Rheingauer Dom
Rheingauer Dom wird die katholische Pfarrkirche Heilig Kreuz in Geisenheim im Rheingau genannt (Bischof-Blum-Platz 1, 65366 Geisenheim).
Geschichte
Die spätgotische Hallenkirche entstand größtenteils 1510 bis 1518, unter dem Mainzer Dombaumeister Johann von Hattstein,<ref>Adam Gottron: Hattstein, Johann von in: Neue Deutsche Biographie, Band 8, 1969, S. 61 (Online-Ansicht).</ref> als Nachfolgebau einer 1146 erstmals erwähnten romanischen Kirche.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.schau-mal-einer-an.com ( vom 7. November 2009 im Internet Archive)</ref> Nachdem 1829 die noch aus der romanischen Entstehungszeit stammenden Westtürme wegen Baufälligkeit abgerissen wurden, nahm der in Geisenheim geborene Baumeister Philipp Hoffmann 1834 bis 1838 einen neogotischen Umbau vor. Neben dem Neubau der nunmehr 46 Meter hohen Türme wurde die Wölbung des Langhauses verändert.<ref>Baedeker Wiesbaden Rheingau, 2001, ISBN 3-87954-076-4, S. 115.</ref> Die Bezeichnung Dom erhielt der Bau aufgrund seiner Größe und Bedeutung im Vergleich zu anderen Kirchen der Region. Sitz eines Bischofs war er nie.
Seit 2015 ist der Rheingauer Dom die Pfarrkirche der neu gegründeten Pfarrei Heilig-Kreuz-Rheingau einer sogenannten Pfarrei neuen Typs. Zu ihr gehören, neben Geisenheim, folgende Ortskirchen mit den jeweiligen Kirchorten:<ref>Die 13 Kirchorte der Pfarrei Heilig Kreuz Rheingau. In: heilig-kreuz-rheingau.de. 19. Mai 2021, abgerufen am 27. August 2024.</ref>
Ausstattung
Aus der Zeit der Spätgotik erhalten ist noch das Netzgewölbe des Chores sowie der sogenannte Dreikönigsaltar. 1886 wurde der neogotische Hochaltar eingefügt.
Orgel
Die Orgel wurde 1842 von den Gebrüdern Stumm erbaut. Das Instrument hat 31 Register auf zwei Manualen und Pedal. Im Rahmen einer grundlegenden Restaurierung wurden Umbauten rückgängig gemacht und die Orgel wieder in den Ursprungszustand versetzt. Zahlreiche Register von Stumm sind original erhalten.<ref>Nähere Informationen zur <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />historischen Stumm-Orgel ( vom 6. Februar 2018 im Internet Archive).</ref>
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- Anmerkungen
- (S) = Original erhaltenes Register von Stumm
Glocken
Das vierstimmige Geläut des „Rheingauer Domes“ besteht aus drei historischen und einer modernen Kirchenglocke. Sie hängen in den Holzglockenstühlen der beiden Türme an Holzjochen, die 2011 erneuerten wurden.<ref>Glockendatenbank createsoundscape.de</ref>
| Glocke | Name | Masse | Durchmesser | Schlagton (16tel) |
Gussjahr | Glockengießer | Hängeort |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Christus | ≈ 2500 kg | 1570 mm | cis1 -9 | 1401 | unbekannt | Nordturm |
| 2 | St. Martin | ≈ 1300 kg | 1300 mm | d1 -11 | 1631 | Thomas Simon von Mainz | Südturm |
| 3 | St. Josef | 1231 kg | 1230 mm | e1 -8 | 1960 | Friedrich Wilhelm Schilling | Nordturm |
| 4 | Sta. Maria | ≈ 800 kg | 1080 mm | f1 +2 | 1484 | Heinrich Moller / Frankfurt | Südturm |
Gräber
Im Rheingauer Dom sind Friedrich von Stockheim (1462–1528) und seine Frau begraben.
Weitere Bilder
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Der Chor
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Das Langhaus
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Das Langhaus vom Chor gesehen
Siehe auch
Weblinks
- Homepage der Pfarrei Heilig Kreuz
- Rheingauer Dom in Geisenheim auf rheingau.de
- Turmaufnahme des Sondergeläutes in der katholischen Pfarrkirche Heilig Kreuz in Geisenheim
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 49° 58′ 57,7″ N, 7° 58′ 2,6″ O
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