Biebighausen
Biebighausen Stadt Hatzfeld
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(14)&title=Biebighausen 51° 1′ N, 8° 34′ O
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| Höhe: | 365 (340–420) m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 56 ha<ref name="lagis" /> | |||||
| Einwohner: | 14 (31. März 2022)<ref>Zahlen, Daten, Fakten. Stadt Hatzfeld, abgerufen am 13. September 2024.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 25 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 35116 | |||||
| Vorwahl: | 06467 | |||||
Biebighausen ist ein Stadtteil von Hatzfeld (Eder) im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.
Geographie
Der Ort liegt eingebettet in das Ederbergland im Norden des Bundeslandes Hessens.
Nachbarorte
Geschichte
Ortsgeschichte
Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Biebighausen erfolgte im Jahr 1395 unter dem Namen Bubinghusen in einer Urkunde:<ref name="lagis" /> Siegfried von Biedenfeld und seine Ehefrau Gela übertragen am 16. Oktober 1395 ihren halben Hof an Johann von Hatzfeld.
Der Ort ist aber erheblich älter. Geographische Bezeichnungen sind im Zusammenhang zu suchen mit dem adligen Grundherren Buobo von Elsoff. Der Name Buobo begegnet man unter Bubenberg, Bubenkirchenbach oder dem untergegangenen Bubenhausen im Kirchspiel Elsoff.
Die Herren von Hatzfeld sind auch im Jahr 1590 die Besitzer. Für die Zeitspanne von 1600 bis 1800 sind keine Belege vorhanden, da Biebighausen als Teil von Hatzfeld keine selbständige Gemeinde war. Dies änderte sich erst im Jahr 1831. In diesem Jahr beantragten die Hofbesitzer Georg Benner, von Beruf Maurer, geboren in Alertshausen im Schwarzenbächer-Haus, und sein Schwiegersohn Tobias Spies, Biebighausen zur selbständigen Gemeinde zu machen. Am 23. Mai 1832 stimmten die Behörden in Darmstadt und Biedenkopf dem Vorschlag zu. Der Ort war einst die nach Einwohnerzahl zweitkleinste Gemeinde in Hessen.
Schulisch und postalisch gehörte Biebighausen weiterhin zu Hatzfeld und der Ort wurde von der Bürgermeisterei Hatzfeld mitverwaltet. 1887 wurde durch ein preußisches Gesetz die Möglichkeit gegeben, dass auch kleinste Gemeinden einen eigenen Bürgermeister wählen durften, und am 12. November 1898 wurde Louis Groß der erste Biebighäuser Bürgermeister.
Biebighausen hatte keine eigene Schule. Die Kinder besuchten die Schule in Hatzfeld. Ab 1900 konnte die Schule in Reddighausen für den Schulunterricht genutzt werden, und der Schulweg war nun für die Kinder über einen Kilometer kürzer.
- Hessische Gebietsreform (1970–1977)
Zum 1. April 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Biebighausen im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Stadt Hatzfeld (Eder) (damalige Schreibweise Hatzfeld/Eder) eingegliedert.<ref>Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen von Gemeinden vom 21. Juni 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 28, S. 1117, Punkt 988; Abs. 5. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 5,0 MB]).</ref><ref></ref> Für Biebighausen wurde wie für die übrigen Stadtteile ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref>Hauptsatzung. (PDF; 51 kB) §; 6. In: Webauftritt. Stadt Hatzfeld, abgerufen im März 2019.</ref>
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Biebighausen angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>
- um 1230: Heiliges Römisches Reich, Grafschaft Battenberg, (Stadt-)Gericht Battenberg
- um 1400: Heiliges Römisches Reich, Kurfürstentum Mainz, Amt Battenberg
- ab 1464: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen, Amt Battenberg
- ab 1567: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Marburg, Amt Battenberg<ref name="Amt">
Die Zugehörigkeit des Amtes Battenberg anhand von Karten aus dem Geschichtlicher Atlas von Hessen: Hessen-Marburg 1567–1604., Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt 1604–1638. und Hessen-Darmstadt 1567–1866. </ref>
- 1604–1648: strittig zwischen Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt (Hessenkrieg)
- ab 1604: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Battenberg
- ab 1627: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Oberfürstentum Hessen, Amt Battenberg<ref name="AB">Vorlage:BibOCLC</ref>
- ab 1806: Großherzogtum Hessen,<ref group="Anm.">Infolge der Rheinbundakte.</ref> Fürstentum Oberhessen, Amt Battenberg
- ab 1815: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Battenberg
- ab 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Battenberg<ref group="Anm.">Trennung von Justiz (Landgericht Biedenkopf) und Verwaltung.</ref>
- ab 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Biedenkopf
- ab 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Biedenkopf
- ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Biedenkopf
- ab 1867: Königreich Preußen,<ref group="Anm.">Infolge des Deutschen Krieges.</ref> Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf (übergangsweise Hinterlandkreis)<ref name="AB" />
- ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf
- ab 1918: Deutsches Reich (Weimarer Republik), Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf
- ab 1932: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Frankenberg
- ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Frankenberg
- ab 1945: Amerikanische Besatzungszone,<ref group="Anm.">Infolge des Zweiten Weltkriegs.</ref> Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Frankenberg
- ab 1946: Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Frankenberg
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Frankenberg
- ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Frankenberg, Stadt Hatzfeld
- ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck-Frankenberg, Stadt Hatzfeld
Einwohnerentwicklung
- 1577: eine Haushaltung<ref name="lagis" />
| Biebighausen: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2019 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1834 | 49 | |||
| 1840 | 56 | |||
| 1846 | 58 | |||
| 1852 | 58 | |||
| 1858 | 69 | |||
| 1864 | 45 | |||
| 1871 | 35 | |||
| 1875 | 38 | |||
| 1885 | 43 | |||
| 1895 | 34 | |||
| 1905 | 37 | |||
| 1910 | 34 | |||
| 1925 | 32 | |||
| 1939 | 28 | |||
| 1946 | 43 | |||
| 1950 | 41 | |||
| 1956 | 26 | |||
| 1961 | 27 | |||
| 1967 | 30 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2011 | 15 | |||
| 2019 | 14 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: <ref name="lagis" />; Stadt Hatzfeld:<ref name="DF">„Zahlen, Daten, Fakten“ In: Webauftritt der Stadt Hatzfeld, abgerufen im November 2020.</ref>; Zensus 2011<ref name="Z2011">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020. </ref> | ||||
Religion
Kirchlich gehörte der Ort bis 1958 zum Kirchspiel Hatzfeld. In diesem Jahr erfolgte die Ablösung von Hatzfeld zur Pfarrei Dodenau, zu der auch Reddighausen gehörte.
Historische Religionszugehörigkeit
Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
| • 1895: | 43 evangelische (= 100 %) Einwohner |
| • 1961: | 26 evangelische (= 96,30 %), ein katholischer (= 3,70 %) Einwohner |
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis"> Biebighausen, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 1. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> </references>
Literatur
Weblinks
- Stadtteil Biebighausen. In: Webauftritt der Stadt Hatzfeld (Eder).
- Biebighausen, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
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