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Diurnist

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Der Titel Diurnist bezeichnete vor allem im österreichischen Raum einen in der Verwaltung auf Tagegeldbasis (Diurnum<ref>Duden online: "Diurnum" </ref>) Beschäftigten, der als Amtsschreiber die im Amt anfallenden Schreibarbeiten erledigte, Protokoll führte, ausgehende Schreiben, so genannte Expeditionen, und Kopien von Schriftstücken anfertigte.<ref>Gemeinde Wald: 800 Jahre Wald, Meßkirch 2008.</ref> Im josephinischen Wien waren Diurnisten die subalternen Beamten der zahlreichen Verwaltungsstellen, die zwar ein gewisses Ansehen genossen, aber nur ein bescheidenes Salär bezogen. Es waren Sekretäre, Registranten, Adjunkten, Konzipisten, Protokollisten, Ingrossisten, Kanzlisten, Akzessisten usw., die pünktlich allmorgendlich in den „Tintenburgen“ der Staatskanzlei, Reichskanzlei, Kriegskanzlei, Österreichisch-Böhmischen Kanzlei, Ungarisch-Siebenbürgischen Kanzlei, Niederländischen Kanzlei, Obersten Justizstelle, Münze, Oberst-Rechenkammer, Religionskommission, Studienkommission und im Rathaus ihrer Tätigkeit nachgingen.<ref>Rudi Palla: Das Lexikon der untergegangenen Berufe Von Abdecker bis Zokelmacher. Eichborn GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 1994</ref>

Einzelnachweise

<references />