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Oberdrees

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Oberdrees
Stadt Rheinbach
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1443)&title=Oberdrees 50° 38′ N, 6° 55′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1443) 50° 38′ 24″ N, 6° 55′ 11″ O
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Höhe: 160 m ü. NHN
Einwohner: 1443 (31. Dez. 2025)<ref>[1] abgerufen: 3. Februar 2026</ref>
Eingemeindung: 1. August 1969
Postleitzahl: 53359
Vorwahl: 02226
Oberdrees (Nordrhein-Westfalen)
Oberdrees (Nordrhein-Westfalen)
Lage von Oberdrees in Nordrhein-Westfalen
Datei:Oberdrees Sankt Aegidius.jpg
Kirche Sankt Ägidius

Oberdrees ist eine Ortschaft von Rheinbach im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen. Bis 1969 war Oberdrees eine selbständige Gemeinde. Mit der kommunalen Neuordnung wurde Oberdrees einer von neun Ortschaften der Stadt Rheinbach. Mit Stand 30. November 2024 zählte Oberdrees 1.495 Einwohner und ist damit viertgrößte Ortschaft. Die günstige geografische Lage und die Fertigstellung des Neubaugebietes (Ortseingang Richtung Rheinbach) begünstigten den weiteren Zuzug.

Geographie

Der Ort liegt rund 3,0 km nordwestlich der Kernstadt an der alten Römerstraße von Niederzier nach Kripp (heute Bundesstraße 266), ein Teilstück der alten Heerstraße von Aachen nach Frankfurt. Südlich des Ortes verlief die Trasse der ehemaligen römischen Wasserleitung von der Eifel nach Köln. Zahlreiche Funde in der Umgebung bezeugen die römische Besiedlung, Teilstücke sind in Rheinbach ausgestellt.

Geschichte

Die Ortschaft Oberdrees wird urkundlich als „Dreisa“ erstmals im Jahre 856 n. Chr. erwähnt. Der Name leitet sich von dem noch heute gebräuchlichen Substantiv „Drisch“ ab, was so viel wie „Brachfeld“ bedeutet. Zu dieser Zeit verlieh König Lothar II. einem Vasallen „Otbert“ unter anderem Güter in Oberdrees. Die Siedlung entstand wahrscheinlich aus einem königlichen Hofgut. In einem Güterverzeichnis der Abtei Prüm aus dem Jahre 893 ist Oberdrees als „Dreyse“ aufgeführt. Die günstige Lage an der wichtigen Handelsroute, der Aachen-Frankfurter Heerstraße, bot bereits damals Standortvorteile, die zum Wachstum der Siedlung beitrugen. Funde von Scherben und Ziegelstücke sowie eine Grabenspur lassen vermuten, dass das Siedlungsgebiet Oberdrees schon zur Römerzeit bewohnt und bewirtschaftet wurde. Im Bereich der heutigen Bahnlinie der Voreifelbahn „Bonn-Rheinbach-Euskirchen“ ist in einem Bodendenkmal eine ausgeprägte Streuung römische Trümmerreste nachgewiesen. Die Eifelwasserleitung, im Volksmund auch als „Römerkanal“ bekannt, welche die frühmittelalterliche Versorgung des „antiken Kölns“ bis ca. 260 n. Chr. mit Eifelwasser versorgte, führte im Teilabschnitt Rheinbach – Euskirchen (Kreuzweingarten) durch die Oberdreeser Gemarkung.<ref>Hoffmann, G., Kummer, S., Márquez, R., Valdivia Manchego, M.: The Roman Eifel Aqueduct: archaeoseismological evidence for neotectonic movement at the transition of the Eifel to the Lower Rhine Embayment. Hrsg.: International Journal of Earth Sciences. doi:10.1007/s00531-019-01766-y.</ref>
Im Mittelalter und der Frühen Neuzeit teilten sich u. a. die Herren von Tomburg sowie die „Grafen von Belderbusch“ und das Geschlecht derer von der Leyen die Dorfherrschaft. Um Streit untereinander zu vermeiden, wechselten sie sich per Rotationsverfahren alljährlich in Entscheidungsangelegenheiten über das Dorf ab.<ref>Hermann Rohr: Thema des Monats, Broschüre: „kultur und gewerbe“ in der Stadt Rheinbach, Ausgabe Februar 2024, S. 6.</ref>

Heute erinnern die Straßennamen „Frankenstraße“ und „Odinstraße“ an die fränkische Besiedlung des Ortes.

Oberdrees wurde am 1. August 1969 in die Stadt Rheinbach eingemeindet.<ref>Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 83.</ref>

Entwicklung der Einwohnerzahl

Einwohnerzahlen ab 2018 nur mit Hauptwohnung
Jahr Einwohner Delta
1852 680
1905 627 −53
1939 674 +47
1946 834 +160
1969 1.059<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 +225
Jahr Einwohner Delta
1998 1.414 +355
19../20..
2018 1.278
2019 1.285 +7
2020 1.316 +31
Jahr Einwohner Delta
2021 1.335 +19
2022 1.421 +86
2023 1.419 −2
2024 1.443 +24
2025 1.443<templatestyles src="FN/styles.css" /> 2

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1 
Einwohner 1852–1969 gemäß: 700 Jahre Stadt Rheinbach, April 1998, „Die Ortschaften der Stadt Rheinbach, ... S. 54“
<templatestyles src="FN/styles.css" />
2 
[2] Oberdrees Einwohnerstatistik, abgerufen 3. Februar 2026

Politik

Ratswahl – Stadt Rheinbach 2025

<templatestyles src="Wahldiagramm/styles.css" />

Stimmbezirk 132 – Niederdrees
Wahlbeteiligung: 75,69 %
 %
50
40
30
20
10
0
23,33
30,00
40,37
2,59
2,22
1,48
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Stimmbezirk 131 – Oberdrees
Wahlbeteiligung: 66,94 %
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
68,11
10,31
12,48
5,16
1,49
2,44
Direktmandat Wahlbezirk 130<ref>wahlen.kdvz.nrw Wahlergebnisse in NRW … Rheinbach. Stadt – abgerufen am 15. September 2025</ref>
Partei Name, Vorname Nr.: Stimmbezirk und Wahllokal Ergebnis
CDU Mahlberg, Peter 131 Oberdrees 68,11 %
132 Niederdrees 23,33 %

Ortsvorsteher

Nachstehende Ortsvorsteher wurden nach der kommunalen Neugliederung vom 1. August 1969 gewählt und ernannt:

Portrait Vorname Name Amtszeit Bemerkung
Peter Eschweiler † 1970–1973
Ludwig Fett † 1973–1975<ref>Festschrift (1298 – 1998) 700 Jahre Stadt Rheinbach „Die Ortschaften der Stadt Rheinbach“, Stadtdirektor Gerhard Martini.</ref>
Günter Mahlberg 1975–1994
Ludwig Fett † 1995–2009
Datei:Kurt Brozio 2014.jpg Kurt Brozio, CDU 2009–2025 Ratsherr Rheinbach 2006–2025
Peter Eich<ref>Blick aktuell Aus Liebe zur Heimat, Journal im Blick für Meckenheim, Rheinbach, Wachtberg; Samstag 15. Nov. 2025, Ausgabe 46/2025, S. 16: „Faire Auswahl stärkt Vertrauen und Transparenz in der Kommunalpolitik“ Rheinbach.</ref> Nov. 2025<ref>Berufung gemäß Wahl Stadtrat Rheinbach v.24. Nov. 2025</ref> Gemeinsamer Liste CDU, GRÜNE, FDP
Anmerkung
Ortsvorsteher verbleiben lt. städtischer Satzung nach der Wahl jeweils kommissarisch im Amt, bis zur Neuwahl der Nachfolger durch den Stadtrat und Ernennung durch den Bürgermeister.

Infrastruktur

Das Dorfbild verfügt neben dem alten Dorfkern – hier stehen noch verschiedene Fachwerkhäuser und landwirtschaftliche Gehöfte – auch über eine Siedlung aus der Nachkriegszeit. In den 1970er, 1980er, 1990er und 2010er Jahren entstanden im Innenbereich und an der Peripherie des Ortes moderate Neubaugebiete. Ferner verfügt Oberdrees über ein kleines Gewerbegebiet.

Südlich von Oberdrees verläuft die Voreifelbahn.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Oberdrees ist in der Region bekannt für mannigfaltiges Vereinsleben. So organisieren Ortsausschuss und Vereine neben „Fastelovend“ auch Dorffeste wie das Maifest, Schützenfest, Straßenfeste, Sommerfest, Kirmes, Herbstmarkt, Sportveranstaltungen, Seniorenfeiern und Weihnachtsfeiern.

Karneval

Karnevalistischer Höhepunkt in Oberdrees ist der Straßenkarneval, der hier auf eine ca. 100-jährige Tradition zurückblicken kann. Ein Alleinstellungsmerkmal nimmt aber ohne Zweifel der mit dem Karneval verbundene Bau von Fest- und Umzugs-Wagen jeder Art und Größe ein. Neben dem Festumzug, der immer am Fastnachtssonntag stattfindet, nehmen Oberdreeser Jacken, wie beispielsweise der Karnevalsgemeinschaft Oberdrees von 1926 e. V., namens: „Bekömme Dich net drömm!“, auch an den Festivitäten der Kernstadt Rheinbach teil.

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

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Ortschaften:  Flerzheim | Hilberath | Neukirchen | Niederdrees | Oberdrees | Queckenberg | Ramershoven | Todenfeld | Wormersdorf

zu Neukirchen:  Berscheid | Groß-Schlebach | Klein-Schlebach | Irlenbusch | Krahforst | Kurtenberg | Merzbach | Nußbaum | Scherbach | Vogelsang

zu Queckenberg:  Eichen | Hardt | Loch | Sürst | Haus Winterburg

zu Ramershoven:  Peppenhoven und zu Wormersdorf:  Ipplendorf | Klein Altendorf

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