtzheim | Illkirch-Graffenstaden | Kolbsheim | Lampertheim | La Wantzenau | Lingolsheim | Lipsheim | Mittelhausbergen | Mundolsheim | Niederhausbergen | Oberhausbergen | Oberschaeffolsheim | Osthoffen | Ostwald | Plobsheim | Reichstett | Schiltigheim | Souffelweyersheim | Straßburg | Vendenheim | Wolfisheim Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein