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Euchar Albrecht Schmid

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Euchar Albrecht Schmid

Euchar Albrecht Schmid (* 29. August 1884 in Gemünden am Main<ref>Herbert Hausmann: Euchar Albrecht Schmid rettete Winnetou und Kara Ben Nemsi vorm Vergessen. In: mainpost.de. 25. Juli 2013, abgerufen am 28. November 2019.</ref>; † 15. Juli 1951 in Bad Liebenstein) war ein deutscher Jurist, Schriftsteller und Verleger sowie Mitbegründer und Geschäftsführer des Karl-May-Verlags. Der auch als E. A. Schmid bekannte Verleger benutzte das Pseudonym Satanello.

Leben und Wirken

Schmid wuchs in Bamberg auf, wo er 1903 am Neuen Gymnasium das Abitur bestand. Er studierte zunächst in Bamberg, dann in München und Erlangen Philosophie und Rechtswissenschaft, Am 7. Dezember 1907 promovierte er mit „Erwerb und Aufrechterhaltung des Patents“ in Erlangen zum Dr. jur.<ref>Dieter Sudhoff, Hans-Dieter Steinmetz: Karl-May-Chronik IV. Karl-May-Verlag, Bamberg / Radebeul 2005, ISBN 3-7802-0174-7, S. 327.</ref> Anschließend arbeitete er bis 1910 als Zeitschriftenredakteur – zuerst beim Erlanger Tageblatt, dann beim Stuttgarter Versicherungsverein. Als Student wurde er Mitglied der katholischen Studentenverbindungen K.St.V. Ottonia München und Rhenania Erlangen im KV.<ref>Lothar Braun: Euchar Albrecht Schmid. In: Siegfried Koß, Wolfgang Löhr (Hrsg.): Biographisches Lexikon des KV. 5. Teil (= Revocatio historiae. Band 6). SH-Verlag, Schernfeld 1998, ISBN 3-89498-055-9, S. 109.</ref> Bereits ab 1906 verehrte Schmid Karl May sehr. Nach Briefwechseln mit diesem kam es im Sommer 1910 zu einer ersten Begegnung, 1911 folgte eine weitere, als Karl May auf der Durchreise durch Stuttgart war. Bei dieser Begegnung soll May seinen Wunsch ausgedrückt haben, dass Schmid sein Verleger werde.<ref name="Dr. E.A. Schmid zum 120. Geburtstag"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Dr. E.A. Schmid zum 120. Geburtstag (Memento vom 22. Oktober 2014 im Internet Archive)</ref>

Am 1. Juli 1913 gründete Schmid zusammen mit Friedrich Ernst Fehsenfeld und Klara May den Karl-May-Verlag, den er erfolgreich über viele Jahre leitete. Nach der offiziellen Eintragung als Geschäftsführer zog Schmid nach Radebeul. Er beendete die mit Mays Werk verbundenen, schwebenden Gerichtsverfahren und sammelte die verstreuten Rechte Mays im Karl-May-Verlag. Die hier verlegten Ausgaben der Werke Mays sind gegenüber den Veröffentlichungen zu Lebzeiten Mays mehr oder weniger stark bearbeitet.

Nach dem Tod des Schriftstellers Robert Kraft erwarb E. A. Schmid alle Rechte an Krafts Werken, um sie in dem ebenfalls zu diesem Zweck erworbenen Verlag Haupt & Hammon ab 1918 postum zu verlegen.<ref>Robert Kraft – Karl-May-Wiki. In: karl-may-wiki.de. Abgerufen am 28. November 2019.</ref>

Nach dem Zweiten Weltkrieg siedelte er den Verlag nach Bamberg um.

Er war verheiratet mit Katharina Barthel (1898–1974), die ihm in späten Tagen viel Arbeit abnahm. Schmid wohnte in einer Villa auf der heutigen August-Bebel-Straße in Radebeul (siehe Villa Euchar Albrecht Schmid). Er hatte vier Söhne: Joachim (1921–2003), Wolfgang (1924–1945), Lothar (1928–2013) und Roland (1930–1990). Nach E. A. Schmids Tod übernahmen seine drei überlebenden Söhne den Verlag, heute leitet der Enkel Bernhard (* 1962, Sohn von Lothar) den Karl-May-Verlag.<ref>Karl-May-Verlag. In: karl-may.de. Abgerufen am 28. November 2019.</ref>

Er starb am 15. Juli 1951 während eines Kuraufenthalts in Bad Liebenstein (Thüringen) an den Folgen eines Unfalls. Beigesetzt wurde er auf dem Friedhof Radebeul-Ost, später fand eine Überführung nach Bamberg statt, wo sich auch die von Selmar Werner geschaffene Grabstatue befindet.

Quelle

  • Euchar Albrecht Schmid: Mein Leben und Streben [1921]. In: Karl-May-Verlag Bamberg (Hrsg.): 50 Jahre Verlagsarbeit für Karl May und sein Werk [Festschrift], Bamberg: Karl-May-Verlag 1963, S. 13–22.

Literatur

  • Frank Andert (Red.): Stadtlexikon Radebeul. Historisches Handbuch für die Lößnitz. Hrsg.: Stadtarchiv Radebeul. 2., leicht geänderte Auflage. Stadtarchiv, Radebeul 2006, ISBN 3-938460-05-9.

Weblinks

Einzelnachweise

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