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Wladimir Wladimirowitsch Posner

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Datei:Vladimir Posner VOA Dec 14, 2010 (10).jpg
Wladimir Wladimirowitsch Posner, 2010
Datei:Vladimir Posner interviews Hillary Rodham Clinton in Moscow 2010.jpg
Posner im Interview mit US-Außenministerin Hillary Clinton im März 2010

Wladimir Wladimirowitsch Posner ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), engl. Transkription Vladimir Vladimirovich Pozner; * 1. April 1934 in Paris) ist ein französischstämmiger russisch-US-amerikanischer Journalist und Moderator.

Leben

Seine Mutter Geraldine Lutten war eine gebürtige Französin; sein Vater Wladimir Alexandrowitsch Posner (1908–1975) war Sohn eines jüdischen russischen Flüchtlingspaares.<ref>https://www.ft.com/content/67eab48e-25b8-11e5-bd83-71cb60e8f08c</ref> Im Jahre 1940 musste die Familie vor den heranrückenden Nazis Frankreich verlassen und emigrierte in die USA. Posner senior bekam 1946 Probleme mit dem FBI, da er unter dem Decknamen „Kallistrat“ Informationen an den sowjetischen Geheimdienst lieferte. Posner junior zufolge wurden die geheimdienstlichen Tätigkeiten seines Vaters durch früher geheim gehaltene Dokumente, die 1996 in den USA veröffentlicht wurden, nachgewiesen. Die Familie wollte nach Frankreich zurückfahren, dies wurde jedoch Posner senior als einem sowjetischen Agenten verboten. Aus diesem Grund wanderte die Familie 1948 nach Ost-Berlin aus, 1952 übersiedelte sie in die Sowjetunion.<ref>Wladimir Pozner. „Ja uznal klitschku otza -- Kallistrat“. (online: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivlink (Memento vom 16. Juli 2011 im Internet Archive) (russisch))</ref>

1958 schloss Wladimir Posner junior die biologische Fakultät der Moskauer Lomonossow-Universität ab. Zunächst verdiente er sein Geld als Übersetzer wissenschaftlicher Texte vom Englischen ins Russische und umgekehrt. Etwas später war er als Sekretär und Übersetzer für den bekannten Dichter Samuil Marschak tätig. 1961 nahm er die Arbeit bei der Nachrichtenagentur APN (heute als RIA Novosti bekannt) auf, vorerst in der dem KGB zugeordneten Abteilung für Desinformation.<ref>Interview with Vladimir Pozner, pbs 1999</ref> Bis 1985 moderierte er im staatlichen Radio eine Sendung in englischer Sprache.

Dem sowjetischen Fernsehzuschauer besonders bekannt wurde Posner Ende der 1980er Jahre, als er eine Serie von Talkshows moderierte, in der sowjetische und US-amerikanische Teilnehmer gemeinsam diskutierten und die daher als Fernsehbrücken (russ. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) bekannt wurden.

1991 zog Posner wieder in die USA, kehrte aber 1997 nach Moskau zurück. Er moderierte Sendungen im staatlichen TV-Sender Perwy kanal.<ref>Sie haben keine Angst vor Robotern – Sie haben Angst vor den Lebenden, Nowaja Gaseta, 18. April 2019</ref> Seine Sendung Posner, die zum letzten Mal vor dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 ausgestrahlt wurde, nahm Perwy kanal Ende März 2022 aus dem Programm.<ref>Первый канал убрал из эфира передачу «Познер». Последний раз она выходила еще до войны. Abgerufen am 29. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

2010 kritisierte Posner die Russisch-Orthodoxe Kirche wegen ihrer aggressiven Eingriffe in Bildung und Politik.<ref>Posner betrachtet die Annahme der Orthodoxie als eine der größten Tragödien Russlands, Interfax, 20. Juli</ref>

Seit 2014 besitzt er mit seinem Bruder Pawel die französische Brasserie Chez Géraldine in Moskau, die nach seiner Mutter benannt ist.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Brasserie Chez Géraldine.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 14. Juli 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Im Jahr 2017 sprach er sich gegen die Unsitte aus, Russland als Besonderheit zu bezeichnen, weil solche Aussagen das Land von einem europäischen in ein Land des afrikanischen Kontinents verwandelten.<ref>Pozner kritisierte die Idee der Exklusivität Russlands, fedpress.ru, 18. September 2017</ref> Auf die Frage der BBC, was Putin in drei Worten im Jahr 2018 wolle, sagte Posner, Putin wolle „in seinem Amt überleben, Respekt (vom Ausland) und ein mächtiges Land“. Nach 18 Jahren an der Macht seien für Putin die Flitterwochen vorbei.<ref>What Does Putin Want?, BBC The Real Story, 16. März 2018</ref>

Posner hat eine Tochter, die Komponistin Katia Tchemberdji.

Literatur

  • Abschied von Illusionen – Das außergewöhnliche Leben und die kontroversen Ansichten des führenden politischen Kommentators der Sowjetunion, Verlag edition q, Berlin 1991, ISBN 978-3-928024-54-9
  • Eyewitness: A Personal Account of the Unraveling of the Soviet Union, Verlag Random House, New York City 1992, ISBN 978-0-679-41202-1
  • Adieu aux Illusions: Une vie entre la Russie et l'Amérique, Verlag Les Editions NOIR SUR BLANC, Paris 2015, ISBN 978-2882503763
  • Немецкая тетрадь. Субъективный взгляд, Verlag AST, Moskau 2019, ISBN 978-5171132132
  • одноэтажная Америка. Субъективный взгляд, Verlag AST, Moskau 2020, ISBN 978-5171215453

Weblinks

Commons: Wladimir Wladimirowitsch Posner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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